EMT Luna
Die LUNA (Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung) ist eine Aufklärungsdrohne. Sie wird von der Firma EMT im bayerischen Penzberg gebaut und von der Bundeswehr in Einsatzgebieten zur Aufklärung eingesetzt.
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Beschreibung [Bearbeiten]
Durch Aufklärung in einem Umkreis von 65 Kilometern werden Informationen an die Bodenkontrollstation übermittelt. Das Fluggerät startet mit Hilfe eines Katapultes. Die Landung erfolgt an einem Fallschirm oder mittels Netzlandung mit autonomem Landeanflug. Die Flugroute wird vor dem Start programmiert, kann aber auch während des Flugkurses von der Bodenstation geändert werden.
Die Aufklärungsdaten werden über eine Duplex-Mikrowellenverbindung in Echtzeit übertragen. Dabei können über einen Uplink Steuerbefehle zur Korrektur des Flugkurses eingegeben werden. Über einen Downlink werden die Videosignale übertragen.
Die LUNA verfügt über eine militärische Musterzulassung der Kategorie 2. Mit dieser Zulassung darf die Drohne außerhalb von Sperrgebieten und über dünn besiedeltem Gebiet eingesetzt werden. Ein Einsatz im normalen Luftverkehr ist damit allerdings nicht zulässig.
Eine verbesserte Version der Luna Drohne ist bei EMT unter dem Namen Luna NG in der Entwicklung. Die Luna NG kann mehr Nutzlast aufnehmen, länger und schneller fliegen.
Programmentwicklung [Bearbeiten]
- Oktober 1997: Studienvertrag zwischen der Firma EMT und dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
- März 2000: Erster Einsatz der LUNA im Kosovo
- August 2002: Beschaffungsvertrag für 12 Bodenstationen mit 40 Fluggeräten
- 2003: Indienststellung der LUNA Systeme
Systemelemente [Bearbeiten]
- Startkatapult
- Instandsetzungskabine
- Antenne
- Bodenkontrollstation
- Drohne
Technische Daten [Bearbeiten]
Alle Daten beziehen sich auf die Herstellerangaben: LUNA[1] und LUNA NG[2]
| Version | LUNA | LUNA NG |
|---|---|---|
| Spannweite | 4,17 m | 5,3 m |
| Länge | 2,36 m | 3,0 m |
| Höhe | 0,87 m | 1,1 m |
| Startgewicht | < 40 kg | < 90 kg |
| Maximale Geschwindigkeit | 70 km/h | 90 km/h |
| Maximale Flughöhe | 3.500 m | 5.000 m |
| Maximale Flugdauer | 8 Stunden | 12 Stunden |
| Daten-Link Reichweite | größer 100 km | größer 100 km |
Sensoren [Bearbeiten]
Für den Einsatz kommen folgende Kameras und Sensoren zum Einsatz:
- 1 × Farbvideo CCD-Kamera für die Sicht des Piloten
- 1 × 3-Achsen stabilisierte, schwenkbare, modulare Sensorplattform
- 4 × abwärts blickende Farbvideo-Kameras
- optional: Wärmebildkamera (Zeiss ATTICA C384 MW D)
- optional: NIR-Videokamera
Nutzung [Bearbeiten]
Die Drohne wird von der Bundeswehr seit März 2000 bis heute in verschiedenen Einsatzgebieten wie Afghanistan, Mazedonien und im Kosovo mit Erfolg eingesetzt und erreichte Anfang 2009 ihren 5000. Einsatzflug.
Neben der Bundeswehr nutzt auch Pakistan die Drohne, um die schwer zugänglichen Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans zu überwachen.[3]
Zwischenfälle [Bearbeiten]
- Am 28. Juli 2010 stürzte eine Luna-Drohne im Rahmen des ISAF-Einsatzes nahe Kunduz ab. Als Ursache werden mechanische Probleme genannt.[4]
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Luna x-2000 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien - EMT Penzberg
- Luna Datenblatt (PDF; 1,7 MB)
- Deutsches Heer
- www.panzerbaer.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ EMT Penzberg: Luna Technische Daten. 2013, abgerufen am 28. April 2013.
- ↑ EMT Penzberg: Luna Technische Daten. 2013, abgerufen am 28. April 2013.
- ↑ Süddeutsche: Nach Kämpfen in Pakistan - Jung kritisiert US-Angriffe. Abgerufen am 5. März 2012.
- ↑ cnn.com: Drone crashes in Kunduz. Abgerufen am 12. März 2012.
Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr