EMD F-Serie

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Als EMD F-Serie, englisch EMD F-unit oder F-series, wird eine Reihe von Diesellokomotiven des US-amerikanischen Lokomotivbauers General Motors Electro-Motive Division (EMD) bezeichnet. Obwohl diese Maschinen ursprünglich als Güterzug-Lokomotiven gebaut wurden, entstanden in der Folge auch Ausführungen für den Personenzugdienst. 7.592 Maschinen dieser Baureihe wurden von November 1939 bis November 1960 vor allem in den EMD-Werkhallen in La Grange, Illinois produziert. 2.904 Exemplare wurden als führerstandslose B-Einheiten gebaut. Damit war diese Baureihe, neben der gleichzeitig angebotenen E -Serie, eine der ersten Großdiesellokomotiven, der ein längerfristiger kommerzieller Erfolg beschieden war.

Entwicklung[Bearbeiten]

Im November 1939 stellte EMD den Prototyp einer vierachsigen dieselelektrischen Güterzuglokomotive, die Baureihe FT, vor. Vier dieser Fahrzeuge, jeweils zwei Exemplare mit Führerstand und zwei führerstandslose Einheiten waren zu einer vierteiligen Einheit zusammengekuppelt. Jede dieser Lokomotiven leistete 1.000 kW, insgesamt wurden 4.000 kW erzielt. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 120,7 km/h (75 mph).

Modelle[Bearbeiten]

Variante von bis Leistung A-Units
mit Führerstand
B-Units
ohne Führerstand
FT 1939 1945 1.350 hp (1.000 kW) 555 541
F2 1946 1946 1.350 hp (1.000 kW) 74 30
F3 1946 1949 1.500 hp (1.118 kW) 1111 696
F7 1949 1953 1.500 hp (1.118 kW) 2366 1483
FP7 1949 1953 1.500 hp (1.118 kW) 378
F9 1954 1957 1.750 hp (1.305 kW) 87 154
FP9 1954 1959 1.750 hp (1.305 kW) 79
FL9 1956 1960 1.750/1.800 hp (1.305/1.342 kW) 60

Die Reihen FP7 und FP9 waren für den Personenverkehr vorgesehen und deshalb mit einem großen Dampfheizkessel ausgerüstet. Um genügend Platz für den Dampfheizkessel zu bekommen waren die Maschinen rund 1,20m länger als die anderen Loks der F-Serie. Die Reihe FL9 war eine Ausführung der F9 mit Hybridantrieb für die New York, New Haven and Hartford Railroad. Neben dem konventionellen Dieselantrieb konnten diese Maschinen bei Fahrten im New Yorker Tunnelsystem ihren Fahrstrom aus einer Stromschiene beziehen.

Konstruktion[Bearbeiten]

Bei allen Maschinen der F-Serie kamen die von EMD entwickelten Dieselmotoren 16-567 bis 16-567C zum Einsatz. Die erste Zahl bezeichnet die Anzahl der Zylinder (16), die zweite den Hubraum pro Zylinder in Kubikzoll. Die früheren Modelle FT und F2 verwendeten den 1.350 hp = 1.000 kW starken Motor 16-567. Für die Modelle F3 und F7 stand der weiterentwickelte entwickelte Motor 12-567B mit 1.500 hp / 1.100 kW zur Verfügung. Bei den Baureihen F9, FP9 und FL9 konnte die Motorleistung mit dem Modell 16-567C (1.750 hp / 1.300 kW) nochmals gesteigert werden.

Im Gegensatz zur E-Serie von EMD waren die Modelle der F-Serie nur mit einem Motor pro Lokomotive ausgestattet. Deshalb konnten die Maschinen mit den von Martin Blomberg konstruierten zweiachsigen Drehgestellen ausgerüstet werden. Alle vier Achsen waren angetrieben, wodurch sich die Achsfolge Bo'Bo' ergab. Lediglich die Maschinen der Baureihe FL9 mussten, bedingt durch den zusätzlichen Transformator für den Hybridantrieb, ein dreiachsiges Drehgestell erhalten. Somit wurde die sehr seltene Achsfolge Bo'(A1A)' zum Markenzeichen dieser Maschinen. Die Achszahl der F-Serie war, neben der geringeren Länge, das Hauptunterscheidungsmerkmal zu den Personenzuglokomotiven der E-Serie, die allesamt sechs Achsen besaßen.

Siehe auch[Bearbeiten]