ERepublik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
eRepublik
ERepublik.png
Leitende Entwickler Alexis Bonte, George Lemnaru
Erstveröffent-
lichung
21. Oktober 2007
Plattform Webbrowser
Genre MMOG, Browserspiel
Sprache 16, u. a. Deutsch

eRepublik ist ein Browser-basiertes MMOG, das seit dem 21. Oktober 2007 über das Internet erreichbar ist. Es wurde von Alexis Bonte und George Lemnaru entwickelt und verfügt inzwischen über ein 40-köpfiges Entwicklerteam.[1][2] Das Spiel ist in PHP im Symfony-Framework geschrieben. Inzwischen ist das Spiel in insgesamt 16 Sprachen übersetzt.[3]

Das Spiel funktioniert als eine Art Soziales Netzwerk, wo die Spieler sich an Militär, Medien, Politik und Wirtschaft ihres Landes beteiligen können. Das Spiel ist kostenfrei, allerdings besteht die Möglichkeit sich gegen Echtgeld zusätzlich etwas von der Spiel-Währung „Gold“ zu kaufen. Im Gegensatz zu vielen anderen Browsergames gibt es aber keine speziellen Items, die man nur für Echtgeld kaufen kann.

Überblick[Bearbeiten]

Implementiert sind derzeit 70 Staaten, in denen sich der Spieler ansiedeln kann.[4] Größtenteils handelt es sich um europäische, asiatische und amerikanische Staaten. Hinzu kommen Australien, Neuseeland sowie Südafrika und Ägypten als einzige afrikanische Staaten. Jeder Staat ist noch einmal in verschiedene Regionen unterteilt (bei Deutschland entsprechend in die Bundesländer). Jeder Staat in eRepublik hat einen Präsidenten, der monatlich per Direktwahl von den Bürgern gewählt wird. Zudem gibt es monatliche Kongresswahlen sowie Wahlen um das Amt des Parteipräsidenten.

Neben dem Engagement in der Politik kann der Spieler in einer Firma arbeiten oder später auch eine oder mehrere Firmen besitzen und verwalten. Es gibt Firmen für Bedarfsgüter wie zum Beispiel Nahrung, Reisetickets, Häuser oder Waffen in verschiedenen Qualitätsstufen. Um diese herzustellen braucht man jedoch Rohstoffe wie Weizen, Eisen, Öl und Steine, die wiederum in anderen Firmen hergestellt und zum Verkauf angeboten werden. Dazu kommen Firmen, die Krankenhäuser und Abwehrsysteme herstellen. Diese beiden Produktarten werden nicht von Bürgern oder anderen Unternehmen aufgekauft, sondern durch den jeweiligen Staat – vertreten durch den Kongress. Zudem regelt der Kongress die Einkommens-, Export- und Mehrwertsteuer auf die verschiedenen Güter.

Weitere zentrale Bestandteile des Spiels sind das Militär und die Kriegsführung. Durch tägliches Trainieren kann der Spieler seine Stärke verbessern. Kommt es zum Krieg zwischen zwei Ländern kann der Spieler dann für seinen Staat oder dessen Verbündete kämpfen. Durch Verwendung von Waffen kann er seinen Schaden erhöhen. Der Spieler verliert im Kampf Gesundheit, die er durch Krankenhäuser, Nahrung, Häuser oder gegen Gold wiederherstellen kann. Ist eine Region von einem fremden Staat besetzt gibt es außerdem die Option, (gegen Bezahlung von Gold) einen Widerstandskrieg zu starten. So wird verhindert, dass einmal von der Landkarte verschwundene Staaten im Spiel auf ewig ausgelöscht bleiben.

Spieler[Bearbeiten]

Insgesamt existieren über 4 Millionen Spielerkonten, die jedoch längst nicht mehr alle aktiv sind. Die Anzahl an Spielern, die sich am 30. März 2011 einloggten, liegt bei über 250,000.[5] Mit etwa 25.000 Spielern stellt Serbien derzeit die meisten Spieler, gefolgt von Brasilien, den USA, Polen und Mazedonien.[6]

Inzwischen gibt es die Möglichkeit sein eRepublik-Profil mit seinem Facebook-Profil zu verbinden.[7] Das eRepublik-Wiki[8] hat zudem mittlerweile die Zahl von 10.000 Artikeln überschritten.[9]

Bei der Präsidentschaftswahl am 5. März 2010 haben in Deutschland 720 Spieler ihre Stimme abgegeben, was 34,80 % der deutschen Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt entsprach.[10]

Preise[Bearbeiten]

  • 12. Dezember 2007 – LeWeb3 2007Special Jury prize for the best European Start-up[1]
  • 9. Oktober 2008 – TechCrunch AwardsFOWA (Future of Web Apps)[1][11]
  • April 2009 – 13thAnnual Webby AwardsOfficial Honoree[1]
  • 9. Juli 2009 – TechCrunch Europe Award – Kategorie: Best Entertainment Application or Service (EMEA) (2. Platz)[1]
  • Januar 2010 – AlwaysOnOnMedia Top 100 winners[1]

Pressestimmen[Bearbeiten]

„eRepublik creates multiplayer global strategy game[12]

New York Times

„eRepublik offers a real second life[12]

The Guardian

„eRepublik takes strategy games to the Web[12]

TechCrunch

Finanzierung[Bearbeiten]

In drei Runden hat eRepublik bisher 2,75 Millionen Euro an Finanzmitteln aufgetrieben.[1][13]

  • Februar 2007 – 200.000 Euro
  • Juni 2008 – 550.000 Euro
  • Juni 2009 – 2.000.000 Euro

Klone[Bearbeiten]

Inzwischen gibt es Spiele, die das Prinzip von eRepublik in weiten Teilen oder sogar komplett übernommen haben. Dazu zählen zum Beispiel eJahan[14] und virtual nations.[15]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g eRepublik - Pressedosier (PDF; 2,7 MB)
  2. press.erepublik.com
  3. Startseite - oben; symbolisiert durch die Fahnen
  4. Countries
  5. Startseite - oben rechts unter „active citizens“
  6. Startseite – oben rechts unter „Top countries in eRepublik“
  7. www.erepublik.com/en/article/facebook-connect-1233805
  8. wiki.erepublik.com
  9. www.erepublik.com/en/article/languages-contracts-and-wiki
  10. Wenn eingeloggt unter Elections
  11. http://eu.techcrunch.com/
  12. a b c Startseite – unten
  13. crunchbase.com
  14. ejahan.org
  15. vnations.net