Eberhard Esche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eberhard Esche (* 25. Oktober 1933 in Leipzig; † 15. Mai 2006 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, der vor allem mit klassischen Rollen am Deutschen Theater Berlin bekannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Esche wuchs in Leipzig auf. Er studierte 1952 bis 1955 an der Theaterhochschule Leipzig. Nach Engagements in Meiningen, Erfurt und Karl-Marx-Stadt und Berliner Ensemble kam er 1961 zum Deutschen Theater Berlin, wo er seitdem, mit einer Unterbrechung von 1969 bis 1971, im Engagement war, bis 1999 fest angestellt, danach als Gast. Neben seiner Arbeit am Theater trat er auch mit Vortragsabenden auf (u.a. Heinrich Heines Deutschland. Ein Wintermärchen, Goethes Reineke Fuchs) und wirkte in Filmen der DEFA mit.

Im besten Sinne volkstümlich wurde in der DDR seine Interpretation von Sergei Michalkows Gedicht Der Hase im Rausch, mit der er 1964 in der Kongresshalle am Alexanderplatz in Berlin in der Kulturveranstaltung Lyrik – Jazz – Prosa auftrat. Dieses Gedicht nimmt die Anpassung des Menschen in der Öffentlichkeit und seine gleichzeitige Aufmüpfigkeit im Privaten aufs Korn.

Das charakteristische Timbre seiner Stimme machte ihn zu einem der gefragtesten und beliebtesten Sprecher und Rezitatoren. Kongenial war er als Heine-Interpret.

Er ist Träger des Eduard-von-Winterstein-Rings des Deutschen Theaters Berlin.

Eberhard Esche war mit dem Dichter Peter Hacks sehr eng befreundet. So widmete der Dichter Eberhard Esche das Gedicht Esches Mauer.

Esche starb im Alter von 72 Jahren an einem Krebsleiden und wurde auf dem Französischen Friedhof beerdigt.

Seine Tochter aus erster Ehe ist die Schauspielerin Esther Esche. Esche war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin und Regisseurin Cox Habbema verheiratet, beide in Hauptrollen in Wie heiratet man einen König? zu sehen. Mit der Autorin und Regisseurin Annette Reber hatte Esche einen Sohn.

[Bearbeiten] Wichtige Theaterrollen

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Tonträger

  • Jazz – Lyrik – Prosa, 1965 (mit Manfred Krug, Annekathrin Bürger, Gerd E. Schäfer, den Jazz-Optimisten Berlin u.a.)
  • Eberhard Esche spricht Heinrich Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen (1981), als Kassette und CD erschienen bei Label: Eulenspiegel (1997), Lesung aus Anlass des Geburtstags am Schauspiel Leipzig (25. Oktober 2003, s. Artikel von MDR dazu) und am Schultheater-Studio Frankfurt/Main (2003/2004)
  • Er spricht für die DDR-Schallplattengesellschaft Amiga den Reinecke Fuchs auf der Hörplatte "Das Tierhäuschen"
  • Der Hase im Rausch (Hörbuch, Auszüge)
  • Der Zauberlehrling, Eberhard Esche spricht Balladen und Gedichte
  • Eberhard Esche spricht Johann Wolfgang von Goethe, Reineke Fuchs
  • Eberhard Esche spricht Peter Hacks, Balladen und Gedichte, 2003
  • Eberhard Esche spricht Peter Hacks, Kinderkurzweil, 2002
  • Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen (Hörbuch, Auszüge), 2005
  • Diesem Vaterland nicht meine Knochen (Hörbuch, Gedichte von Peter Hacks), 2006

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen