Dornbirner EC

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Dornbirner Eishockey Club
Dornbirner Eishockey Club
Erfolge

Meister der Nationalliga 2007/08, 2009/10

Vereinsinfos
Geschichte gegründet 1992
EC Dornbirn (1992−200?)
EC TRENDamin Dornbirn (200?−2005)
EC-TREND Dornbirn (2005–2008)
EC Dornbirn (2008–2009)
EC hagn_leone Dornbirn (2009–2012)
Dornbirner Eishockey Club (seit 2012)
Standort Dornbirn, Vorarlberg, Österreich
Spitzname Die Bulldogs
Vereinsfarben schwarz & weiß
Liga Erste Bank Eishockey Liga
Spielstätte Messestadion Dornbirn
Kapazität 4.270 Plätze
Cheftrainer Dave MacQueen
Saison 2013/14 8. Platz, Playoff-Achtelfinale

Der Dornbirner Eishockey Club die 'Bulldogs' ist ein österreichischer Eishockeyverein aus Dornbirn (Vorarlberg), der seit 2012 in der Erste Bank Eishockey Liga spielt. Zuvor waren die Vorarlberger ab 2001 in der Nationalliga aktiv gewesen und hatten dort zwei Meistertitel feiern können.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Der EC Dornbirn wurde im Jahr 1992 als Nachfolgeverein des EHC Dornbirn gegründet und etablierte sich zu Beginn vor allem als Ausbildungsclub, dessen verschiedene Jugendmannschaften rasch Erfolge feiern konnten. 1998 konnten die Superminiknaben, 2001 die Miniknaben und 2002 die Schüler den Meistertitel ihrer jeweiligen Altersklasse gewinnen. Daneben versuchte die Vereinsführung, durch Kooperationsprojekte mit verschiedenen etablierten Mannschaften, Anschluss an das Niveau der Profis zu finden. Im Jahr 2001 trugen diese Bemühungen Früchte, als sich der Club erstmals für die Nationalliga, Österreichs zweithöchste Spielklasse, qualifizieren konnte.

Nationalliga[Bearbeiten]

Der erste größere Erfolg der Vereinsgeschichte stellte der Vizemeistertitel im Jahr 2004 dar, wo man den Grunddurchgang gewinnen konnte, dann aber im Finale den Red Bulls Salzburg mit 0:3 unterlag. In der Saison 2007/08 standen die Dornbirner erneut im Finale und holten gegen das Farmteam der Salzburger den ersten Nationalliga-Titel der Vereinsgeschichte. Nach einem Vizemeistertitel in der Saison 2008/09, in der man im Finale mit 1:3 in der Serie dem EHC Lustenau unterlag, konnten die Bulldogs in der darauf folgenden Saison 2009/10 erneut den Titel in der Nationalliga holen.

Als Zweitplatzierter im Grunddurchgang standen die Dornbirner schon fix im Halbfinale und konnten das Farmteam der Salzburger Red Bulls mit 3:0 besiegen. Im Finale hieß der Gegner HC Innsbruck, der vor der Saison aus der Bundesliga abgestiegen war. Vor den Playoffs hatte man die Mannschaft mit dem ehemaligen KAC-Torhüter Hannes Enzenhofer und den von den Vienna Capitals ausgemusterten Verteidiger Tino Anton Teppert verstärkt. Die Serie gegen Innsbruck konnte schlussendlich mit 3:1 gewonnen werden. Wie schon in den beiden vorangegangenen Spielzeiten hatten die Dornbirner im Finale jedoch in die Rheinhalle, Spielstätte des EHC Lustenau, ausweichen müssen.

Bundesliga[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2012 bewarb sich der EC Dornbirn nach langer Planungsphase um die Aufnahme in die höchste österreichische Spielklasse. Der Bewerbung wurde stattgegeben, womit seit dem Ausstieg der VEU Feldkirch im Jahr 2004 erstmals wieder ein Team aus Vorarlberg in der Bundesliga aktiv ist.[1]

Namenssponsoren[Bearbeiten]

Der EC Dornbirn hatte im Lauf seiner Geschichte mehrere Sponsoren, deren Namen er in der Mannschaftsbezeichnung trug. Lange Zeit lautete der volle Name der Mannschaft EC TRENDamin Bulldogs Dornbirn. Dies wurde in der Spielzeit im Jahr 2005 zu EC-TREND Dornbirn verkürzt, was bis 2008 die offizielle Bezeichnung blieb. Seit der Saison 2009/10 heißt die Mannschaft mit vollem Namen EC hagn_leone Dornbirn. Ihren eigentlichen Beinamen Bulldogs behielt die Mannschaft jedoch immer.

Mannschaft[Bearbeiten]

Meistermannschaften[Bearbeiten]

Nationalliga-Meister

2007/08

Torhüter: Christian Fend, Christof Schwendinger

Verteidiger: Jürgen Fussenegger, Michael Kutzer, Alexander Mellitzer, Patric Scheffknecht, Stefan Spannring, Markus Stengele, Florian Stern, Thomas Urban

Angreifer: Thomas Auer, Manuel Ganahl, Julian Grafschafter, Raphael Herburger, Fabio Hofer, Pascal Kainz, Markus Kosnjak, Michael Lissek, Christian Messner, Alexander Paul, Sascha Rauter, Lukas Schwitzer, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Daniel Smith, Adrian Ströhle, FinnlandFinnland Juha-Matti Vanhanen, Marcel Wolf, KanadaKanada Matt Zultek

Cheftrainer: Kjell G.Lindqvist

Nationalliga-Meister

2009/10

Torhüter: Bernhard Bock, Hannes Enzenhofer, René Burtscher

Verteidiger: Alexander Mellitzer, Tobias Holzer, Stefan Spannring, Igor Iwanow, Michael Kutzer, Sebastian Spiegel, Patric Scheffknecht, Jürgen Fussenegger, Tino Anton Teppert, Bernhard Fechtig

Angreifer: Lukas Schwitzer, Julian Grafschafter, Fabian Glanznig, Fabio Hofer, Martin Pewal, FinnlandFinnland Jussi Tarvainen, Adrian Ströhle, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Murphy, Steven Burger, Roman Schreiber, Benni Schennach, RusslandRussland Dmitri Nabokow, Patrick Spannring, Christian Messner, Thomas Auer, Marcel Wolf

Cheftrainer: Peter Johansson

Bedeutende ehemalige Spieler[Bearbeiten]

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Aaron Fox
    (2010–2011, Stürmer)
Der US-Amerikaner, der zuvor bereits ausgiebige Erfahrungen in der Erste Bank Liga gesammelt hatte, begann seine Zweitliga-Karriere in Dornbirn und sammelte dort in 42 Partien 83 Punkte.
Vanhanen verbrachte insgesamt vier Jahre in Dornbirn und war dort in dieser Zeit mit über 200 erzielten Punkten einer der wichtigsten Spieler. 2008 feierte er mit dem Club auch dessen ersten Meistertitel.
Herburger, der in Dornbirn ausgebildet wurde und 2008 zum EC KAC in die erste Liga wechselte, gilt als eines der besten Beispiele für die erfolgreiche Jugendarbeit in Dornbirn.

Vereinsstatistiken[Bearbeiten]

Nationalliga[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle gibt die Platzierungen des Clubs durch sämtliche Spielzeiten wieder.

Bis zur Saison 2008/09 galt in der Nationalliga die 2-Punkte-Regel (2 Punkte für einen Sieg in regulärer Spielzeit oder Overtime/Shootout), mit Beginn der Spielzeit 2009/10 wurde die 3-Punkte-Regel eingeführt, sodass ein Sieg in regulärer Spielzeit mit 3 Punkten bewertet wurde. Des Weiteren wurden zwischen 2002 und 2010 die Punkte nach der Hälfte des Grunddurchgangs halbiert. Die Spalte »PKT/PT« gibt die tatsächlich erreichten Punkte basierend auf der Anzahl der Siege und Niederlagen wieder.

Saison Liga Hauptrunde Playoffs
SP S N SNV NNV T GT TVH PKT PKT/PT Rang
2001–02 Nationalliga 16 4 8 1 3 65 84 -19 13 6. Viertelfinal-Out
2002–03 Nationalliga 28 6 19 1 2 96 129 -33 12 16 7. Viertelfinal-Out
2003–04 Nationalliga 28 16 5 2 5 156 115 +41 32 41 1. Vizemeister
2004–05 Nationalliga 36 24 11 0 1 162 109 +53 38 49 3. Halbfinal-Out
2005–06 Nationalliga 32 17 8 3 4 132 101 +31 32 44 3. Viertelfinal-Out
2006–07 Nationalliga 32 16 11 3 2 141 115 +26 28 40 5. Viertelfinal-Out
2007–08 Nationalliga 32 20 6 4 2 165 109 +56 36 50 1. Meister
2008–09 Nationalliga 28 17 10 0 1 119 82 +37 38 52 2. Vizemeister
2009–10 Nationalliga 36 19 11 4 2 155 113 +42 47 67 1. Meister
2010–11 Nationalliga 34 21 5 5 3 165 95 +70 76 2. Vizemeister
2011–12 Nationalliga 32 21 5 4 2 156 68 +88 73 3. Halbfinal-Out

EBEL[Bearbeiten]

Saison Sp S N OTN Tore Punkte Anmerkung
2012/13 RS 44 13 28 3 128:183 29
PR 10 5 4 1 26:36 11 Rang 10, keine Playoff-Teilnahme
2013/14 RS 44 21 19 4 144:151 46
PR 10 6 4 0 33:27 15 Rang 8
PO 6 2 3 1 18:24 Viertelfinal-Out
EBEL Hauptrunde 88 34 47 7 272:334 75
EBEL Platzierungsrunde 20 11 8 1 59:63 26
EBEL Playoffs 6 2 3 1 18:24

Legende zur Saisonstatistik:
(GP oder Sp = Spiele insgesamt; W oder S = Siege; L oder N = Niederlagen; T oder U = Unentschieden; OL oder ON = Overtime-Niederlage; SOL oder SON Shootout-Niederlage; P = Punkte; Pct % = Siege in %; GF oder T = Tore; GA oder GT = Gegentore)

Trainergeschichte[Bearbeiten]

Dave MacQueen, Trainer seit 2012
Zeit Nation Trainer Anmerkungen
2007–08 SchwedenSchweden Kjell Lindqvist Meister
2008–09 SchwedenSchweden Kjell Lindqvist Vizemeister
2009–10 SchwedenSchweden Peter Johansson Meister
2010–11 DEU-CAN Jamie Bartman Vizemeister
2011–12 SchwedenSchweden Lenny Eriksson Niederlage im Halbfinale
2012–13 KanadaKanada Dave MacQueen Playoffs verpasst
2013–14 KanadaKanada Dave MacQueen Viertelfinal-Out

Spielstätte[Bearbeiten]

Seit Mitte der 2000er Jahre herrscht eine rege Diskussion um das Messestadion Dornbirn, die Heimspielstätte des Dornbirner Eishockeyclubs. Dieses Stadion wurde von der Stadt Dornbirn als Mehrzweckhalle konzipiert, dadurch wird in der Halle nicht nur Eishockey gespielt. So war es am 24. und 25. September 2006 der Fall, dass David Copperfield seine Zaubershow in der Messehalle veranstaltete. Dadurch konnte die Halle von den Dornbirnern Eishockeyspielern nicht genutzt werden und mit dem Eistraining konnte erst am 5. Oktober begonnen werden.

Dieser Umstand trifft nicht nur die Profimannschaft, sondern auch die Nachwuchsmannschaften, weil sie dadurch auf andere Hallen in Vorarlberg ausweichen müssen, was zusätzliche Kosten verursacht. In den Playoffs 2004 musste der EC Dornbirn aufgrund der Dornbirner Frühjahrsmesse auf die Lustenauer Eishalle ausweichen. In den Spielzeiten 2007/08 und 2009/10 musste die Rheinhalle als Heimstadion dienen, in der Saison 2008/09 spielte der Club in der Vorarlberghalle in Feldkirch.

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Saison Liga Heimspiele Zuschauer Durchschnitt
2006/07 Nationalliga 18 27.345 1.519
2007/08 Nationalliga 23 49.220 2.140
2008/09 Nationalliga 20 41.179 2.059
2009/10 Nationalliga 22 47.428 2.156
2010/11 Nationalliga 22 54.847 2.493
2011/12 Nationalliga 20 37.224 1.861
2012/13 EBEL 27 64.528 2.390
2013/14 EBEL 30 86.274 2.875

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Es ist fix - Dornbirn steigt in die EBEL auf, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 23. Mai 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dornbirner EC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien