Dziwnów

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Dziwnów
Wappen von Dziwnów
Dziwnów (Polen)
Dziwnów
Dziwnów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kamień Pomorski
Fläche: 4,9 km²
Geographische Lage: 54° 1′ N, 14° 45′ O54.01666666666714.75Koordinaten: 54° 1′ 0″ N, 14° 45′ 0″ O
Einwohner:

2867
(31. Dez. 2010)[1]

Postleitzahl: 72-420
Kfz-Kennzeichen: ZKA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 102 MiędzyzdrojeKołobrzeg
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 6 Schulzenämter
Fläche: 37,9 km²
Einwohner:

4110
(31. Dez. 2010) [2]

Bevölkerungsdichte: 108 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3207013
Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Grzegorz Jóźwiak
Adresse: ul. Szosowa 5
72-420 Dziwnów
Webpräsenz: www.dziwnow.pl
Dziwnów

Dziwnów [ˈʥivnuf] (deutsch Dievenow) ist eine Stadt im Powiat Kamieński in Polen und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde. Der Hafen- und Ostseebadeort gehört zur Woiwodschaft Westpommern.

Der Ort befindet sich auf einer durchschnittlich 400 m breiten, 6 km langen Landzunge des pommerschen Festlandes zwischen der Dievenow-Mündung und der Ostsee. Die Landzunge erstreckt sich von Ost nach West der Insel Wolin (Wollin) entgegen und grenzt den Fritzower See (polnisch: Jezorio Wrzosowo) von der Ostsee ab. Bei Dziwnów mündet die Dziwna (Dievenow), der rechte von drei Meeresarmen, welche das Stettiner Haff mit der offenen Ostsee verbinden, in die Ostsee.

Am 1. Januar 2004 erhielt Dziwnów das Stadtrecht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Dievenow war seit 1827 als Seebad bekannt. Es gehörte bis 1945 zur deutschen Provinz Pommern. Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand die Ortschaft aus den vier selbstständigen Orten:

  • Ost-Dievenow
  • Berg Dievenow
  • Klein Dievenow und
  • West- Dievenow.

Die Ortsteile lagen mit Ausnahme von Klein Dievenow auf der 6 km langen Landzunge zwischen der Dievenow-Mündung und der Ostsee. Am weitesten auf der Landzunge vorgeschoben war das See- und Solbad Ost-Dievenow, der seinerzeit bedeutendste Ortsteil von Dievenow. Berg Dievenow war seit 1895 auch Solbad. Das Fischerdorf Klein Dievenow war ursprünglich ein Vorwerk des Dorfes Fritzow[3] in der nördlichen Ecke des Camminer Boddens (Fritzower See). 1935 wurden Berg Dievenow und Ost Dievenow zu Dievenow zusammengeschlossen.[4]

Die Region wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs von der Roten Armee erobert und anschließend unter polnische Verwaltung gestellt. Das deutsche Seebad wurde in Dziwnów umbenannt. Unter der polnischen Verwaltung begann die systematische Enteignung und Vertreibung der einheimischen deutschen Zivilbevölkerung aufgrund der Bierut-Dekrete. Es wanderten Polen und Ukrainer aus Gebieten östlich der Curzon-Linie zu.

[Bearbeiten] Entwicklung der Einwohner- und Gästezahlen

  • Ost-Dievenow
    • 1910: 2700 Badegäste[5]
    • 1923: 1830 Badegäste[6]
  • Berg Dievenow
    • 1910: 339 Einwohner, 2700 Badegäste[7]
    • 1923: 450 Einwohner, 6000 Badegäste[8]
  • Klein Dievenow
    • 1910: 130 Einwohner[9]
    • 1923: 200 Einwohner[10]

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Stadt- und Landgemeinde Dziwnów (Dievenow) umfasst ein Territorium von 37,91 km², auf denen etwa 4000 Menschen leben. Zur Stadt gehören drei weitere Ortschaften:

  • Dziwnówek (Wald Dievenow, auch Klein Dievenow genannt) liegt etwa 2 km von Dziwnów entfernt.
  • Łukęcin (Lüchenthin)
  • Międzywodzie (Heidebrink) besitzt ausgedehnte Strände. Im Winter fast ausgestorben, wird der Ort im Sommer jedoch als polnische Côte d'Azur bezeichnet.

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Dziwnów – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
  3. Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern (Ludwig Wilhelm Brüggemann, Hrsg.). II. Teil, 1. Band, Stettin 1784, S. 35-36, Nr. 13.
  4. Landkreis Cammin. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte 1871–1990. Michael Rademacher, 2006, abgerufen am 15. November 2010.
  5. Meyers Reisebücher: Ostseebäder und Städte der Ostseeküste. 4. Aufl., Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1910, S. 130-134.
  6. Meyers Reisebücher: Deutsche Ostseeküste. Teil II: Rügen und die pommersche Küste mit ihrem Hinterland. 2. Aufl., Leipzig 1924, S. 158-261.
  7. Meyers Reisebücher: Ostseebäder und Städte der Ostseeküste. 4. Auflage, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1910, S. 130-134.
  8. Meyers Reisebücher: Deutsche Ostseeküste. Teil II: Rügen und die pommersche Küste mit ihrem Hinterland. 2. Aufl., Bibliographisches Institut, Leipzig 1924, S. 158-261.
  9. Meyers Reisebücher: Ostseebäder und Städte der Ostseeküste. 4. Auflage, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1910, S. 130-134.
  10. Meyers Reisebücher: Deutsche Ostseeküste. Teil II: Rügen und die pommersche Küste mit ihrem Hinterland. 2. Aufl., Bibliographisches Institut, Leipzig 1924, S. 158-261.
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