Eberhard Frowein

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Eberhard Frowein (* 24. Mai 1881 in Elberfeld, Deutsches Reich; † 15. Januar 1964 in Altaussee, Österreich) war ein deutscher Roman-, Drehbuchautor und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Er war Sohn des Fabrikanten Abraham Frowein und dessen Frau Luise Frowein. Nach seinem Abitur arbeitet er zunächst als Schriftsteller und verfasst die Romane „Lexikon der Liebe", „Zuerst die Ponys" und „Die eiserne Ann". Ab 1920 wendet er sich dem Film zu. Neben Sozialkritischen bzw. Sozio-historischen Filmen, war in den 20er Jahren der Aufklärungsfilm eine Spezialität von Eberhard Frowein und Filme zu bis dato tabuisierten Themen der Sexualität, wie die beiden nach dem Niederländer Theodoor Hendrik van de Velde produzierten Filme "Die Ehe (1929)" und "Fruchtbarkeit (1930)". Seine Drehbücher und Regiearbeiten führen zur Zeit des Nationalsozialismus schließlich zu dem Film Ich klage an (1941), der Akzeptanz für die nationalsozialistische Rassenhygiene und die Tötung sogenannten „lebensunwerten Lebens“ in der Aktion T4 schaffen sollte. Der Film verfehlte schon im Dritten Reich seine Wirkung und ist heute Vorbehaltsfilm. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Regisseur trat er auch als Produzent auf und produzierte 1925 den Film "Die Perücke".

Nach dem Krieg ging Frowein nach Österreich und arbeitete an Heimatfilmen.

Filmografie[Bearbeiten]

Drehbuch[Bearbeiten]

  • 1923: Das Fränkische Lied
  • 1927: Sünde am Weibe
  • 1930: Fruchtbarkeit (Das Problem der Mutterschaft)
  • 1933: Das Blumenmädchen vom Grand-Hotel
  • 1935: Der Dämon des Himalaya
  • 1938: Du und ich (nach "Du selber bist das Rad"), (engl. Fass. "You and I.")
  • 1938: Am seidenen Faden
  • 1939: Ziel in den Wolken
  • 1941: Ich klage an
  • 1945: Die Schenke zur ewigen Liebe
  • 1954: Der Loibnerbauer (amerik. Fass. "Goal in the Clouds", USA)

Regie[Bearbeiten]

  • 1920: Leidensweg einer Achtzehnjährigen (Ketten der Leidenschaft). Prod. Cela-Film GmbH., Berlin
  • 1921: Der Perlenmacher von Madrid
  • 1927: Sünde am Weibe
  • 1929: Die Ehe (intern. Fass. "Marriage", nach „Die vollkommene Ehe" von Theodor van de Velde)
  • 1930: Fruchtbarkeit (Das Problem der Mutterschaft)
  • 1932: Goethe lebt...!

Schriften[Bearbeiten]

  • Mein eignes propres Geld. Roman. Cotta, Stuttgart/Berlin 1933.
  • Zuerst die Ponys. Drei Masken Verlag, Berlin 1938.
  • Lexikon der Liebe. Drei Masken Verlag, Berlin 1939.
  • Die eiserne Ann. Paul Zsolnay, Wien 1949.
  • Wunderwaffe Falschgeld. Neptun Verlag, Kreuzlingen 1954.

Weblinks[Bearbeiten]