Ebba Tesdorpf

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Selbstporträt von Ebba Tesdorpf (1885 am Fleet hinter dem Stubbenhuk in Hamburg)
Kontor von J. C. Jauch & Söhne, Stadtdeich 9 (um 1880 - eines der wenigen Aquarelle von Ebba Tesdorpf)

Ebba Tesdorpf (* 23. Januar 1851 in Hamburg; † 22. Februar 1920 in Ahrweiler) war eine Hamburgische Zeichnerin und Aquarellistin.

Leben[Bearbeiten]

Tesdorpf stammte aus hanseatischer Familie. Sie war eine Tochter des Kaufmanns Hans Peter Friedrich Tesdorpf und der Antoinette Karoline Mohrmann, verw. Abendroth. Zu ihren Vorfahren zählen ihr Urgroßvater Peter Hinrich Tesdorpf (1751–1832) und dessen Urgroßvater Peter Hinrich Tesdorpf (1648–1723), beide Bürgermeister von Lübeck

Sie ließ ihr Zeichentalent in Hamburg und für kurze Zeit 1898 auch auf der Akademie in Düsseldorf unter Hermann Grobe ausbilden. Ihre Lehrer waren Bernhard Mohrhagen und Johann Theobald Riefesell, der vor allem Damen der Hamburger Gesellschaft im Zeichnen unterrichtete.

Auf Anregung von Justus Brinckmann und Alfred Lichtwark hin wurde Tesdorpf die zeichnerische Dokumentatorin des alten Hamburger Stadtbildes während der Abbruchphase in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Mit dem Tod ihrer Eltern wurde Tesdorpf finanziell unabhängig. Um 1894 wurde Tesdorpf des Lebens in Hamburg überdrüssig, sie zog nach Düsseldorf, wo sie fortan lebte. Sie schenkte Ihre Zeichnungen, sowie Ihre zugekaufte Sammlung von wertvollen Hamburgensien dem Museum für Kunst und Gewerbe.[1] Diese Stücke gelangten später in das Museum für Hamburgische Geschichte, das damit eine einzigartige Dokumentation über das Aussehen der Stadt Hamburg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt. Tesdorpf erblickte ihre „Mission“ darin, das „alte Hamburg“ im Bild noch einmal festzuhalten - vielfach in den Folgejahren durch die Stadterneuerung zum Untergang Bestimmtes.

Ihr zeichnerisches Lebenswerk war mit über 600 Zeichnungen, zu denen einige wenige Aquarelle hinzukommen, um die Jahrhundertwende abgeschlossen. In Düsseldorf malte sie vor allem in Öl. Tesdorpf starb während eines Kuraufenthaltes in Ahrweiler.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Günther Freitag: Von Mönckeberg bis Hagenbeck, ein Wegweiser zu denkwürdigen Grabstätten auf dem Ohlsdorfer Friedhof, 2 Auflage, Hamburg 1973, S.24

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ebba Tesdorpf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien