Butylhydroxyanisol

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Strukturformel
Struktur von Butylhydroxyanisol
Gemisch zweier Strukturisomere
Allgemeines
Name Butylhydroxyanisol
Andere Namen
  • 2-tert-Butyl-4-hydroxyanisol und 3-tert-Butyl-4-hydroxyanisol (Stoffgemisch)
  • BHA
  • E320
Summenformel C11H16O2
CAS-Nummer
  • 25013-16-5 (Isomergemisch)
  • 8003-24-5
  • 9009-68-1
PubChem 24667
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher, brennbarer, lichtempfindlicher Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 180,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

48–55 °C[2]

Siedepunkt

264–270 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335​‐​351
P: 261​‐​281​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22​‐​40​‐​68​‐​63
S: 36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Butylhydroxyanisol (BHA, E 320) ist ein Gemisch von zwei strukturisomeren organischen chemischen Verbindungen aus der Gruppe der Phenolether. Die Mischung wird als synthetisch hergestelltes Antioxidationsmittel eingesetzt. Als Lebensmittelzusatzstoff verhindert es das Ranzigwerden von Nüssen und ähnlichen Knabberartikeln sowie Süßigkeiten. Es wird jedoch auch zur Herstellung von Arzneimitteln und Kosmetika eingesetzt. Wegen der Auslösung von Allergien und organischer Veränderungen im Tierversuch bestehen gesundheitliche Bedenken.[5]

Butylhydroxyanisol gehört zu den in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen und darf bis zu einer zulässigen Höchstmenge in verschiedenen Lebensmittelkategorien eingesetzt werden.[6] Die Einnahme sehr großer Mengen führte zu Magen- und Leberkrebs bei Mäusen.[7] Die Auswirkungen von BHA auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt werden unter REACH im Jahr 2015 im Rahmen der Stoffbewertung von Frankreich geprüft.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Eintrag zu CAS-Nr. 25013-16-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 29. Oktober 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Butylhydroxyanisol bei AlfaAesar, abgerufen am 17. März 2010 (JavaScript erforderlich).
  3. a b Datenblatt Butylhydroxyanisol bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. März 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  5. Oekotest: Datenblatt Butylhydroxyanisol
  6. Zusatzstoff-Zulassungsverordnung - ZZulV. Bundesministeriums der Justiz, 28. März 2011, abgerufen am 21. Juni 2011.
  7. Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert. 3. Auflage München: Wilhelm Heyne Verlag, 2010 ISBN 978-3-453-17074-2.
  8. Community Rolling Action Plan (CoRAP) vom 17. März 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.

Weblinks[Bearbeiten]