EC VSV

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EC VSV
EC VSV
Erfolge
  • 6-facher Österreichischer Meister
  • Nationalliga-Meister 1976/77
Vereinsinfos
Geschichte EC Villacher Sportverein (seit 1923)
EC BIC VSV (1992−1993)
EC Villas VSV (1990er)

EC Heraklith VSV (1999−2005)
EC Pasut VSV (2005−2007)
EC REKORD-Fenster VSV (2010 -2012)
EC VSV (seit 2012)

Spitzname Die Adler
Stammverein EC Villacher Sportverein
Vereinsfarben blau, weiß
Liga Erste Bank Eishockey Liga
Spielstätte Stadthalle Villach
Kapazität ca. 4.500 Plätze
Geschäftsführer Gilbert Isep
Cheftrainer Hannu Järvenpää
Kapitän Gerhard Unterluggauer[1]
Saison 2013/14 5. Platz, Playoff-Halbfinale

Der Eishockey-Club Villacher Sportverein (kurz EC VSV) ist eine österreichische Eishockeymannschaft aus Villach im Bundesland Kärnten, die in der Erste Bank Eishockey Liga spielt. Die Heimspiele werden in der Stadthalle Villach (zirka 4.500 Plätze) ausgetragen. Der VSV konnte bisher 6 Mal (1981, 1992, 1993, 1999, 2002, 2006) den österreichischen Meistertitel erringen. Die Vereinsfarben der Villacher sind blau-weiß, im Logo ist ein Adler zu sehen, dem die Villacher auch den Beinamen Die Adler verdanken.

Geschichte[Bearbeiten]

Aufstieg in die Bundesliga und erste Erfolge[Bearbeiten]

Mit dem Gewinn der Zweitligameisterschaft in der Saison 1976/77 nahm der EC VSV sein Recht zum Aufstieg in die höchste Spielklasse wahr und verblieb dort bis heute, womit der Verein heute nach dem EC KAC der zweitälteste Teilnehmer der Bundesliga ist. Zwar wurde die Mannschaft in ihrer Premierensaison unter Trainer Karol Havasi Letzter (weshalb dieser das Ende der Saison auch nicht erlebte und auf Drängen der Spieler knapp vorher durch Spielertrainer Ryan D'Arcy ersetzt wurde), aber einige der eigenen Nachwuchsspieler, allen voran Leo Sivec, zeigten bereits hier gute Leistungen. Die zweite Saison brachte den fünften Rang, wobei das Hauptproblem der vakante Trainerposten war, der zunächst von Adalbert Saint John und gegen Saisonende vom verletzten Bart Crashley ausgefüllt worden war.

Erstmals Meister[Bearbeiten]

Nachdem auch im dritten Anlauf die Meisterrunde verpasst wurde, brachte die Saison 1980/81 endlich die ersten Erfolge. Dank des Nachwuchstrainings unter Hermann Knoll und einem verstärkten Einbau der jungen Spieler (mit Sivec war der älteste Einheimische zu diesem Zeitpunkt gerade 23 Jahre alt) kämpfte sich der EC VSV im Grunddurchgang bis auf den zweiten Rang vor und konnte schließlich die Meisterrunde knapp vor dem Wiener EV für sich entscheiden. Im Folgejahr verpasste jedoch Sivec aufgrund einer Verletzung den Großteil der Saison, und konditionelle Probleme taten ein Übriges. Sowohl Grunddurchgang als auch Meisterrunde wurden auf einem unbefriedigenden fünften Platz beendet.

Sivec blieb das Verletzungspech auch in der Saison 1982/83 treu. Dazu kam, dass Legionär Douglas Palazzari die Erwartungen nicht erfüllte und durch den Torhüter Marcel Sakac ersetzt wurde, der die schwächelnde Abwehr stützen sollte. Außer dem konsequenten Einbau weiterer Jugendspieler brachte die Saison jedoch keine Erfolge. Dies machte sich vor allem im Folgejahr bezahlt, als sechs Spieler des EC VSV von Trainer Rudolf Killias in die Österreichische Eishockeynationalmannschaft einberufen wurden. Das Problem des Teams blieb aber auch in den folgenden Jahren die mangelnde Konstanz, wobei es jedoch immer wieder herausragende einheimische Spieler gab. Erst in der Spielzeit 1991/92 gelang dem EC VSV der erneute Gewinn des Meistertitels, wobei in den Playoffs kein Spiel abgegeben wurde. Diese Leistung konnte die Mannschaft ein Jahr später wiederholen.

Die Neunziger Jahre[Bearbeiten]

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts des letzten Jahrhunderts konnte der EC VSV mit guten Platzierungen an die vergangenen Erfolge anschließen, aber der große Wurf gelang nicht. In einer Zeit, als die VEU Feldkirch das Geschehen im österreichischen Eishockey dominierte, schied der EC VSV auch einige Male gegen den Lokalrivalen EC KAC in den Playoffs aus. Erst in der Saison 1998/99 konnten die Villacher sich gegen Klagenfurt im Finale wieder durchsetzen und den vierten Meistertitel verbuchen.

Nach der Jahrtausendwende[Bearbeiten]

In der Millenniumssaison und im Jahr darauf wendete sich das Blatt jedoch wieder. Zweimal in Folge musste sich der EC VSV im Finale gegen den KAC geschlagen geben (1:4 bzw. 2:4 Siege). In der Saison 2001/02 trafen die beiden Teams bereits im Halbfinale aufeinander, wo sich diesmal der VSV durchsetzte und sich schließlich im Finale gegen den EHC Linz den fünften Meistertitel sicherte. Diese Saison markierte auch die Premiere des Torhüters Gert Prohaska im Dress des EC VSV. Prohaska hatte den EC KAC mangels Perspektiven verlassen und zählt seither zu den großen Stützen der Mannschaft.

Auch in der Saison 2002/03 gelangte die Mannschaft ins Finale, unterlag diesmal jedoch den Linzern und musste sich ein Jahr später abermals gegen den EC KAC erneut mit dem Vizemeistertitel zufriedengeben.

Die Saison 2004/05 startete recht durchwachsen, und recht schnell wurde klar, dass Trainer Blair McDonald als Nachfolger von Greg Holst keine glückliche Wahl gewesen war. Nach einer 8:11-Heimniederlage gegen den damaligen Liganeuling und Tabellenletzten EC Red Bull Salzburg wurde er vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen und Holst zurückgeholt. Des Weiteren wurde die Gunst der Stunde genutzt und die Mannschaft nach dem Ausfall der NHL-Saison 2004/05 mit folgenden NHL-Spielern verstärkt: Ethan Moreau (Edmonton Oilers), Jason Krog (Mighty Ducks of Anaheim), Eric Weinrich (St. Louis Blues), Reinhard Divis (St. Louis Blues). Zwar stabilisierten sich die Leistungen und brachten nach langer Ungewissheit einen knapp errungenen Playoff-Platz ein (dank des besseren direkten Verhältnisses belegte der EC VSV trotz Punktegleichheit vor dem EC Graz 99ers den vierten Rang), aber im Halbfinale endete die Saison mit drei Niederlagen gegen den späteren Meister Vienna Capitals.

Sechster Meistertitel und Derby-Rekordsieger[Bearbeiten]

Die Spieler des EC VSV feiern den Meistertitel 2005/06.

Für die Saison 2005/06 wurden einige Schlüsselspieler ersetzt, Greg Holst verblieb im Traineramt. Nachdem der EC VSV zusammen mit den Red Bulls Salzburg den Grunddurchgang dominiert hatte, trafen die beiden Vereine erwartungsgemäß auch im Finale aufeinander. Hier erspielte sich der VSV mit 4:2 Siegen seinen sechsten und bisher letzten Meistertitel.

Herausragende Figur des EC VSV war in der Meistersaison 2005/06 vor allem Dany Bousquet, der mit 47 Toren bzw. 86 Punkten auch die Torschützen- und Punktelisten der Liga anführte. Den größten Erfolg dieser Saison stellte sicherlich der entscheidende Treffer im 6. Finalspiel gegen die Red Bulls Salzburg dar, mit dem er in der 78. Spielminute das Spiel und somit auch die Meisterschaft zugunsten des VSV entscheiden konnte. Torhüter Gert Prohaska belegte mit einer Fangquote von 92,85 % klar den ersten Platz in der Torhüterwertung.

Meisterfeier nach der Saison 2005/06 am Villacher Rathausplatz.

Am 20. Februar 2007 endete die längste Siegesserie, die es jemals im Kärntner Eishockey-Derby gegeben hatte. Der EC VSV gewann zwischen dem 18. Februar 2005 und dem 21. Januar 2007 17 Spiele hintereinander. Damit gewann der EC KAC fast zwei Jahre nicht gegen den Eishockey Club Villach.

Am 15. März starteten die Play-Off Halbfinalspiele gegen den Drittplazierten des Grunddurchgangs Black Wings Linz mit einem Heimspiel der Villacher. Der EC VSV gewann in die Serie (best of five) mit 3:0 (7:4, 4:3n.P., 4:3) und traf im Finale auf RedBulls Salzburg. Die Serie (best of seven) ging mit 4:1 (0:2, 4:3 n.P., 3:6, 0:3, 2:4) an die Red Bulls aus Salzburg.

Platzierungen im Mittelfeld (seit 2008)[Bearbeiten]

Die Erste Bank Eishockeyliga Saison 2007/08 verlief für den Kärntner Traditionsverein mit gemischten Gefühlen. Als einziges Team der Ligavereinigung bestritt man den Saisonverlauf ohne Spieleraustausch und konnte zudem erfolgreich mehrere in Villach ausgebildete Nachwuchsspieler in den Mannschaftsstamm integrieren. Dies stellte für 2007/08 im Vergleich zu den Vorsaisonen auch den größten Erfolg im Verein dar.

Die sportlichen Erfolge beschränkten sich lediglich auf das Erreichen des Viertelfinales, wo man am 24. Februar unter großem Beifall von zirka 1000 mitgereisten Auswärtsfans die Saison 2007/08 mit einer 3:0 Auswärtsniederlage gegen den späteren österreichischen EBEL-Meisterschaftsgewinner EC Red Bull Salzburg beendete. Der langjährige Villacher Erfolgstrainer Greg Holst verlautbarte bereits vor dem letzten Play Off Spiel seinen Abschied aus Villach. Seine Nachfolge trat Larry Huras an. Auch einige der Leistungsträger aus den erfolgreichen vorangegangenen Saisonen wurden ersetzt, wobei jedoch die nicht einfache finanzielle Situation des Vereins keine wegweisenden Neuverpflichtungen erlaubte. Die Saison wurde mit dem Aus im Viertelfinale vorzeitig beendet.

Mit der laufenden Saison 2009/10 übernahm Johan Strömwall das Traineramt. Abermals wurden einige Spieler getauscht, und dank eines guten Sommertrainings startete die Mannschaft auch mit fünf Siegen und führte zu Beginn der Meisterschaft auch die Tabelle an. Mit Fortgang des Grunddurchgangs fiel der EC VSV jedoch in das Mittelfeld zurück. Insbesondere die Transferkartenspieler ließen oft die notwendige Klasse vermissen, was jedoch über weite Strecken von den einheimischen Cracks kompensiert werden konnte. Der fünfte Rang nach dem Grunddurchgang stellte so einen beachtenswerten Erfolg dar, da der Mannschaft aufgrund des vergleichsweise geringen Budgets auch kaum Spielraum für personelle Verbesserungen blieb. Das Saisonende kam jedoch abermals im Viertelfinale, als der EC VSV mit 1:4 Siegen gegen den EHC Linz unterlag.

Ähnlich verlief die Spielzeit 2010/11, wo dem Club erneut ein guter Start in die Meisterschaft gelang. Gegen Ende des Grunddurchgangs erfolgte jedoch ein Leistungseinbruch, der schließlich im Februar 2011 in der Entlassung von Trainer Strömwall gipfelte. Sein ehemaliger Co-Trainer, der langjährige VSV-Spieler Michael Stewart übernahm das Amt und führte die Mannschaft nach einem glatten 4:1-Seriensieg gegen den EHC Linz im Viertelfinale bis ins Halbfinale, wo sie jedoch dem Lokalrivalen EC KAC unterlag. Die Playoffs brachten auch den letzten Auftritt von Gert Prohaska im Tor der Villacher, der nach einem vollen Jahrzehnt beim VSV sein Karriereende bekanntgab.

Im Sommer 2011 verließen viele Stützen aus dem eigenen Nachwuchs wie Michael Raffl oder Andreas Kristler den Verein, was einen umfangreichen Umbau des Kaders nötig machte.

Das Ende der Saison 2013/14 brachte einen umfangreichen Kaderumbau mit sich. So wurde der Topscorer John Hughes aufgrund von wiederholten disziplinären Fehltritten entlassen. Ebenso verließen weitere Spieler den Verein, so beispielsweise Scott Hotham, Derek Ryan und Markus Peintner. Als Ersatz für die Abgänge wurden unter anderem John Lammers vom EC KAC, Francois Fortier von den Vienna Capitals und Geoff Waugh verpflichtet.

Mannschaft[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 2014, Sortierung: alphabetisch

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum Im Team seit Geburtsort
41 OsterreichÖsterreich Altmann, MarioMario Altmann V 4. November 1986 2010 Wien, Österreich
19 OsterreichÖsterreich Bacher, StefanStefan Bacher V 4. Juli 1989 2008 Villach, Österreich
20 OsterreichÖsterreich Brunner, NicoNico Brunner RW 17. September 1992 2013 Villach, Österreich
28 OsterreichÖsterreich Göhringer, MariusMarius Göhringer RW 24. Oktober 1992 2012 Villach, Österreich
38 OsterreichÖsterreich Herzog, LukasLukas Herzog TW 07. Februar 1993 2012 Zell am See, Österreich
31 OsterreichÖsterreich Höneckl, ThomasThomas Höneckl TW 10. Oktober 1989 2012 Schwarzach im Pongau, Österreich
51 KanadaKanada Hunter, EricEric Hunter C 11. September 1986 2014 Winnipeg, MB, Kanada
2 KanadaKanada Jarrett, ColeCole Jarrett V 4. Januar 1983 2013 Sault Ste. Marie, Ontario, Kanada
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lamoureux, Jean-PhilippeJean-Philippe Lamoureux TW 20. August 1984 2012 Grand Forks, North Dakota, USA
10 KanadaKanada McBride, Brock Brock McBride C 18. Oktober 1986 2013 Cornwall, Ontario, Kanada
16 OsterreichÖsterreich Nageler, Daniel Daniel Nageler RW 1. September 1986 2012 St. Veit an der Glan, Österreich
21 OsterreichÖsterreich Petrik, Benjamin Benjamin Petrik RW 27. Oktober 1988 2006 Villach, Österreich
36 OsterreichÖsterreich Pewal, Marco Marco Pewal LW 17. September 1978 2011 Villach, Österreich
39 OsterreichÖsterreich Platzer, Patrick Patrick Platzer C 29. Januar 1992 2009 Villach, Österreich
7 SlowenienSlowenien Pretnar, KlemenKlemen Pretnar V 31. August 1986 2012 Bled, SR Slowenien
11 ItalienItalien KanadaKanada Santorelli, MarkMark Santorelli F 6. August 1988 2014 Burnaby, British Columbia, Kanada
42 OsterreichÖsterreich Steiner, KevinKevin Steiner V 17. April 1991 2012 Villach, Österreich
6 OsterreichÖsterreich Unterluggauer, GerhardGerhard Unterluggauer V 15. August 1976 2009 Villach, Österreich
44 Flag of Canada and Croatia.svg Waugh, GeoffGeoff Waugh V 25. August 1983 2014 Winnipeg, Manitoba, Kanada

Meistermannschaften[Bearbeiten]

Dany Bousquet mit Meisterpokal und -medaille. Links daneben: Trainer Greg Holst
Meisterteam der Saison 1991/92
Tor Gus Morschauser (CAN), Gerhard Thomasser
Verteidiger Jeff Geiger, Herbert Hohenberger, Engelbert Linder, Giuseppe Mion, Emanuel Viveiros, Günther Kilzer,
Stürmer Christian Dolinar, Peter Floriantschitz, Kim Issel (CAN), Manfred Mühr, Günther Lanzinger, Wolfgang Kromp, Edward Lebler Peter Raffl, Helmut Petrik, Robert Wachter, Ken Strong, Alfie Turcotte (USA), Peter Rossbacher
Trainer Bart Crashley
Meisterteam der Saison 1992/93
Tor Gus Morschauser (CAN), Gerhard Thomasser
Verteidiger Jeff Geiger, Herbert Hohenberger, Engelbert Linder, Giuseppe Mion, Emanuel Viveiros, Gerhard Unterluggauer, Günther Kilzer
Stürmer Peter Floriantschitz, Kim Issel (CAN), Manfred Mühr, Günther Lanzinger, Wolfgang Kromp, Helmut Petrik Peter Raffl, Gerald Rauchenwald, Gerald Ressmann, Ken Strong, Alfie Turcotte (USA), Andreas Köstl
Trainer Ron Kennedy
Meisterteam der Saison 1998/99
Tor Mike O´Neill (CAN), Gerhard Thomasser
Verteidiger Gordon Donnelly (CAN), Herbert Hohenberger, Engelbert Linder, Brad Schlegel (CAN), Tom Searle, Gerhard Unterluggauer,
Stürmer Chris Baxter (CAN), Gino Cavallini (CAN), Roland Kowalczyk, Günther Lanzinger, Wolfgang Kromp, Eric Murano (CAN), Marty Murray (CAN), Marco Pewal, Martin Pewal, Ray Podloski, Andreas Pusnik, Jean-Yves Roy (CAN), Kent Salfi, Roland Schurian
Trainer Ron Kennedy
Meisterteam der Saison 2001/02
Tor Gert Prohaska, Markus Kerschbaumer
Verteidiger Tom Searle, Mike Stewart, Mario Berger, Rene Wild, Robert Steinwender, Martin Oraze, Patrick Albl, Michael Mana, Stephan Hochenberger Herbert Hohenberger
Stürmer Andreas Pusnik, Wolfgang Kromp, Kent Salfi, Günther Lanzinger, Roland Kaspitz, Stefan Wiedmaier, Rod Hinks (CAN), Winfried Rac, Martin Pewal, Peter Floriantschitz, Nikolas Petrik, Sandro Winkler, Philipp Pinter, Martin Leitner
Trainer Ron Kennedy
Meisterteam der Saison 2005/06
Tor Gert Prohaska, Patrick Machreich
Verteidiger Darrel Scoville (CAN), Mike Stewart, Paul Ullrich, David Slivnik, Alexander Neubauer, Martin Oraze, Mickey Elick (CAN), Thomas Pfeffer, Herbert Hohenberger
Stürmer Thomas Raffl, Roland Kaspitz, Stefan Herzog, Daniel Nageler, Marc Brown (CAN), Nikolas Petrik, Günther Lanzinger, Daniel Gauthier (CAN), Wolfgang Kromp, Christoph Sivec, Stephané Roy (CAN, ersetzte Daniel Gauthier im Playoff), Markus Peintner, Markus Schlacher, Dany Bousquet (CAN), Andreas Judex
Trainer Greg Holst

Spieler[Bearbeiten]

Bedeutende ehemalige Spieler[Bearbeiten]

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Der kanadische Goalie mit dem Spitznamen Speedy war einer der am längsten in Villach spielenden Legionäre und konnte sich bei einem Derby gegen den EC KAC im Jahr 1991 in die Torschützenliste eintragen.
  • KanadaKanada Ken Strong
    (1987–1994, 1995–1996, Angriff)
Ken Strong zählt noch heute zu den Villacher Publikumslieblingen und außerdem zu den erfolgreichsten Stürmern der österreichischen Eishockey-Liga.
Kim Issel wurde in drei Jahren in Villach mit seiner Mannschaft zwei Mal Meister und erzielte in knapp 150 Spielen insgesamt 120 Tore. Heute arbeitet er als Polizist in seiner Heimatstadt Regina.
Rick Cunningham gilt in Villach heute als Prototyp des klassischen Offensiv-Verteidigers und brachte es in seiner Premierensaison auf 24 Tore in 38 Spielen.
Michael Grabner begann mit 15 Jahren in der U20 Mannschaft des VSV und wurde schon mit 16 in der Kampfmannschaft eingesetzt. 2004 verließ er Österreich, um in Nordamerika Fuß zu fassen. Was ihm gelang – heute steht Grabner in der weltbesten Eishockeyliga NHL unter Vertrag.
Der NHL-Veteran kam während des Lockouts 2004/05 nach Villach und brachte es neben 20 Punkten in 19 Spielen auch auf 73 Strafminuten.
Wie sein Kollege Ethan Moreau kam auch Jason Krog wegen des Lockouts nach Villach und avancierte dort zu einem der Topscorer der Liga.
Lanzinger gehörte zum Ende seiner Karriere zu den langgedientesten und erfahrensten Spielern der österreichischen Liga. Er verbrachte seine gesamte Karriere beim EC VSV und konnte insgesamt fünf Meistertitel mit dem Club feiern, ehe er im Frühjahr 2010 seine aktive Karriere beendete.
Wolfgang Kromp verbrachte wie Günther Lanzinger seine gesamte Karriere beim EC VSV und beendete im Jahr 2010 gemeinsam mit diesem seine aktive Karriere. In über 900 Spielen erzielte der Stürmer beinahe 700 Scorerpunkte fü seinen Club.
Der gebürtige Kanadier, der auch die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt, verbrachte insgesamt neun Spielzeiten beim EC VSV, ehe er im Jahr 2010 seine aktive Karriere beendete, und gehörte in dieser Zeit zu den Schlüsselspielern der Villacher Adler. In der Saison 2010/11 war er als Trainer bei den Villachern tätig.
Prohaska kam 2001 vom Lokalrivalen EC KAC nach Villach und blieb zehn Jahre lang der Stammtorwart des Clubs, ehe er 2011 seinen Rücktritt bekannt gab. Mit konstant guten Leistungen führte er den EC VSV zu zwei Meistertiteln und lief in dieser Zeit auch mehrmals für die Nationalmannschaft auf.

Teilnahmen von Spielern am All-Star-Team[Bearbeiten]

Saison Spieler
2006/07 Gert Prohaska, Mike Stewart, Roland Kaspitz, Markus Peintner, Mickey Elick, Darrel Scoville, Dany Bousquet
2007/08 Gert Prohaska, Martin Oraze, Roland Kaspitz, Markus Peintner
2008/09 Gert Prohaska, Mickey Elick, Roland Kaspitz, Thomas Raffl

Spielerrekorde[Bearbeiten]

Die Spielerrekorde beruhen auf den Statistiken seit der ersten Bundesligasaison 1977/78. Inkludiert sind sämtliche Vorrunden- und Playoffspiele.

Saison[Bearbeiten]

Tore
Platz Spieler Tore Saison
1. Dennis Houle 62 1982/83
2. Jackson Penney 60 1994/95
3. Ken Strong 52 1991/92
3. Richard Grenier 52 1983/84
5. Dany Bousquet 47 2005/06
5. Andre Peloffy 47 1980/81
5. Mike Hobin 47 1978/79

Gesamt[Bearbeiten]

Tore
Platz Spieler Tore
1. Wolfgang Kromp 334
2. Peter Raffl 333
3. Ken Strong 299
4. Günther Lanzinger 283
5. Leopold Sivec 251

Trainer[Bearbeiten]

Zeit Nation Trainer Anmerkungen
1977/78 Karol Havasi
1978/79 KanadaKanada
OsterreichÖsterreich
Adalbert Saint John
1979/80 KanadaKanada
OsterreichÖsterreich
Bart Crashley
Gerhard Felfernig
1980/81–1981/82 KanadaKanada Bart Crashley 1 Meistertitel
1982/83 OsterreichÖsterreich Hermann Knoll
1983/84 KanadaKanada
OsterreichÖsterreich
Richard Cunningham
Hermann Knoll
1984/85 TschechoslowakeiTschechoslowakei Rudolf Sindelar
1985/86 OsterreichÖsterreich Hermann Knoll
1986/87 KanadaKanada Richard Grenier
1987/88–1991/92 KanadaKanada Bart Crashley 1 Meistertitel
1992/93–1993/94 KanadaKanada Ron Kennedy 1 Meistertitel
1994/95–1996/97 Ron Ivany
1997/98 Bud Stefanski
1998/99–2001/02 KanadaKanada Ron Kennedy 2 Meistertitel, 2 x Vizemeister
2002/03–2003/04 KanadaKanada Greg Holst 2 x Vizemeister
2004 KanadaKanada Blair MacDonald vorzeitige Entlassung
2005–2007/08 KanadaKanada Greg Holst 1 Meistertitel, 1 x Vizemeister
2008/09 KanadaKanada Larry Huras 1 x Viertelfinal-Out
2009–Februar 2011 SchwedenSchweden Johan Strömwall 1 x Viertelfinal-Out
Februar 2011–2012 KanadaKanadaOsterreichÖsterreich Michael Stewart [2]
seit April 2012 FinnlandFinnland Hannu Järvenpää

Sonstiges[Bearbeiten]

Fankultur[Bearbeiten]

Der EC VSV besitzt mit den Fanclubs Villacher Adler und Absolut Villach sowie seit 14. März 2014 mit dem neuen Fanclub "Blau-Weiß Villach" drei eingetragene Fanclubs. Es existieren daneben jedoch auch noch mehrere inoffizielle Gruppierungen außerhalb Villachs wie beispielsweise die Spaßfraktion in der Bundeshauptstadt Wien.

Nachwuchsarbeit[Bearbeiten]

Der EC VSV ist innerhalb Österreichs bekannt für eine traditionell gute Ausbildung von Jugendspielern. Die diversen Jugendmannschaften konnten in ihrer Geschichte bereits mehrere Meistertitel in den Ligen ihrer jeweiligen Altersklasse erringen. Die U-20 erzielte ihren letzten Titel im Jahr 2008 mit einer erfolgreichen Finalserie gegen den Lokalrivalen EC KAC. Viele Spieler aus der Villacher Kaderschmiede sind mittlerweile bei anderen österreichischen Vereinen oder im Ausland unter Vertrag.

Mit Michael Grabner ist ein ehemaliger Nachwuchsspieler des EC VSV mittlerweile zum Profi in Nordamerika aufgestiegen und scorte zuvor drei Saisonen lang in der Western Hockey League. Außerdem wechselte Thomas Raffl zu Luleå HF in die schwedische Elitserien.

Das Kärntner Eishockey-Derby[Bearbeiten]

Eine jahrzehntelange Rivalität existiert zwischen den Fans des EC VSV und jenen des Klagenfurter Bundesligaclubs EC KAC seit ersterer im Jahr 1977 in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist. Diese Derbies sind regelmäßig ausverkauft und stellen für Fans beider Lager besondere Höhepunkte der Saison dar. Es existiert auch eine von einem Eishockey-Fan betreute Homepage, die „Kärntner Derby-Site“, auf der die Daten sämtlicher zurückliegender Spiele gesammelt und in Form von Statistiken zugänglich gemacht sind. Diese Homepage ist gleichzeitig eines der detailliertesten Nachschlagewerke zur österreichischen Eishockey-Liga.[3] Das letzte Aufeinandertreffen in den Playoffs zwischen den beiden Mannschaften erfolgte in der Saison 2003/04, wo sich der EC KAC im letzten Spiel erst nach Verlängerung den 28. Meistertitel holte.

Die Spiele beider Clubs werden seit Jahrzehnten regelmäßig vom Radiosender Radio Kärnten begleitet, wo im Rahmen des „Kärntner Eishockey-Magazins“ live von den Spielen berichtet wird. Rund um die Live-Einschaltungen werden Quiz-Spiele und Wahlen veranstaltet, in deren Rahmen von den Zuhörern der beste Spieler beider Teams aus der laufenden Saison gewählt wird.

Spielstätte[Bearbeiten]

Die Heimstätte des EC VSV ist die Stadthalle Villach, die 4.500 Zuschauern Platz bietet.

Zuschauerschnitt[Bearbeiten]

Zuschauerstatistik[4]
Saison Heimspiele Zuschauer Zuschauer pro Spiel
Saison 2003/2004 27 79.450 2.943
Saison 2004/2005 25 74.050 2.962
Saison 2005/2006 31 113.508 3.662
Saison 2006/2007 32 132.250 4.133
Saison 2007/2008 25 100.490 4.019
Saison 2008/2009 30 113.800 3.793
Saison 2009/2010 29 108.700 3.748
Saison 2010/2011 32 116.900 3.653

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ecvsv.at/?p=4088
  2. VSV-Trainer Strömwall erklärt Rücktritt, Bericht auf hockeyfans.at vom 10. Februar 2010
  3. http://www.kaerntnerderby.info/
  4. Homepage des ÖEHV

Weblinks[Bearbeiten]