Earl of Seafield

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James Ogilvy, 4. Earl of Findlater und 1. Earl of Seafield

Earl of Seafield ist ein britischer erblicher Adelstitel in der Peerage of Scotland, der von einem Zweig der Familie Ogilvy getragen wird.

Stammsitz der Familie ist Cullen House bei Cullen, Moray.

Verleihung[Bearbeiten]

Der Titel wurde im Jahre 1701 für James Ogilvy geschaffen. Dieser war Minister und Lordsiegelbewahrer des Königreichs Schottland. Später wurde er dann schottischer Lordkanzler.

Der Titel wurde mit einer besonderen Nachfolgeklausel versehen, wonach dann, wenn der jeweilige Earl keinen Sohn hat, die Würde auf die älteste Tochter übergeht.

Nachgeordnete Titel[Bearbeiten]

Der erste Earl war bereits 1698 zum Lord Ogilvy of Cullen und Viscount of Seafield erhoben worden. 1701 wurden ihm gleichzeitig mit der Earlswürde die Titel Lord Ogilvy of Deskford and Cullen und Viscount of Reidhaven verliehen. Sämtliche Titel gehören zur Peerage of Scotland und sind mit derselben besonderen Nachfolgeklausel wie die Earldom versehen. Diese Titel werden als nachgeordnete Titel vom jeweiligen Earl geführt.

Der jeweilige Titelerbe führt den Höflichkeitstitel Viscount (of) Reidhaven.

Weitere Titel[Bearbeiten]

Ein Vorfahr des ersten Earls war bereits 1616 zum Lord Ogilvy of Deskford erhoben worden. Dessen Sohn, ein Urgroßvater des ersten Earls of Seafield, wurde 1638 zum Earl of Findlater ernannt. Diese Titel konnten nur in männlicher Linie vererbt werden und erloschen 1811 mit dem Tode des vierten Earls of Seafield (bzw. siebten Earls of Findlater).

1641 wurde der Titel eines Earl of Findlater nochmals an den Earl verliehen, nunmehr jedoch mit einer besonderen Nachfolgeklausel, wonach die Würde bei Aussterben des Mannesstammes auch an die Tochter des Earls und ihren Ehemann vererbt werden konnte, was dann auch geschah. Auch dieser Titel erlosch 1811.

Der fünfte Earl of Seafield, ein Abkömmling einer Tochter des ersten Earls, hatte über seinen Vater bereits den Titel eines Baronets, of Colquhoun, in the County of Dumbarton, geerbt. Dieser war 1625 geschaffen und 1704 mit eine besonderen Nachfolgeklausel im Bezug auf den Schwiegersohn erneuert worden und gehört zur Baronetage of Nova Scotia. Diese Würde fiel 1915, als der elfte Earl an einer Verwundung starb, die er im Ersten Weltkrieg erlitten hatte, an einen anderen Verwandten, da sie nur in männlicher Linie vererbt werden kann.

Der siebte Earl wurde 1858 zum Baron Strathspey, of Strathspey in the Counties of Inverness and Moray, ernannt. Mit diesem Titel war, anders als mit den schottischen Titeln, ein automatischer Sitz im House of Lords verbunden, da er zur Peerage of the United Kingdom gehörte. Er erlosch 1884, als der achte Earl ohne männlichen Abkömmling starb. Wenige Monate später wurde die Baronie dann für den neunten Earl erneuert. 1915 fiel dieser Titel dann allerdings zusammen mit der Baronetcy an den entfernteren Verwandten, da der elfte Earl zwar eine Tochter jedoch keinen Sohn hatte.

Liste der Lords Ogilvy of Deskford, Earls of Findlater und Earls of Seafield[Bearbeiten]

Lords Ogilvy of Deskford (1616)[Bearbeiten]

Wappen des Earl of Findlater

Earls of Findlater (1638/1641)[Bearbeiten]

Earls of Findlater (1638/1641) und Seafield (1701)[Bearbeiten]

Earls of Seafield (1701)[Bearbeiten]

Wappen des Earl of Seafield

Titelerbe ist der Sohn des jetzigen Earls, James Andrew Studley, Viscount Reidhaven (* 1963).

Literatur und Weblinks[Bearbeiten]