Eberhard IV. (Württemberg)
Eberhard IV., genannt „der Jüngere“, (* 23. August 1388; † 2. Juli 1419 in Waiblingen) war Graf von Württemberg.
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[Bearbeiten] Leben
Eberhard IV. war das einzige überlebende Kind aus der Ehe von Graf Eberhard III. und Antonia Visconti. Am 13. November 1397 wurde er mit Henriette von Mömpelgard verlobt. Henriette war die älteste Tochter und Haupterbin Heinrichs von Mömpelgard, der 1396 starb, ein Jahr vor seinem Vater, dem Grafen Stephan von Mömpelgard. Durch die spätestens 1407 geschlossene Ehe wurde die Grafschaft Mömpelgard württembergisch.
Eberhard IV. beteiligte sich ab 1407 aktiv an der Regierung des Landes. Ab 1409 regierte er gemeinsam mit Henriette die Grafschaft Mömpelgard. Nach dem Tod Eberhards III. am 16. Mai 1417 übernahm er die Regierung in ganz Württemberg. Bei seinem Tod am 2. Juli 1419 waren seine beiden Söhne, die späteren Grafen Ludwig I. und Ulrich V., erst sieben beziehungsweise sechs Jahre alt. Deshalb wurde eine Vormundschaftsregierung aus Henriette und bis zu 32 württembergischen Räten eingesetzt.
[Bearbeiten] Nachkommen
Eberhards Kinder mit Henriette von Mömpelgard waren:
- Anna, * 1408 in Waiblingen, ∞ 1422 mit Philipp I. von Katzenelnbogen
- Ludwig I., * 1412 in Urach
- Ulrich V. „der Vielgeliebte“, * 1413.
Daneben hatte Eberhard mit seiner Geliebten Agnes von Dagersheim noch mehrere Kinder[1]:
- Antonia von Dagersheim, ∞ Konrad Lyher, Kanzler in Stuttgart
- mehrere weitere Kinder
- Anna von Dagersheim, ∞ Hans Ferg, genannt Vergenhans, bedienstet am Hof zu Urach. Dieser Verbindung entstammen die Tochter Anna Vergenhans, der Sohn Ludwig Vergenhans (Dr., Probst in Stuttgart, Domherr in Konstanz und Augsburg, Kanzler in Stuttgart) und sein Bruder Johannes Vergenhans.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Hansmartin Decker-Hauff et al., Die Universität Tübingen von 1477 bis 1977 in Bildern und Dokumenten. 500 Jahre Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Beiträge zur Geschichte der Universität Tübingen 1477-1977. Tübingen: Attempto Verlag, 1977, Stammtafel S. 24f.
[Bearbeiten] Weblinks
- Eberhardus V.. In: Zedlers Universal-Lexicon, Band 8, Leipzig 1734, Spalte 49 f.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Eberhard III. | Graf von Mömpelgard (de iure uxoris) 1409–1419 |
Ludwig I. und Ulrich V. |
| Graf von Württemberg 1417–1419 |
Anfänge und Grafschaft bis 1495: Konrad I. | Konrad II. | Ludwig I. | Ludwig II. | Hartmann I. | Ludwig III. | Ulrich I. | Ulrich II. | Eberhard I. | Ulrich III. | Ulrich IV. | Eberhard II. | Eberhard III. | Eberhard IV. Stuttgarter Linie: Ulrich V. | Eberhard VI. Uracher Linie: Ludwig I. | Ludwig II. | Eberhard V.
Herzogtum von 1495 bis 1806: Eberhard I. | Eberhard II. | Ulrich | Christoph | Ludwig | Friedrich I. | Johann Friedrich | Eberhard III. | Wilhelm Ludwig | Eberhard Ludwig | Karl Alexander | Carl Eugen | Ludwig Eugen | Friedrich Eugen | Friedrich II.
Königreich von 1806 bis 1918: Friedrich I. | Wilhelm I. | Karl I. | Wilhelm II.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eberhard IV. |
| ALTERNATIVNAMEN | Graf Eberhard IV. von Württemberg; Eberhard der Jüngere |
| KURZBESCHREIBUNG | Graf von Württemberg (1417–1419) |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1388 |
| STERBEDATUM | 2. Juli 1419 |
| STERBEORT | Waiblingen, Grafschaft Württemberg, Heiliges Römisches Reich |