EF Education

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
EF Education First AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft [1]
Gründung 1965
Sitz Luzern, Schweiz
Leitung Bertil Hult
Mitarbeiter ca. 14.000
plus 20.000 Lehrkräfte (2013)[2]
Umsatz 2,0 Mrd. CHF
(2005, Schätzung)[3]
Branche Bildung, Reisen
Produkte Sprachschulen & Sprachreisen, Kulturaustauschprogramme, Bildungsangebote auf Schul- und UniversitätsniveauVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.ef.de

Die Unternehmensgruppe EF Education First ist ein weltweiter Anbieter von Bildungs- (insbesondere Sprachunterricht) und Reisedienstleistungen. Laut Eigenwerbung ist es die größte privatwirtschaftliche Bildungsinstitution der Welt.

EF Education wurde vom Schweden Bertil Hult in Stockholm als Europeiska Ferieskolan (Europäische Ferienschule) gegründet und ist nach wie vor im Familienbesitz. Der Geschäftssitz der Gruppe ist seit 2001 in Luzern; weitere wichtige Büros befinden sich in Boston, Hongkong, Shanghai, London und Zürich. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit ca. 14.000 Festangestellte sowie 20.000 befristete Mitarbeiter (Sprachlehrer und Reiseleiter).

Im nach wie vor stark fragmentierten und oft von gemeinnützigen/öffentlichen Institutionen dominierten Markt der Sprachschulen und Sprachreisen differenziert sich EF Education durch globale Präsenz (eigene Schulen und Verkaufsbüros in über 50 Ländern) und Gewinnorientierung: Das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz schätzte im Mai 2006 den Umsatz der Unternehmensgruppe auf zwei Milliarden Schweizer Franken, bei einer Gewinnmarge von über 10 Prozent.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

EF-Gründer Bertil Hult organisierte 1965 zum ersten Mal eine Gruppenreise für schwedische Studenten nach Südengland. Prinzessin Margaretha von Schweden eröffnete 1978 die erste Internationale EF-Sprachschule in Cambridge. 1983 war die Eröffnung der ersten EF-Sprachschule in den USA. EF English First wurde 1993 die erste ausländisch geführte Sprachschule in Shanghai. 1997 begann die Online-Sprachschule Englishtown.com. 2001 gab es eine Krise wegen der Folgen des 11. September für die Reisebranche. 2001 erfolgte der Umzug des Geschäftssitzes von Amsterdam in die steuergünstigere Schweiz. EF English First wurde 2007 nationaler Partner der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. EF kaufte 2008 sowohl die Huron University in London als auch das Marrymount College in Tarrytown NY/USA. EF und Cambridge University ESOL unterzeichneten 2008 eine umfassende Kooperation. Unter anderem gibt es ein gemeinsames Forschungszentrum in Cambridge. EF gab 2009 bekannt, dass es der offizielle Fremdsprachenpartner der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wird.

Geschäftsfelder und Marken heute[Bearbeiten]

  • Sprachschulen und Sprachreisen:
    • EF Sprachreisen – Organisierte Ferien-Sprachreisen für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 19 Jahren.
    • EF Sprachkurse im Ausland – Sprachkurse für Erwachsene ab 16 Jahren im Gastland; etwa die Hälfte des Konzernumsatzes wird mit diesem Produkt erzielt
    • EF Studienjahr im Ausland – Längerfristige Sprachkurse im Gastland, üblicherweise sechs oder neun Monate als "Gap Year" (Zwischenjahr).
    • EF English First – Englisch-Schulen in nicht-englischsprachigen Ländern, vorwiegend in Schwellenländern; einige English-First-Schulen werden als Franchising betrieben
  • Internet- und Firmenangebote
    • EF Englishtown – virtuelle Sprachschule (mit echten Lehrern) über das Internet
    • EF Language Learning Solutions – Sprachkurse für Firmenkunden und Führungskräfte
  • Kulturaustauschprogramme
    • EF High School Year Abroad – Ermöglicht Schülern, ein Jahr an einer High School zu verbringen; zumeist in den USA, aber auch in Großbritannien und Irland.
    • Cultural Care Au Pair – Ermöglicht jungen Menschen, in den USA als Au-pair zu arbeiten
  • Institute der Höheren Bildung
    • Hult International Business School in Cambridge MA (USA), San Francisco, Dubai, London und Shanghai; eine Universität und Business School, die aus der ehemaligen "Arthur D Little Business School und der ebenfalls aufgekauften Huron University in London hervorgegangen ist
    • EF University Preparation Abroad (vormals: "EF Brittin College") – Eine Institution mit mehreren Standorten in Großbritannien, den USA und Australien, die ausländische Studierende (insbesondere aus weniger entwickelten Ländern) auf ein Studium in englischsprachigen Ländern vorbereitet
    • EF International Academy – Private Oberschulen in den USA, in England, Singapur und Australien; sie bieten die Abschlüsse "Advanced Level" und "International Baccaleaureate" an.
  • Studienreisen (werden in den USA, Kanada und Indien vermarktet)
    • EF Educational Tours – Organisierte Studienreisen für Schulklassen ins Ausland
    • Smithsonian Student Travel – Organisierte Reisen für amerikanische Schulklassen innerhalb der USA
    • EF College Break – Organisierte Studienreisen für College-Studenten ins Ausland
    • GoAhead Vacations – Organisierte Gruppenreisen für US-Amerikaner (überwiegend Rentner)

Sprachen[Bearbeiten]

Die internationalen Sprachschulen von EF unterrichten derzeit die folgenden sieben Sprachen:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag der «EF Education First AG» Handelsregister des Kantons Luzern
  2. EF: Über EF, abgerufen am 22. Januar 2013
  3. a b Bilanz, Ausgabe 10/06, 23. Mai 2008