EMT Aladin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aladin
Aladin der Bundeswehr
Typ: Aufklärungsdrohne
Entwurfsland: DeutschlandDeutschland Deutschland
Hersteller: EMT

Die Aladin ist eine Aufklärungsdrohne der deutschen Firma EMT. Der Name Aladin ist ein Akronym ihrer Beschreibung und steht für abbildende luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich. Ausgangspunkt für die Programmentwicklung war im März 2005 eine Bestellung von 115 Drohnensystemen durch die Bundeswehr für die Heeresaufklärungstruppe. Am 19. Oktober 2005 erfolgte die Übergabe des ersten Seriensystems ALADIN an die Panzertruppenschule in Munster.

Das System[Bearbeiten]

Mit einer Spannweite von 1,5 Metern ist das von einem Zweiblattpropeller getriebene Luftfahrzeug relativ klein, es wird durch einen Elektromotor angetrieben. Der Einsatzzweck ist die militärische Aufklärung in nahen Umfeld. Das System ist ohne Werkzeuge leicht zerleg- und zusammensetzbar, um den Transport zu vereinfachen. Es ist so innerhalb von fünf Minuten einsatzbereit.

Die Aufklärungsdrohne wird von Hand gestartet. Die Steuerung erfolgt autonom per eingebautem GPS-Empfänger auf festgelegtem Flugweg. Der Benutzer ist in der Lage, den Flug über die Bodenkontrollstation zu beeinflussen. Die Videodaten werden in Echtzeit übertragen und auf DV-Kassetten gespeichert. Die Datenübertragungsstrecke bestimmt die Einsatzreichweite, die jedoch mittels einer Relaisdrohne vergrößert werden kann.

Systemkomponenten[Bearbeiten]

Beim deutschen Heer gehören zu jedem Einsatzsystem zwei Drohnen, eine Wetterstation und eine handliche Bodenkontrollstation zur Missionsplanung und Flugsteuerung. Diese besitzt die Möglichkeit zur Kontrolle der autonomen Umfliegung von Geländehindernissen, kann digitale Missions-Karten in 2D oder 3D Anzeige abrufen und hat die Möglichkeit zur Bildauswertung und -Speicherung. Die Bodenkontrollstation hat ein Gewicht von 17 kg, nutzt beim Senden das UHF-Band und für den Empfang das C-Band. Das gesamte System lässt sich durch einen kleinen Trupp transportieren bzw. tragen, die Drohne selbst ist aufgrund ihrer geringen Größe nicht leicht auszumachen. Die Sensorik ist laut Bundeswehr austauschbar, sie kann Farbbilder bei Tages- und Schwarzweißbilder bei Dämmerungslicht aufnehmen oder eine Infrarotkamera für Dunkelheit verwenden.

Technische Daten[Bearbeiten]

Fluggerät[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Typ unbemannte Kleindrohne
Spannweite: 1,46 m
Flughöhe: 30–200 m (über Grund)
Startgewicht: 3,2 kg
Geschwindigkeit: 45–90 km/h
Reichweite: 5*–15 km (*Angabe BW; erweiterbar)
Flugdauer: Abhängig von Umwelteinflüssen
bis zu ca. 60 min; (30 min nach Vorschrift)
Energieversorgung: Lithium-Polymer-Batteriepaket 14 V, 9 Ah
Antrieb 1 × bürstenloser Gleichstrommotor, 12 V

Die Daten beruhen auf Angaben des Herstellers.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. emt-penzberg, techn. Daten, ALADIN

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]