Grün S

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Strukturformel
Struktur von Grün S
Allgemeines
Name Grün S
Andere Namen
  • Brillantsäuregrün BS
  • C.I. 44090
  • C.I. Acid Green 50
  • Acilangrün BS
  • Lissamingrün B oder BN
  • Wollgrün B
  • Acid Brilliant Green BS
  • E 142
Summenformel C27H25N2NaO7S2
CAS-Nummer 3087-16-9
PubChem 91525
Kurzbeschreibung

dunkelbraunes bis schwarzes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 576,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol und Glycerin, unlöslich in pflanzlichen Ölen[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36/37/38
S: 36/37/39
Toxikologische Daten

2000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Brillantsäuregrün BS, auch Grün S, ist ein Triphenylmethanfarbstoff, der als Lebensmittelfarbstoff (E 142) verwendet wird.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Grün S ist ein mäßig lichtechtes, hitze-, wenig alkali- und gut säurebeständiges Pulver, das sich mit grüner Farbe (λmax 632 nm) in Wasser gut löst.

Verwendung[Bearbeiten]

Es findet Verwendung zum Färben von Lebensmitteln (Dosenerbsen) und Süßwaren (Pfefferminzfarbe) sowie Getränken, Kosmetika und Wolle, Leder und Papier.[2]

In den USA, Kanada, Japan und Norwegen ist es als Lebensmittelzusatzstoff verboten, obwohl der Körper es unverändert ausscheidet.[6]

Toxikologie[Bearbeiten]

Brillantsäuregrün wird vom Darm praktisch nicht resorbiert und innerhalb von 7 h ausgeschieden. Die EU-Kommission legte im Jahre 2001 eine Erlaubte Tagesdosis von 5 mg/kg Körpergewicht fest.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt Grün S bei Acros, abgerufen am 26. Februar 2010.
  2. a b c Brillantsäuregrün BS. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. März 2014.
  3. a b c Datenblatt Lissamine Green B bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. April 2011 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Eintrag Grün S bei ChemIDplus.
  6. lebensmittel-warenkunde.de: E 142 - Brillantsäuregrün BS.