E. G. Marshall

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E. G. Marshall (* 18. Juni 1914 als Everett Eugene Grunz in Owatonna, Minnesota[1]; † 24. August 1998 in Bedford, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

E. G. Marshall als Macbeth (1973)

E. G. Marshall wurde 1914 (einige Quellen nennen auch 1910) als Everett Eugene Grunz geboren. Er war der Sohn von Hazel Irene (1892-1975) und Charles G. Grunz (1882-1959). Einige Marshalls Vorfahren waren Deutsche. Er studierte später am Carleton College und der University of Minnesota.

Marshall arbeitete in allen darstellerischen Bereichen, vom Theater über Film bis hin zu Fernsehen und Hörfunk. Über Jahrzehnte trat er regelmäßig am Broadway in New York auf und spielte in der Originalbesetzung von Arthur Millers Stück Hexenjagd. Im Fernsehen war Marshall von 1959 an in zahlreichen Produktionen zu sehen und trat im Laufe seiner Karriere in zahlreichen bekannten Fernsehserien auf. Von 1961 bis 1965 spielte er die Hauptrolle in der Anwaltserie Preston & Preston, für die er zweimal hintereinander mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. 1994 und 1995 war er in einer seiner letzten Rollen als Dr. Arthur Thurmond in Chicago Hope – Endstation Hoffnung zu sehen.

Daneben war Marshall seit Mitte der 1950er Jahre in Hollywoodfilmen erfolgreich. Eine seiner bekanntesten Rollen spielte er als streng analytischer Geschworener Nr. 4 in dem Filmklassiker Die zwölf Geschworenen mit Henry Fonda. Vielen dürfte er auch durch seine Rolle als notorisch unzufriedener Schwiegervater im Weihnachtsfilm Schöne Bescherung bekannt sein. Über lange Jahre begleitete Marshall zudem die CBS-Hörspielserie Radio Mystery Theater als Conférencier und war gemeinsam mit 45 anderen Schauspielern Gründer des Actors Studio.

Marshall war dreimal verheiratet und hatte sieben Kinder, mit seiner letzten Frau bis zu seinem Tod. Er starb an Lungenkrebs im Jahre 1998 und wurde auf dem Middle Patent Rural Cemetery in North Castle bei New York begraben. Bis zuletzt hatte er als Schauspieler gearbeitet.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. andere Quellen geben auch 1910 an, aber 1914 ist häufiger genannt