E. E. Clive

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Edward E. Clive (* 28. August 1879 in Blaenavon, Monmouthshire, Wales; † 6. Juni 1940 in North Hollywood, Kalifornien) war ein britischer Film- und Theaterschauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Geboren vermutlich 1889 - nach anderen Quellen auch 1883 - in Wales, sollte Edward E. Clive auf Wunsch seines Vaters eigentlich Arzt werden. Er war drei Jahre am St Bartholomew's Hospital beschäftigt, ehe er dann doch mit 22 Jahren Schauspieler wurde.[1] 1912 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und trat unter anderem in Boston am Orpheum Circuit auf. 1926 gab er sein Debüt am Broadway in New York im Stück The Creaking Chair, bei dem er nicht nur als Schauspieler arbeitete, sondern auch als Regisseur und Produzent des Stückes. Am Broadway spielte er bis 1932 noch in drei weiteren Stücken. Insgesamt soll er in seiner gesamten Theaterkarriere in über 1150 Stücken gespielt haben.

1933 gab er sein Filmdebüt im Horrorfilm Der Unsichtbare, wo er einen einfältigen Dorfpolizisten mit Dialekt spielte. Clive war für solche Rollen sehr geeignet, da er gut Dialekte imitieren konnte, was von seinen Theatertouren durch ganz Großbritannien rührte. Die meisten Filmauftritte von E. E. Clive waren zwar kurz, aber umso markanter. Er verkörperte meistens komische Varianten britischer Stereotypen, etwa als nervöser Kutscher im Krimiklassiker Der Hund von Baskerville (1939), sowie in dessen Fortsetzung Die Abenteuer des Sherlock Holmes (1939) in der Rolle eines eingebildeten Polizeikommissars, der den falschen Mann verhaften will. Regelmäßig verkörperte er ebenfalls britische Aristrokraten, etwa als Sir Harry in Der kleine Lord (1936). Ebenso häufig verkörperte Clive die Rolle des Butlers, etwa in der Komödie Die Findelmutter sowie als Bulldog Drummonds Diener Tenny in mehreren Folgen der gleichnamigen Krimireihe. Eine seiner bekanntesten Rollen spielte er als selbstgerechter Bürgermeister in dem Horrordrama Frankensteins Braut (1935).

Einer seiner letzten Filme war die Jane-Austen-Verfilmung Stolz und Vorurteil aus dem Jahr 1940, in der Clive die Rolle des Sir William Lucas bekleidete. Er starb noch im Sommer dieses Jahres im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt. Clive hinterließ seine Frau Eleanor.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: E.E. Clive – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b E.E. Clive, Actor, Dead in the West; Veteran of Stage and Screen Former Manager of Copley Theatre in Boston Filled Character Parts Appeared in 1,159 Legitimate Plays Before Going Into Moving Pictures. In: The New York Times, 7. Juni 1940.