EHC Waldkraiburg

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EHC Waldkraiburg
EHC Waldkraiburg
Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte VfL Waldkraiburg (Gründung 1968)
EHC Waldkraiburg (Ausgliederung 1991)
Spitzname Die Löwen
Stammverein VfL Waldkraiburg
Vereinsfarben blau, gelb
Liga Eishockey-Bayernliga
Spielstätte Eissporthalle Waldkraiburg
Kapazität 3.500 Plätze (davon 3.000 Sitzplätze)
Cheftrainer Petr Vorisek
Kapitän Peter Richter
Saison 2012/13 12. Platz

Der Eishockeyclub Waldkraiburg ist ein Eishockeyclub aus Waldkraiburg im Kreis Mühldorf am Inn und nimmt seit 2011 am Spielbetrieb der Eishockey-Bayernliga teil, wobei die erste Mannschaft des EHC, genauso wie die des VfL Waldkraiburg, schon höherklassig spielte.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung des VfL Waldkraiburg[Bearbeiten]

Im Winter 1968/69 wurde im VfL Waldkraiburg die Eishockeyabteilung gegründet. Gründungsmitglieder und Organisatoren waren der aus Miesbach stammende Heini Hitzenberger, der zugleich Trainer der Mannschaft und 1. Vorsitzender war. Die Hauptinteressierten an der Sportart waren damals vor allem Spätaussiedler aus der Tschechoslowakei, zu denen noch einige Einheimische hinzukamen. Diese „Eishockeypioniere“ legten den Grundstein für das heutige Eishockey in der Stadt Waldkraiburg.

Seit der Gründung im Jahre 1968 bemühte sich der Verein, eine spielfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Dies gelang erst zwei Spielzeiten später, als der VfL zur Saison 1971/72 offiziell in den Bayerischen Eissportverband aufgenommen wurde. Zur Saison 1976/77 tauchte der Verein erstmals im höherklassigen Eishockey in der Regionalliga Süd auf und spielte ab 1983/84 in der Oberliga. In der darauffolgenden Saison gelang der Mannschaft der Aufstieg in die 2. Bundesliga, aus der sich die Waldkraiburger nach dem sportlichen Klassenerhalt im Sommer 1986 wieder in die Landesliga Bayern zurückzogen. Nach zwei Spielzeiten war die Mannschaft wieder in die Regionalliga Süd aufgestiegen und konnte in der Saison 1989/90 erneut in die Oberliga Süd aufsteigen. 1991 spaltete sich schließlich die Eishockeyabteilung vom Hauptverein ab und ist nun als EHC Waldkraiburg aktiv.

Ausgliederung in den EHC Waldkraiburg 1991[Bearbeiten]

Nach der Saison 1991/92 stieg die Mannschaft in die Regionalliga ab. 1994 wurde bei der Ligenneueinteilung nach Einführung der Deutschen Eishockey-Liga der EHC in die 2. Liga Süd eingestuft. Nach der Einführung der 2. Bundesliga im Jahr 1998 wurde die Mannschaft in die 2. Liga Süd zurückgestuft. Nach der Saison 1998/99 zog der Verein die Mannschaft in die Landesliga Bayern zurück, aus der im Sommer 2000 als Meister der Liga der Wiederaufstieg in die Bayernliga – die höchste Amateurspielklasse des Bayerischen Eissportverbandes – gelang. Zugleich gewannen die Löwen den Bayernkrug, den bayerischen Eishockeypokal.

Seit der Saison 2004/05 nimmt der EHC Waldkraiburg zusätzlich zur 1. Mannschaft auch mit einer 2. Amateurmannschaft am Spielbetrieb teil. 2006 holte die erste Mannschaft den Vizemeistertitel hinter dem Meister Höchstadter EC, der auf einen Aufstieg verzichtete, und damit gleichzeitig die sportliche Qualifikation für einen Aufstieg in die Oberliga. Diese Aufstiegsmöglichkeit nahm jedoch auch der EHC Waldkraiburg aufgrund der unverhältnismäßigen finanziellen Mehrbelastung einer deutschlandweit eingleisigen Liga nicht wahr. In der Saison 2007/08 gewann der EHC Waldkraiburg die Bayerische Meisterschaft. Der Verein verzichtete ebenfalls aus finanziellen Gründen im Dezember 2007 auf die als Meister sportlich erreichte Möglichkeit eines Aufstiegs in die Oberliga. Sportlich verpasste die Mannschaft in der Spielzeit 2008/09 die Aufstiegsrunde und beendete mit dem 10. Platz nach der Vorrunde die Saison vorzeitig. Nachdem 2010 die Mannschaft aus der Bayernliga in die neu gestaltete Landesliga Bayern- Süd/West. abgestiegen war, gelang in dieser Spielklasse zwar der Gruppensieg - jedoch unterlag die Mannschaft im Playoff-Halbfinale gegen den EHC 80 Nürnberg und verpaßte damit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bayernliga. Durch den Sieg im Spiel um Platz 3 der Landesligameisterschaft gegen die Mannschaft von EA Schongau besteht noch die Chance als erster Nachrücker in die Bayernliga aufzusteigen. Durch den Aufstiegsverzicht vom ESV Waldkirchen steht der EHC Waldkraiburg als 2. Aufsteiger fest und spielt in der kommenden Saison BEL.

Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Liga Platzierung
1971/72 Kreisklasse
1972/73 Kreisklasse
1973/74 Kreisklasse Aufsteiger
1974/75 Bayernliga
1975/76 Bayernliga Aufsteiger
1976/77 Regionalliga 4. Platz
1977/78 Regionalliga 5. Platz
1978/79 Bayernliga
1979/80 Bayernliga
1980/81 Bayernliga Aufsteiger
1981/82 Regionalliga 8. Platz
1982/83 Regionalliga Vizemeister
1983/84 Oberliga 7. Platz
1984/85 Oberliga Aufsteiger
Saison Liga Platzierung
1985/86 2. Bundesliga 10. Platz
1986/87 Landesliga C Meister
1987/88 Bayernliga Meister
1988/89 Regionalliga Meister
1989/90 Regionalliga Vizemeister
1990/91 Oberliga 15. Platz
1991/92 Oberliga 16. Platz
1992/93 Regionalliga 7. Platz
1993/94 Regionalliga 6. Platz
1994/95 2. Liga Süd 15. Platz
1995/96 2. Liga Süd 15. Platz
1996/97 2. Liga Süd 13. Platz
1997/98 2. Liga Süd 13. Platz
1998/99 2. Liga Süd 4. Platz
Saison Liga Platzierung
1999/00 Landesliga Meister
2000/01 Bayernliga 7. Platz
2001/02 Bayernliga 7. Platz
2002/03 Bayernliga 7. Platz
2003/04 Bayernliga 4. Platz
2004/05 Bayernliga 5. Platz
2005/06 Bayernliga Vizemeister
2006/07 Bayernliga 7. Platz
2007/08 Bayernliga Meister
2008/09 Bayernliga 10. Platz
2009/10 Bayernliga 11. Platz/Abstieg
2010/11 Landesliga S/W Meister/Aufstieg
2011/12 Bayernliga 11. Platz
2012/13 Bayernliga 12. Platz

Spielstätte[Bearbeiten]

Der EHC Waldkraiburg trägt seine Heimspiele im Städtischen Kunsteisstadion aus. Es besitzt eine Kapazität von 3.500 Zuschauern, wovon 3.000 Sitzplätze vorhanden sind. Das Stadion wurde 1971 als offene Kunsteisbahn erbaut und 1975 überdacht. Betreiber sind die Stadtwerke Waldkraiburg GmbH.

Weblinks[Bearbeiten]

48.22169722222212.398738888889Koordinaten: 48° 13′ 18″ N, 12° 23′ 55″ O