EHC Basel

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EHC Basel Sharks
EHC Basel Sharks
Grösste Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte EHC Basel (1932-1933)
EHC Basel-Rotweiss (1933−1990)
EHC Basel KLH Dragons (1990−2003)
EHC Basel (2003−2009)
EHC Basel Sharks (2009-2014)
Spitzname EHC
Stammverein EHC Basel
Vereinsfarben rot, schwarz und weiss
Liga National League B
Spielstätte St. Jakob-Arena
Kapazität 6'612 Plätze (davon 4'126 Sitzplätze)
Cheftrainer Dino Stecher
Kapitän Marvin Frunz
Saison 2013/14 Platz 6, Playoff-Viertelfinal

Der EHC Basel ist ein schweizerischer Eishockeyclub aus Basel. Gegründet wurde er am 14. Oktober 1932; er ging aus der Eishockeysektion des SC Rotweiss hervor, welcher 1931 gegründet wurde. Bisher konnte der EHC noch keinen Meistertitel gewinnen, wurde aber 1946 und 1952 Vize-Schweizermeister und war 1956, 2003 und 2005 NLB-Meister. Am 23. Juni 2014 gab der Verwaltungsrat des EHC Basel bekannt, dass die EHC Basel Konkurs beantragt hätte.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfangszeit[Bearbeiten]

Bereits 1931/32 entstand im Sportclub Rotweiss eine Eishockey-Sektion, deren Namen im Oktober 1932 in EHC Basel geändert wurde. Ein weiteres Jahr später fusionierten die beiden Vereine zum EHC Basel-Rotweiss. Obwohl der neue Klub bereits im darauffolgenden Jahr Serie-B-Meister der Zentralschweiz wurde, waren die ersten Jahre beschwerlich: 1935 gab es Massenaustritte und der Neue Eishockey-Club Basel (NEHCB) wurde gegründet. Dieser wurde jedoch bereits 1939 wieder aufgelöst und mit dem EHC Basel-Rotweiss rückfusioniert. Der EHC Basel-Rotweiss aber überlebte und wurde in den Saisons 1936/37 und 1937/38 erneut Serie-B-Meister der Zentralschweiz. 1941 stieg der EHC in die Nationalliga A auf und konnte sich durch die Kriegsjahre in der höchsten Liga halten. 1945/46 gilt als Saison des Durchbruchs. Nur knapp wurde der Meistertitel verpasst und die junge Mannschaft des EHC wurde Zweite in der Meisterschaft. Zum ersten Mal konnten gegen der Zürcher SC (3:4-Auswärtssieg) und den HC Davos (4:4) Punkte erkämpft werden. Regelmässig besuchten in dieser Zeit zwischen 5'000 und 10'000 Zuschauer die Kunsteinsbahn St. Margerethen. In der gleichen Saison bestritt der EHC Basel-Rotweiss als Nationalmannschaft Schweiz B offizielle Spiele gegen Belgien und Holland, die beide gewonnen wurden. Zudem spielte man als EHC Basel-Rotweiss gegen den kanadischen Armeemeister und verlor dabei 6:2. In der Saison 1948/49 konnte der EHC als erstes Team überhaupt den HC Davos in Davos besiegen. Der 2:1-Auswärtserfolg (und ein 4:4 zu Hause) verhinderte einen weiteren Meistertitel der Bündner. 1952 wurde der EHC Basel-Rotweiss zum zweiten Mal Vize-Meister und gilt als grösster Eishockey-Verein der Schweiz. 1952/53 stiegen die Basler ein erstes Mal in die Nationalliga B ab, nachdem das entscheidende Spiel gegen Ambri 7:3 verloren ging. 1956 konnte der EHC nach dem Gewinn der Meisterschaft in der NLB um den Aufstieg spielen. Gegner im entscheidenden Relegationsspiel auf der Basler Kunsteinsbahn war der SC Bern. Das Spiel wurde 10:9 gewonnen, wobei Ron Barr erst zwei Minuten vor Spielende den entscheidenden Siegestreffer erzielen konnte. Der EHC Basel konnte sich für einige Jahre – und zum letzten Mal für lange Zeit – in der obersten Spielklasse halten.

40 Jahre Niemandsland[Bearbeiten]

Ab den 1960er-Jahren blieben die Erfolge aus und der EHC rutschte immer weiter in die unteren Spielklasse ab: Erst der vermeintliche Abstieg 1962 in die Nationalliga B, der nur durch die Aufstockung der Nationalliga A nicht Tatsache wurde, dann der definitive Abstieg in die Nationalliga B 1963. Das Relegationsspiel wurden gegen die Zürcher Grasshoppers ausgetragen und verloren. Bereits 1966/67 erfolgte sogar die Relegation in die 1. Liga, die dritthöchste Spielklasse. 1969 übernahm Kurt Sepp das Traineramt und nachdem sich das Team mit dem Alt-Internationalen Pio Parolini verstärkt hatte, gelang 1972 der Wiederaufstieg in die Nationalliga B. Die Freude währte allerdings nur kurz und nach der Relegation in die 1. Liga war der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte 1977 mit dem Abstieg in die 2. Liga erreicht. Die folgenden Jahre war der EHC Basel das was als "Liftmannschaft" bezeichnet wird – einmal oben, dann wieder unten. 1984 wurde zusammen mit Jim Koleff als Topscorer der Wiederaufstieg in die Nationalliga B erkämpft, aber bereits 1987 ging es wieder steil bergab - direkt bis in die 2. Liga. 1988 wurde der EHC mit Hilfe von Donatoren vor dem Konkurs gerettet; 1990 fusionierte der Verein mit dem EHC Kleinhüningen zum EHC Basel KLH Dragons. Obschon für die erste Mannschaft die EHC Basel AG gegründet wurde, heissen die Junioren und Nachwuchsteams immer noch EHC Basel KLH Dragons. In den 1990er Jahren hielt sich der EHC Basel KLH in der 1. Liga bevor im Jahre 2000 trotz einer Niederlage im Playoff-Final und dank einer Aufstockung der Nationalliga B, der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse gelang.

Wieder dabei[Bearbeiten]

Zwischen 1977 und 1999 pendelte der EHC zwischen der Nationalliga B (von 1984-1987) und 2. Liga, bis 2000 der Wiederaufstieg in die Nationalliga B am grünen Tisch erfolgte. 2002 wurde die neue Eishalle eingeweiht. Am 23. März 2003 gewann der EHC Basel den Final der B-Meisterschaft gegen Visp und nach 40 Jahren konnte die direkte Promotion in die Nationalliga A gefeiert werden. Zum Erfolg beigetragen haben Präsident Michael Geiger und Trainer Beat Lautenschlager. Gleichzeitig mit der Promotion wurde der Club in EHC Basel umbenannt. In der Saison 03/04 spielte der EHC eine miserable Qualifikation; er konnte sich zwar in den Relegationsspielen gewaltig steigern, jedoch war der Abstieg nicht mehr zu verhindern. Mit der Verpflichtung von Kent Ruhnke, ehemaliger Meistertrainer des SC Bern, unterstrich der EHC Basel seine Ambitionen auf den baldigen Wiederaufstieg. Die Saison verlief äußerst erfolgreich: Basel wurde B-Meister und besiegte in der Ligaqualifikation den HC Lausanne in der Best-of-7-Serie mit 4:3 und stieg somit wieder in die Nationalliga A auf. Mit gezielten Verstärkungen hatte man sich auf die neue Saison vorbereitet. Die erste Ausländerposition besetzte der Schwede Niklas Anger, der von B-Finalist HC Sierre kam.

Logo bis Ende Saison 2008/09

In der Saison 2005/06 schaffte der EHC Basel mit dem 6. Rang in der Qualifikation überraschend den Sprung in die Playoff-Viertelfinals und gleichzeitig den vorzeitigen Ligaerhalt. Dort kam es zum Duell gegen den Titelverteidiger HC Davos. Er verlor die Best-of-seven Serie mit 4:1, wobei er im 1. Heimspiel noch gegen Davos gewinnen konnte, jedoch im 3. Spiel auswärts ein "Stängeli" kassierte.

Die Saison 2006/07 war im Gegensatz zur vorangegangenen enttäuschend. Nach einem überraschend hervorragenden Blitzstart rutschte der Verein kontinuierlich in die Krise, sodass Ende 2006 Ruhnke entlassen wurde und durch Mike McParland ersetzt wurde. Mit diesem erreichte der EHC Basel zwar auch nicht mehr als den 12. und letzten Rang in der Qualifikation, konnte aber dafür in der zweiten Playoutrunde gegen Langnau den Klassenerhalt und den elften Schlussrang sichern. Mike McParland wurde nach einer schwachen Saison 2007/08 in den Playoutfinals gegen den HC Ambrì-Piotta durch Assistenztrainer Glen Williamson ersetzt.

Nach der verlorenen Serie gegen Ambri-Piotta, scheiterte der EHC Basel in der Ligaqualifikation ebenfalls am NLB-Sieger EHC Biel mit 0:4 in der Serie. Am 8. April 2008 stieg der EHC Basel nach drei Jahren in der höchsten Spielklasse wieder in die National League B ab.

Die Saison 2008/09 stand im Zeichen eines Neuanfangs. Nur gerade ein einziger Spieler setzte seine Karriere beim EHC Basel fort. Auch wurde mit Kari Rauhanen ein neuer Trainer verpflichtet, der mit der stark verjüngten Mannschaft zu arbeiten begann. Die Ziele mussten nach unten angepasst werden. Der EHC Basel setzt fortan vermehrt auf den Ausbau der Nachwuchsorganisation und erhielt vom Schweizerischen Eishockeyverband das Label eines Leistungszentrums. Insbesondere strebt der Verein eine engere Zusammenarbeit mit den regionalen Eishockeyklubs an und hat in diesem Zusammenhang auch die Namensänderung vollzogen.

Basel Summer Ice Hockey[Bearbeiten]

Vom 19. bis 22. August 2009 fand das erste Mal das Turnier Basel Summer Ice Hockey statt. Dabei traten fünf Mannschaften aus dem In- und Ausland, der HC Davos, HC Servette Genève, SKA Sankt Petersburg, HK Dinamo Minsk und Bílí Tygři Liberec, sowie der gastgebende EHC Basel an.

Ein Jahr später ging vom 18. bis 22. August 2010 die zweite Austragung über die Bühne. Neben dem Gastgeber EHC Basel Sharks nahmen auch die Teams HC Servette Genève, Barys Astana, HC Eaton Pardubice, Titelverteidiger SKA Sankt Petersburg und der Turniersieger HC Slovan Bratislava teil.

Das dritte Basel Summer Ice Hockey Turnier fand vom 17. bis 21. August 2011 statt. Bei den sechs Teilnehmer aus fünf Länder handelte es sich zum um SKA Sankt Petersburg, Barys Astana und den Gastgeber EHC Basel Sharks, sowie erstmals um den SC Bern, die Krefeld Pinguine und den späteren Turniersieger JYP Jyväskylä.

Der Verwaltungsrat der EHC Basel Sharks hat entschieden, das Basel Summer Ice Hockey im Jahr 2012 nicht mehr durchzuführen.

Spielstätten[Bearbeiten]

Der EHC Basel trägt seine Heimspiele seit 2002 in der St. Jakob Arena aus. Die 6612 Zuschauer fassende Arena zählt zu den grössten und modernsten der National League B. Mit dem Bau war der Wegzug von der Kunsteisbahn ('Kunschti') St. Margarethen verbunden. Die Fankurve wird "Brüglingerkurve" genannt.

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Saison Zuschauer-
schnitt
Zuschauer
Maximum
Zuschauer
Minimum
National League B 2002/03 2836 6330 1210
National League A 2003/04 3267 6612 1223
National League B 2004/05 2617 6600 956
National League A 2005/06 3366 6600 2024
National League A 2006/07 2764 4531 1714
National League A 2007/08 2358 5900 1408
National League B 2008/09 1027 3115 609
National League B 2009/10 1021 1671 669
National League B 2010/11 1363 3378 888
National League B 2011/12 1261 1494 1007
National League B 2012/13 1376 4580 1003

Trainer[Bearbeiten]

Dany Gelinas
Name Saison
Bobby Bell 1932/33
Cameron Seale 1934/35
Paul "Puzzi" Müller 1935/36 - 1936/37
Ed Peebles 1937/38 - 1938/39
Otto Rauth 1939/40 - 1941/42
Rudolf Mathys 1942/43 - 1948/49
Win Cook 1949/50
Tommy Durling 1950/51 - 1952/53
Les Anning 1953/54 - 1954/55
Ron Barr 1955/56 - 1957/58
Ed Zukiwsky 1958/59
Sandy Archer 1959/60 - 1962/63
Bibi Torriani 1963/64 - 1965/66
Peter Wiesner 1966/67
Dr. Jancuska 1967/68 - 1968/69
Kurt Sepp 1969/70 - 1972/73
Dany Malone 1973/74
Jack Stanfield
Tino Catti
Urs Dieter Jud
1974/75
Kurt Sepp 1975/76
Herbert Oberholzer 1976/77 - 1977/78
Leonard von Rohr 1978/79 - 1980/81
Robert Steffen 1981/82 - 1983/84
Name Saison
Toby O'Brian 1983/84
Brian Lefley
Jim Koleff
1984/85
Bernie Johnston
Glen Williamson
1985/86
Miroslav Berek 1986/87 - 1887/88
Kenneth Brown
Jean Helfer
1987/88
Peter Tschudin 1988/89
Milan Mrukvia 1989/90 - 1990/91
Georg Hüttig 1991/92
Res Künzi 1992/93 - 1996/97
Larry Ruch 1997/98
Alfred Lüthi 1998/99 - 2000/01
Beat Lautenschlager 2001/02 - 2002/03
Bob Leslie 2003/04
(bis 17. Nov. 2003)
Paul-André Cadieux 2003/04
Kent Ruhnke 2003/04 - 2006/07
(bis Dez. 2006)
Mike McParland 2006/07 - 2007/08
Glen Williamson
Benoît Laporte
2007/08
Kari Rauhanen 2008/09 - 2009/10
Dany Gelinas 2010/11 - 2012/13
Name Saison
Daniel Baur Jan.-Mai 2013
Dino Stecher 2013/14

Spieler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue Zürcher Zeitung, EHC Basel meldet Konkurs

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: EHC Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien