Ebenist (von französisch ébène ‚Ebenholz‘) ist die erstmals im Jahr 1657 auf einem französischen Dokument belegte, ab dem späten 17. Jahrhundert auch im deutschen Sprachraum gebräuchliche Berufsbezeichnung für einen Kunsttischler. Er unterschied sich vom Tischler (frz. menuisier), der vornehmlich aus heimischen Hölzern einfache, nicht furnierte Möbel sowie Boiserien fertigte.
Im Gegensatz zum einfachen Tischler oder Schreiner verarbeitete der Ebenist in der Regel sehr wertvolle exotische Hölzer, die er als Furniere auf einen Korpus aus ruhigem und weniger kostspieligem Holz leimte. Die Technik der Herstellung von Furnieren und die Verarbeitung zur Marketerie reicht bis ins Mittelalter zurück. Aus Italien, den Niederlanden und dem deutschsprachigen Raum eingewanderte Kunsthandwerker machten sie in Frankreich am Hof Heinrichs IV. und der Maria von Medici populär. Ein Dekret König Ludwigs XIV. räumte den Ebenisten das Privileg einer eigenen Zunft ein, der Corporation des Menuisiers-Ebénistes. Viele Möbel, die von den Mitgliedern der Corporation hergestellt wurden, waren mit einem Stempel (frz. estampille) gekennzeichnet. Königliche Ebenisten waren von dieser Stempelpflicht ausgenommen.
Liste tätiger Ebenisten (Auswahl) [Bearbeiten]
| 17. Jahrhundert
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18. Jahrhundert
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- Pierre Macret (1727–1796)
- Bernard Molitor (1755–1833), Ebenist, gebürtiger Luxemburger
- Philippe-Claude Montigny (1734–1800)
- Jean-Francois Oeben (1720–1763)
- Maître aux Pagodes
- Nicolas Petit (1732–1791)
- Joseph Poitou (1682–1718)
- Philippe Poitou (1650–1709)
- Jean-Henri Riesener (1734–1809), Ebenist
- Carl Erdmann Richter, Ebenist deutscher Herkunft
- Bernard I Van Risamburgh (1670–1738)
- Bernard II Van Risamburgh oder Van Riesenburgh (1700–1760), Ebenist
- David Roentgen (1743–1809), Ebenist deutscher Herkunft, Sohn von Abraham Roentgen (1711–1793)
- Pierre Roussel (1723–1782), Ebenist und Marqueteur
- Claude-Charles Saunier (1735–1807), Ebenist
- Jean Georges Schlichtig (1736–1782), Ebenist deutscher Herkunft
- Gaspar Schneider oder Kaspar Schneider, Ebenist deutscher Herkunft
- Joseph Stockel oder Stöckel (1743–1802), Ebenist deutscher Herkunft
- Jean Ferdinand Schwerdfeger (1734–1818), Ebenist deutscher Herkunft
- Topino (1725-um 1798)
- Adam Weisweiler (1744 oder 1746–1820), Ebenist deutscher Herkunft
- Christoph Wolff (1720–1795), Ebenist deutscher Herkunft
- François-Honoré-Georges Jacob-Desmalter (1770–1841)
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| 17. Jahrhundert
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18. Jahrhundert
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19. Jahrhundert
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18. Jahrhundert
- Johannes Äbersold, in Bern tätig
- Samuel Anton Frank, in Bern tätig
- Johannes Fries (1751–1821), Ebenist, tätig in Zürich
- Mathäus Funk, Ebenist deutscher Herkunft, in Bern tätig
- Samuel Hämmerli (I.), Ebenist in Lenzburg
- Christoph Hopfengärtner, Ebenist deutscher Herkunft, in Bern tätig
- Johannes Tschudy (1672–1736), Ebenist und Ingenieur in Basel und Baden-Durlach
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19. Jahrhundert
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- Guillaume Janneau: Ateliers parisiens de ébénistes et de menuisiers aux XVIIe et XVIIIe siècle. Ed. S.E.R.G., Paris 1975
- Jean Nicolay: L’art et la manière des maitres ébénistes français au XVIII siècle. Pygmalion, Paris 1976.
- Charles A. Packer: Paris furniture by master ebenistes. The Ceramic Books, Newport 1956.
- François de Salverte: Les Ebénistes du XVIIe siècle, leurs œuvres et leurs marques, cinquième édition. D. de Nobele, Paris 1962.