Traganth

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Traganth (auch Tragant) ist ein Exsudat aus Stämmen und Zweigen von strauchigen Vertretern der Schmetterlingsblütler-Gattung Tragant (Astragalus).[1] Das gummiartige Gemisch setzt sich aus Polysacchariden und Estern zusammen und wird als säure- und hitzestabiles Verdickungsmittel in Lebensmitteln eingesetzt.[2]

Aufbau[Bearbeiten]

Traganth ist gummiartig. Es besteht zu 60–70 % aus Tragacanthin (auch Tragacanthinsäure oder Traganthin) und zu 30–40 % aus Bassorin (auch Traganthinsäure). Tragacanthin ist ein wasserlösliches Polysaccharid und besteht in der Hauptkette aus D-Galacturonsäure und D-Xylose, L-Fucose sowie D-Galactose in den Seitenketten. Das wasserunlösliche, aber in Wasser gut quellbare Bassorin ist aus L-Arabinose, D-Galactose, L-Rhamnose und dem Methylester der D-Galacturonsäure aufgebaut.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in der Bibel findet Traganth eine Erwähnung (vgl. 1. Buch Mose 37,25 und 43,11).

Anwendung[Bearbeiten]

Als Füllstoff, Stabilisator, Verdickungsmittel oder Geliermittel wird es z. B. Salatsaucen, Backwarenfüllungen und Speiseeis zugesetzt. Es wird Dekormassen wie Blüten- und Modellierpasten beigefügt, um ihnen die erforderliche Elastizität zu verleihen.

Im Tierversuch zeigte es sich problematisch im Hinblick auf Allergien.[1]

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 413 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenbank Zusatzstoffe: Traganth.
  2. a b Tragant. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 22. Februar 2013.