ESCP Europe Campus Berlin

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ESCP Europe
Logo
Motto European Identity, Global Perspective
Gründung 1973
Trägerschaft privat
Ort Berlin
Staat Deutschland
Rektorin Marion Festing[1]
Studenten 137 Stand: WS 2012/13[2]
Mitarbeiter rund 75
davon Professoren 11
Website ESCP-Campus Berlin
Neoklassizistisches Gebäude der ESCP Europe im Heubnerweg 8-10

Die ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin (bis 2009 ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule) ist eine private, staatlich anerkannte wissenschaftliche Wirtschaftshochschule. Sie gehört zur ESCP Europe mit weiteren Standorten in Paris, London, Madrid und Turin. Die Hochschule führt transnationale Master-Programme, Promotions- und MBA-Programme und Seminare zur Weiterbildung von Managern durch.

Geschichte[Bearbeiten]

1819 gründeten Unternehmer in Frankreich die erste Wirtschaftshochschule weltweit[3] [4], die bald unter dem Namen Ecole Supérieure de Commerce de Paris (ESCP) firmierte.

In Deutschland wurde die EAP Europäische Wirtschaftshochschule im Jahr 1973 als deutscher Standort der transnationalen Wirtschaftshochschule in Europa, der EAP European School of Management, in Düsseldorf gegründet. Sie entstand auf Initiative der Pariser Industrie- und Handelskammer (CCIP: Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris); französische Unternehmer sahen Anfang der 1970er Jahre die Notwendigkeit, Nachwuchsmanager auf das entstehende Europa vorzubereiten. Sie gründeten eine Hochschule, die zunächst, mit einem dreijährigen Studienprogramm, an den Standorten in Paris, Oxford und Düsseldorf ihre Arbeit aufnahm. Der Name EAP stand zunächst für Ecole des Affaires de Paris – also „Geschäftsschule von Paris“. Schließlich entschied sich die Leitung, das Kürzel EAP für alle Standorte zu verwenden.

Figuren Eingangstür

In den folgenden Jahren zog die deutsche EAP 1985 nach Berlin, wurde 1988 vom Land Berlin als wissenschaftliche Hochschule anerkannt, und dehnte sukzessive die Anzahl der Programme weiter aus - in gemeinsamer Arbeit mit den anderen europäischen Standorten, zu denen 1987 als vierter Madrid hinzugekommen war. 1997 bezog die EAP die ehemaligen Gebäude des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Säuglingsheim im Heubnerweg in Charlottenburg. Die Bauten im neobarocken Stil wurden in den Jahren 1907 bis 1909 unter Leitung des Architekten und Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann errichtet. Die Planung erfolgte maßgeblich durch Alfred Messel und Edmund May in den Jahren 1906 bis 1907.

Ende der 1990er Jahre zeigte sich, dass die ESCP Defizite im internationalen Austausch hatte. Die EAP dagegen war als eine internationale Hochschule an den Grenzen ihrer Wachstumsfähigkeit angelangt. Die beiden Hochschulen fusionierten 1999 zur ESCP-EAP.

Durch den Zusammenschluss verfügte die Hochschulgruppe über fünf Standorte, im Jahr 2004 kam Turin hinzu. Inzwischen verfügt die ESCP Europe über 100 akademische Partnerschaften weltweit. Im Financial Times Ranking 2012 wurde die ESCP Europe als beste deutsche Business School gerankt und im Financial Times Ranking 2013 belegte das Master in Management-Programm weltweit Platz 2.

Hochschulgebäude
Außengang
Innenhof

Im April 2009 änderte die ESCP-EAP ihren Namen und firmiert nun als ESCP Europe.[5]

Standorte[Bearbeiten]

Die ESCP Europe ist Mitglied der Conférence des Grandes Écoles. Die Hochschule liegt im 11. Bezirk, in der Nähe des Viertels Oberkampf (Metro Rue Saint-Maur). Im benachbarten 12. Bezirk, liegt die Studentenresidenz der ESCP Europe (Metro Daumesnil), die 1994 errichtet wurde.

In Deutschland ist die ESCP Europe eine staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule. Die Hochschule liegt nahe dem Schloss Charlottenburg in Berlin.

In England ist die Hochschule Mitglied der AMBA und dem Verband der Wirtschaftshochschulen. Die Hochschule befindet sich in Hampstead, London. Hier entwickelt sich innerhalb der ESCP Europe ein Schwerpunkt für Finanzen.

In Italien wurde der Campus Turin in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Turin im März 2004 eröffnet. Hier sind auch die Räumlichkeiten der ESCP Europe angesiedelt. Der Standort Turin entwickelte sich zum Technologiezentrum innerhalb der ESCP Europe.

In Spanien liegt der Campus der ESCP Europe im Villenviertel Puerta de Hierro, in der Nähe der Universität von Madrid.

Studienprogramme[Bearbeiten]

An den Standorten der Hochschule werden z. T. unterschiedliche Studienprogramme durchgeführt. In Berlin sind dies

  • Master in Management (MIM): ein zweijähriges Hauptstudium in Betriebswirtschaftslehre, das jedes Jahr in einem anderen Land und einer anderen Sprache stattfindet, und mit maximal drei staatlich anerkannten Diplomen abgeschlossen werden kann. Zwei Pflichtpraktika sind ebenfalls Teil des Programms, wie auch ein Company Consultancy Project. Es stehen unterschiedliche Kombinationen der fünf ESCP-Europe-Länderstandorte zur Wahl.
  • Master in European Business (MEB): ein einjähriges Vollzeitprogramm in zwei Ländern, für Juristen, Ingenieure, Natur-, Sprach- und Geisteswissenschaftler; außerdem als Spezialisierung für Wirtschaftswissenschaftler. Die Studierenden müssen zudem ein Praktikum absolvieren und an beiden Standorten ein Company Consultancy Project durchführen. Hierauf aufbauend kann ein MSc erlangt werden.
  • General Management Programme (GMP): berufsbegleitende Managementweiterbildung, die sich an Fach- und Führungskräfte richtet und ein umfassendes Grundwissen in verschiedenen Managementfunktionen umfasst.
  • Executive MBA (EMBA): berufsbegleitendes Programm (Teilzeit) dessen (Block)-Module und Seminare an allen fünf Standorten der Hochschule stattfinden oder seit Januar 2009 im Berlin Track.
  • Promotionsstudium: Regelstudienzeit des Programms sind drei Jahre.
  • Open Enrolment: es werden modulare Executive-Education-Programme (Business Competence Programme und Internationale Business Programme)angeboten. Ein wachsendes Angebot von Bausteinen (Business und Management Modules) ermöglicht die grundlegende und umfassende Qualifizierung von Fach- hin zu Führungskräften. Zudem bieten die Module die Möglichkeit zur individuellen und themenfokussierten Weiterbildung. Die Bausteine können als Serie oder einzeln gebucht werden.
  • Customized Programmes: es werden gemeinsam ideale Lösungen für die Managementweiterbildung entwickelt. Im Rahmen der Customized Programme besteht die Möglichkeit ein Angebot zu entwickeln, das auf individuelle Anforderungen und Bedürfnisse eingeht.

Direktoren[Bearbeiten]

ESCP Europe

  • 1819–1826: A. Brodart
  • 1826–1830: Monier des Taillades
  • 1830–1854: Adolphe Blanqui
  • 1854–1867: Gervais de Caen
  • 1867–1869: Aimé Girard
  • 1869–1870: Guillaume Denière
  • 1870–1879: Paul Schwaeblé
  • 1879–1898: Grelley
  • 1898–1905: Victor Cantagrel
  • 1905–1910: Emile Paris
  • 1910–1938: Paul Wiriath
  • 1938–1946: François Belin
  • 1946–1947: Marius Desbordes
  • 1967–1972: Jean Vigier
  • 1972–1974: Jean Schapira
  • 1974–1979: Jean-Christian Serna
  • 1979–1989: Jacques Perrin
  • 1989–1999: Véronique de Chantérac-Lamielle
  • 1999-2006: Jean-Louis Scaringella
  • 2006-2012: Pascal Morand
  • 2012-2014: Édouard Husson

EAP

  • 1980–1991: Bruno Leblanc (Direktor Europa)

ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin

  • 1991–2002: Jürgen Weitkamp
  • 2002–2009: Herwig Haase
  • 2009-2012: Ayad Al-Ani
  • 2012-: Marion Festing

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin: [1]. Abgerufen am 20. Februar 2012.
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  3. Focus On - Generation Europe Foundation - Wirtschaftshochschulen und Karrieremöglichkeiten (PDF; 55 kB) Abgerufen am 17. Januar 2013.
  4. A. Renouard, Histoire de l'École supérieure de commerce de Paris, Raymond Castell éditions, 1999
  5. ESCP Europe, Le monde change, ESCP-EAP aussi… ESCP-EAP devient ESCP Europe


52.52400261361113.288779258611Koordinaten: 52° 31′ 26″ N, 13° 17′ 20″ O