Easy Listening

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Easy Listening-Konzert für auf der Promenade flanierende Strandurlauber (1921)

Easy Listening (deutsch: „leichtes Zuhören“) ist Musik, die, ohne sehr abzulenken, nebenbei laufen kann und der Entspannung dienen soll. Der Begriff wird fast austauschbar mit leichter Unterhaltungsmusik, Ambient-Musik und Muzak verwendet.

In der Regel handelt es sich bei Easy Listening um Instrumentalmusik mit fließenden Streicher-Arrangements und Instrumental-Interpretationen bekannter Songs (Evergreens). Aber auch die Jazz-Musik der 1920er Jahre auf Transatlantikluxusdampfern diente dem Easy Listening der speisenden und sich unterhaltenden Gäste.

Komponisten und Interpreten von Easy Listening-Musik hatten je nach Zeitgeist bei Kritikern und Kollegen einen mehr oder weniger guten Ruf.

Diese Diskussion ist alt: In einem Artikel über die Aufführung von Symphonien im Freien im Sommer 1910 kommt der Rezensent in der Londoner Times zum Ergebnis, Promenadenkonzerte hätten zwar den Ruf, „anspruchslos zu sein und an die Zuhörer nur minimale geistige Ansprüche zu stellen.“, dennoch eigne sich etwa Franz Schuberts Symphonie in C-Dur gut für Promenadenkonzerte, obwohl sie ein lockeres Zuhören („Easy Listening“) eigentlich unmöglich mache.[1]

In den 1990er Jahren wurde Easy Listening als Qualität wiederentdeckt und beeinflusste musikalische Stile wie Lounge, Ambient, Smooth Jazz und Exotica.[2]

Interpreten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elevator Music von Joseph Lanza
  • MusicHound Lounge, herausgegeben von Steve Knopper

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wörtlich: „Schubert's Symphony in C, for example, does not make easy listening even wihen it is given in den most ideal circumstances.“ The Times, 13. August 1910, S. 11
  2. Projekt Hörstadt Linz, im Rahmen der Kulturhauptstadt 2009