ESK-Relais
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Das ESK-Relais, ausgeschrieben Edelmetall-Schnellschaltekontakt-Relais oder auch Edelmetall-Schnellkontakt-Relais ist eine spezielle Art des Fernmelderelais.
[Bearbeiten] Aufbau und Funktion
Das ESK-Relais wurde Anfang der 1970er Jahre entwickelt und zeichnete sich gegenüber den damals üblichen Fernmelderelais neben einer stark verkürzten Schaltzeit durch eine kleinere Bauform und die Möglichkeit der Anordnung in ein- und zweidimensionalen Arrays aus.
Durch einen neuartigen konstruktiven Aufbau war insbesondere die durch das Magnetfeld der Spule bewegte Masse erheblich reduziert. Kontaktfeder und Anker wurden zu einem Element zusammengefasst, dem „Kontaktanker“. Der aus einer Eisen-Nickel-Legierung bestehende Kontaktanker mit einer Masse von 0,3 Gramm kann den Stromkreis innerhalb einer Zeit von ein bis zwei Millisekunden schalten. Die Edelmetallkontakte bestehen aus einer Palladium-Legierung und hatten damals vergleichsweise eine hohe Betriebssicherheit bei geringer Wartung und großer Lebensdauer.
Das ESK-Relais verfügt über zwei Wicklungen, der Ansprech- und der Haltespule. Jeweils fünf Relais sind zu einem Relaisstreifen zusammengebaut. Diese Streifen können durch eine spezielle Ausformung der Lötfahnen mit Blankdraht zu Vielfachen zusammengeschaltet werden. (Ein Vielfach verbindet jeweils die Kontakte gleichartiger Verwendung.)
[Bearbeiten] Einsatzgebiet
Mit ESK-Relais konnten ganze Koppelfelder realisiert und damit die Edelmetallkontakt-Motor-Drehwähler abgelöst werden, wodurch neben einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Reduzierung der Baugröße von Telefonanlagen und Vermittlungsstellen auch eine beträchtliche Lärmminderung dieser Anlagen erreicht wurde.
Mit der Verbreitung der digitalen halbleiterbasierten Vermittlungstechnik verloren die ESK-Relais schnell ihre Bedeutung.
[Bearbeiten] Literatur
- Rudolf Kaiser: Das ESK-Relais. Siemens AG, Berlin u.a. 1972, Schriftenreihe: Programmierte Unterweisung Nr. 48, ISBN 3-8009-4048-5.

