Calciumstearoyl-2-lactylat

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Strukturformel
Calciumion 2 Stearyl-2-lactylat.svg
Allgemeines
Name Calciumstearoyl-2-lactylat
Andere Namen
  • Calcium-2-(2-octadecanoyloxypropanoyloxy)
    propanoat
  • Calcium-bis(2-(1-carboxylatoethoxy)-
    1-methyl-2-oxoethyl)distearat
  • E 482
Summenformel C48H86CaO12
CAS-Nummer 5793-94-2
PubChem 22037
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 895,27 g·mol−1
Löslichkeit

wenig in heißem Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumstearoyl-2-lactylat ist das Calciumsalz der Stearoylmilchsäure; Stearoylmilchsäure ist ein Doppel-Ester der Stearinsäure mit zwei Milchsäure-Einheiten und wird daher als Lactat bezeichnet.

Herstellung[Bearbeiten]

Der Stoff kommt nicht natürlich vor. Er wird in mehreren Schritten durch chemischen Reaktionen von Stearin-, Milch- und Polymilchsäure (Stearoylmilchsäure) mit Calciumverbindungen hergestellt. Möglicherweise werden tierische Fettsäuren verwendet[3] (Milch- und Polymilchsäure).

Verwendung[Bearbeiten]

Calciumstearoyl-2-lactylat ist ein Emulgator und Stabilisator. Es wird in der Lebensmittelindustrie vorwiegend als Mehlbehandlungsmittel und zur Stabilisation bei Milchprodukten eingesetzt. In Wechselwirkung

  • mit Gluten dient es zur Verbesserung der Backeigenschaften von Mehl,
  • mit Stärke bleibt deren Wasserbindungsfähigkeit länger erhalten, sodass Gebäck länger „frisch“ bleibt, und schließlich sorgt es
  • mit den Milcheiweißen für eine bessere Schaumbildung.

Im Lebensmittel zerfällt die instabile Substanz in ihre Bestandteile. Sie gilt als harmlos.

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff (E 482) für bestimmte Lebensmittel (unter anderem Desserts, Liköre, verschiedene Backwaren) mit Höchstmengenbegrenzungen von zwischen drei und acht Gramm pro Kilogramm zugelassen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Monographie vom Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) (PDF; 136 kB)
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. heko.ch: Zusatzstoffe tierischer Herkunft