Dynamotaschenlampe

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Handelsübliche Dynamotaschenlampe. Durch wiederholtes Zusammenpressen des schwarzen Griffes mit dem Gehäuse wird der im Inneren befindliche elektrische Generator angetrieben

Eine Dynamotaschenlampe ist eine elektrische Leuchte, die von einem kleinen elektrischen Generator durch Muskelkraft mechanisch angetrieben wird. Damit kann der Betrieb der Leuchte im Zeitraum von einigen Sekunden, bei Konstruktionen mit einem in der Leuchte integrierten kleinen Schwungrad als temporärem Energiespeicher bis zu einigen Minuten ermöglicht werden. Herkömmliche Taschenlampen weisen eine Energieversorgung durch Batterien oder Akkumulatoren auf.

Erste mechanische Dynamotaschenlampen stammen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, als frühe Batterien wie das Daniell-Element noch nicht lageunabhängig betrieben werden konnten.[1]

Funktion[Bearbeiten]

Dynamotaschenlampe mit Handkurbel
Geöffnete Dynamotaschenlampe mit Getriebe (2), Generator (3), Superkondensator zur kurzzeitigen Energiespeicherung (4) und den LED-Lampen (7)

Für den Antrieb des Generators existieren verschiedene Verfahren. Gebräuchliche Verfahren ist ein in der Leuchte eingebauter Hebel, welcher periodisch niedergerückt werden muss, oder der Antrieb erfolgt durch eine kleine Handkurbel. Darüber hinaus existieren auch Bauformen, wo durch Herausziehen eines Fadens ein Schwungrad in Rotation versetzt wird, welches über einen kurzen Zeitraum den Generator antreibt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Taschenlampen ist funktionsbedingt für die Leuchte kein Schalter notwendig. Als Lichtquelle kommen neben kleinen Glühlampen auch LED-Lampen und Leuchtstofflampen zur Anwendung. Die Leistung liegt in der Größenordnung um 1 W.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten]

Da mechanische, rein durch Muskelkraft angetriebene Dynamotaschenlampen nicht durch die Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit von elektrischen Energiespeichern wie elektrischen Batterien abhängig sind, elektrische Batterien weisen aufgrund der Selbstentladung eine zeitlich begrenzte Lagerfähigkeit auf, finden Dynamotaschenlampen unter anderem als Notleuchte Anwendung. Der Vorteil ist die praktisch unbegrenzte Lagerfähigkeit dieser Leuchten. Durch den einfachen Aufbau bedingt finden sie auch in verschiedenen Formen als Anschauungs- und Experimentierobjekt im physikalischen Schulunterricht Einsatz.

Dynamotaschenlampen finden auch dort Anwendung, wo die Verfügbarkeit von handelsüblichen elektrischen Batterien nicht gewährleistet ist, wie beispielsweise in ländlichen Regionen von Afrika.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. German pocket flashlight contains own dynamo. In: Popular Mechanics Co. (Hrsg.): Popular Mechanics. 32, Nr. 4, Chicago, Dezember 1919, S. 804. Abgerufen am 16. Mai 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dynamo torches – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien