ELSHAM

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ELSHAM ist eine Menschenrechtsorganisation in West-Neuguinea, Indonesien. Die Abkürzung steht auf Indonesisch für Institut für Menschenrechtsstudien und –verteidigung.[1] Sitz der Nichtregierungsorganisation (NGO) ist Jayapura. Einige ihrer führenden Repräsentanten wie John Rumbiak leben im Exil.

ELSHAM engagiert sich gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in dem an Rohstoffen reichen West-Papua. Vertreter der NGO berichten dazu regelmäßig über die Menschrechtslage in dem seit den 1960er-Jahren zu Indonesien gehörenden Landesteil.[2][3] Die Zahl der seitdem dort stattgefundenen außergerichtlichen Tötungen wird von ELSHAM auf 100.000 geschätzt.[4] Einer der Brennpunkte des Konfliktes ist die von Freeport-McMoRan betriebene Grasberg-Mine, um die es in der Vergangenheit mehrfach zu blutigen Auseinandersetzungen kam. ELSHAM kritisierte in diesem Zusammenhang scharf das Vorgehen des indonesischen Militärs gegen Demonstranten.[5] Auch Vertreter von ELSHAM wurden selbst - besonders aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung - zur Zielscheibe von Übergriffen. Rumbiak floh 2002 nach Drohungen der indonesischen Polizei in die USA. Dort wurde er als Gastdozent an die Columbia-Universität in New York berufen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Porträt von ELSHAM-Leiter John Rumbiak in der australischen Zeitung The Age

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. indonesisch: Lembaga Studi dan Advokasi Hak Asasi Manusia, auf englisch auch als IHRSTAD abgekürzt für: Institute for Human Rights Study and Advocacy
  2. New York Times: Dozens Killed in Separatist Clash in Indonesia, 8. Oktober 2000
  3. The Age: Indonesian security forces accused in killing, 3. September, 2002
  4. a b The Age: The exile who fights for the rights of all Papuans, 27. Februar 2003
  5. taz: Tote bei Protest gegen Goldmine, 17. März 2006