Dyson (Unternehmen)

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Dyson Limited of Tetbury Hill
Logo
Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 1993
Sitz Malmesbury, Vereinigtes Königreich
Leitung Alexander C. Schmidt (Geschäftsführer)
Mitarbeiter ca. 2400 (2010)
Branche Haushaltsgeräte
Produkte Staubsauger, Ventilatoren, Händetrockner, HeizlüfterVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.dyson.de

Dyson ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Malmesbury (Vereinigtes Königreich). Seine Hauptprodukte sind Staubsauger, die auf dem Prinzip eines Fliehkraftabscheiders basieren. Das Unternehmen wurde 1993 von James Dyson gegründet und beschäftigt etwa 4.400 Mitarbeiter in über 60 Ländern. Dyson hat neben dem beutellosen Staubsauger auch den Airblade-Händetrockner und den Air-Multiplier-Ventilator entwickelt.

Seit seiner Gründung hat Dyson weltweit mehr als 28 Millionen Staubsauger verkauft.[1] Aktuell ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 17,5 Prozent die Nummer drei auf dem deutschen Staubsaugermarkt. Im Premium-Segment mit Produkten über 300 Euro ist Dyson seit 2000 Marktführer. Dort liegt der Marktanteil bei 82 Prozent.[2]

Unternehmen[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

1980 meldete der Brite James Dyson sein erstes Patent an[3]. Nach Entwicklung von 5127 Prototypen baute er 1983 das erste beutellose Staubsaugermodell mit dem Namen G-Force. Es erschien noch im selben Jahr auf der Titelseite des Design Magazine. 1991 wurde der G-Force in Japan mit dem International Design Fair Prize ausgezeichnet. In der Folge galt er als Statussymbol und eine japanische Firma vertrieb das Modell für 2000 US-Dollar. Mit Hilfe der Lizenzeinnahmen gründete Dyson im Juni 1993 das Unternehmen Dyson mit Entwicklungsabteilung und Produktion in Malmesbury.

Entwicklung[Bearbeiten]

1993 produzierte Dyson die erste Produktversion des DC01, eines Staubsaugers, der die „Dual-Zyklon-Technologie“ nutzte. Er kostete rund 200 Britische Pfund und avancierte innerhalb von 18 Monaten zum meistverkauften Staubsauger Großbritanniens. In den Folgejahren meldete Dyson weitere Neuentwicklungen zum Patent an, darunter den Händetrockner Airblade und den Ventilator Air Multiplier.

Standorte[Bearbeiten]

Dyson hat seinen Hauptsitz in Malmesbury (Großbritannien). Von dort werden die Verwaltung und Entwicklung des Unternehmens gesteuert. Mehr als 500 Mitarbeiter sind in Malmesbury in der Abteilung Research, Design & Development (RDD) tätig. Die Produktfertigung wurde 2002 aus Kosten- und Expansionsgründen nach Malaysia verlagert. Der deutsche Sitz des Unternehmens ist in Köln.

Forschung und Innovationen[Bearbeiten]

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Fast jeder dritte Dyson-Mitarbeiter arbeitet in der Abteilung Research, Design & Development (RDD). Dyson hält mehr als 3.000 Patente für über 500 Erfindungen.

Um die Forschung und das Innovationspotenzial zu fördern, engagiert sich James Dyson in der Nachwuchsförderung. Die James Dyson Foundation, James Dysons Stiftung für gemeinnützige Zwecke, verleiht den James Dyson Award, dotiert mit 10,000 £.

Produkte[Bearbeiten]

Staubsauger: „Zyklon“[Bearbeiten]

Ein älteres Modell des Dyson-Staubsaugers

Ende der 1970er Jahre ärgerte sich James Dyson über die damals erhältlichen Staubsaugermodelle. Er beobachtete, dass die Geräte verstopften und zunehmend an Saugkraft verloren. In einer Sägemühle sah er einen Fliehkraftabscheider und machte sich dieses Prinzip für die Entwicklung neuartiger Staubsauger zunutze. Dabei wird die Luft in eine Drehbewegung versetzt und auf Hochgeschwindigkeit beschleunigt. Die Schmutzpartikel, die sich durch Zentrifugalkraft nach außen bewegen, werden in einem separaten Behälter aufgefangen. Dadurch brauchen die Dyson-Modelle keine Beutel und können insofern auch nicht verstopfen.

Auf dieser Basis entwickelte Dyson die „Dual-Zyklon-Technologie“. Die Staubsauger haben nun zwei „Zyklonkammern“. Der „äußere Zyklon“ wirbelt groben Schmutz aus der Luft und der „innere Zyklon“ beschleunigt die Luft noch stärker, damit auch feinere Staubpartikel aus der Luft geschleudert werden. Jedoch entfernt diese Technik keinen Feinstaub aus der Luft.

Händetrockner: „Airblade“[Bearbeiten]

Dyson Airblade
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2007 führte Dyson den Händetrockner Airblade auf dem deutschen Markt ein. Das Unternehmen behauptet, er sei besonders hygienisch und mit einer Trockendauer von zehn Sekunden mehr als doppelt so schnell wie gewöhnliche Händetrockner ("bis zu 38 Sekunden").

Die Idee zum Dyson Airblade sei durch Zufall entstanden. Sir James Dyson untersuchte gerade gemeinsam mit Mitarbeitern der Forschungsabteilung in Malmesbury den Luftfluss bei Staubsaugern. Dabei hielt ein Mitarbeiter seine nassen Hände vor einen Hochgeschwindigkeitsstrom ungeheizter Raumluft, wo sie innerhalb von wenigen Sekunden trockneten.

Die HEPA-Filtrierung des Airblade entferne mehr als 99,9 Prozent der Bakterien aus der Luft, bevor diese auf die Hände trifft. Das britische Royal Institute of Public Health bezeichnete den Dyson Airblade Händetrockner deshalb als „maßgeblichen Fortschritt in der Technologie und Hygiene von Händetrocknern“[4].

Der Airblade wird mit einem digitalen Reluktanzmotor betrieben, der im Vergleich zu gewöhnlichen Warmluft-Händetrocknern bis zu 80 Prozent weniger Energie verbrauche. Die Motorleistung liege bei 1600 Watt, der Verbrauch im Standby-Modus bei weniger als einem Watt. Konventionelle Händetrockner hätten demgegenüber einen Standby-Verbrauch von bis zu 8 Watt und benötigen für ihre Heizelemente bis zu 2400 Watt.

Ventilator: „Air Multiplier“[Bearbeiten]

Tischventilator „Air Multiplier“

Seit Herbst 2009 ist das Produkt Dyson Air Multiplier auf dem Markt. Der Ventilator funktioniert ohne sichtbare Rotorflügel. Die Luft wird durch den innenliegenden Rotor im Fuß des Gerätes durch die unteren Löcher angesaugt und in den Hohlraum des oberen Rings gepresst. Die Luft tritt durch einen schmalen Schlitz auf der Innenseite des Rings aus. So baut sich ein ringförmiger Luftstrahl auf. Dieser wird über eine Schräge geführt, die wie eine Tragfläche geformt ist, um die Richtung des Luftstroms zu kanalisieren. Zusätzlich wird die umgebende Luft als Nebenstrom angesaugt und dadurch der Luftdurchsatz des Ventilators verstärkt.[5][6].

Heizlüfter: „Dyson Hot“[Bearbeiten]

2011 folgte ein Heizlüfter.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • iF Product Design Award (2010, 2009, 2007, 2002)
  • Catering Star Award (2009)
  • PLUS X Award (2009, 2008, 2005, 2004)
  • red dot product design award (2009, 2007, 2002)
  • Internationaler Designpreis Baden-Württemberg (2009, 1999)
  • Gastro-Innovations-Preis, Intergastra (2008)
  • James Dyson Lifetime Achievement Award, PLUS X Panel (2007)

Dyson-Produkte sind weltweit in Museen ausgestellt. Dazu gehören zum Beispiel das „Museum für Angewandte Kunst“ in Köln, die „Neue Sammlung Pinakothek der Moderne“ in München, das „Metropolitan Museum of Art“ in New York, das „Victoria & Albert“ Museum in London, das San Francisco Museum of Modern Art, das Zürich Design Museum, das Design Museum in Lissabon und das Powerhouse Museum, Sydney.

James Dyson Award bzw. James Dyson Foundation[Bearbeiten]

Der James Dyson Award ist eine Auszeichnung für Nachwuchsingenieure und -produktdesigner und findet seit 2004 jährlich statt. Der Award wird weltweit von der James Dyson Foundation, James Dysons Stiftung für wohltätige Zwecke, verliehen. Die Bewerber sind aufgefordert, Filmmaterial, Bilder und Zeichnungen ihrer Ideen zusammen mit einer persönlichen Schilderung des Design-Prozesses auf der Internetseite einzustellen.

James Dyson: „Junge Designer und Ingenieure stecken voller kreativer Ideen, mit denen sie die Welt verändern möchten. Es ist diese Fähigkeit, anders zu denken, die unser Award feiert. Wir müssen die Produktdesigner und Ingenieure der Zukunft unterstützen und ermutigen.“ [8]

Für den James Dyson Award können sich Studierende der Fächer Produktdesign, Industriedesign und Ingenieurswissenschaften beziehungsweise Absolventen dieser Fächer, die ihr Studium vor höchstens vier Jahren abgeschlossen haben, anmelden. Zugelassen sind Bewerber von Universitäten aus folgenden Ländern: Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Singapur, Spanien, und USA.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dyson – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Energiesparende Produktentwicklung von Dyson: Weniger ist mehr. Dyson GmbH. Abgerufen am 25. März 2010.
  2. Dyson jetzt Nummer 3 bei Staubsaugern in Deutschland. Presseportal. Abgerufen am 25. März 2010.
  3. Patent EP0018197: Vacuum cleaning appliances. Veröffentlicht am 29. Oktober 1980, Anmelder: James Dyson, Erfinder: James Dyson.
  4. Dyson Pressemitteilung: Händetrocknen im Deutschen Museum mit 640 Kilometer pro Stunde. Offizielle Webseite des Dyson Airblade. Abgerufen am 25. März 2010.
  5. Zitat von James Dyson zum Ventilator
  6. Intelligentes Produkt mit preiswürdigem Design. Dyson GmbH. Abgerufen am 25. März 2010.
  7. Macht schnell warm faz.net, abgerufen am 2. Oktober 2012
  8. http://www.dyson.de/press/pressrelease.asp?ReleaseID=88