Eberholzen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eberholzen
Eberholzen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eberholzen hervorgehoben
52.0547222222229.8530555555556180Koordinaten: 52° 3′ N, 9° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Samtgemeinde: Sibbesse
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 9,92 km²
Einwohner: 601 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31079
Vorwahl: 05065
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 012
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedrich-Lücke-Platz 1
31079 Sibbesse
Bürgermeister: Rudolf Brandes
Lage der Gemeinde Eberholzen im Landkreis Hildesheim
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Schäferstraße

Eberholzen ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Eberholzen liegt südwestlich von Hildesheim zwischen den Naturparks Weserbergland und Harz. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Sibbesse an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Sibbesse hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird im Jahr 1240 als Eilbereholthusen erstmals urkundlich erwähnt, wobei Eilbere möglicherweise ein Eigenname ist. Die Kapelle im benachbarten Dorf Möllensen wurde 1304 als "Filial" der Kirche in Eberholzen genannt[2]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Eberholzen 682 Einwohner[3].

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1240 Eilbereholthusen 1282 Elberholthusen, 1282 Ebbereholthusen, 1285 Elberholthusen, 1304 Elberholthusen, 1311 Eylberholthusen und 1318 Elberholthusen. Der Name scheint aus drei Teilen zu bestehen: Neben dem häufigen Element „-holt-husen“ ist im ersten Glied „Elber-“, vielleicht sogar „Eilber-e-“ zu erkennen. Das „-l-“ fiel später und so wurde der erste Teil an hochdeutsch „Eber“, niederdeutsch „Ever“ angeglichen. Die „-holthusen-Orte“ sind im Allgemeinen nicht sehr alt. Sie bedeuten so viel wie „Siedlung im oder am Wald“, da „holt“ für „Wald“ steht.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Eberholzen setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 9. September 2001)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Klaus-Peter-Schröder wurde am 9. September 2001 gewählt. Mittlerweile ist der neue Bürgermeister Rudolf Brandes. Sein Stellvertreter ist Dirk Sattler.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Eberholzen ist über Kreisstraßen mit der Bundesstraße 243 an das Straßennetz angeschlossen. Regelmäßige direkte Linienbusverbindungen bestehen von und nach Gronau, Hildesheim und Alfeld. Gegenüber der Kirche befindet sich die Kindertagesstätte "Mäuseburg". Zur Deckung des täglichen Bedarfs gibt es in der Schäferstraße ein Einzelhandelsgeschäft. Als einer der bedeutendsten Fleischereibetriebe der Region ist hier die Landschlachterei Rolf Bartels beheimatet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vor der evangelischen St. Bartholomäuskirche, deren Turm im 12. Jahrhundert erbaut wurde, ist ein Steinsarg aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. In ihm soll einer Sage nach ein Ritter von Eberhardt begraben sein, der mit einem Bann belegt war und deshalb nicht in der Kirche oder auf dem Friedhof beerdigt werden konnte. In der einschiffigen Kirche, deren Schiff 1729 erbaut wurde, sind unter anderem der barocke Kanzelaltar von 1731, die Orgel von 1794 [5]und die im 18. Jahrhundert bemalte, hölzerne Kassettendecke sowie das Taufbecken aus Sandstein von 1611 beachtenswert[6]. Die Empore im Osten wurde 1717 eingefügt, die im Westen und Norden 1722/23. 1966 wurde die Kirche renoviert.

Vor der Kirche wurde 1913 aus Findlingen ein Denkmal zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig (1813) errichtet. Hier befindet sich auch ein Denkmal zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege.

In der Nordstraße ist ein 1979 restaurierter, 14 m tiefer Brunnen sehenswert.

In Eberholzen, durch dessen Ortsmitte der Hahmbach fließt, fallen zahlreiche gut erhaltene bzw. restaurierte Fachwerkhäuser auf[7], z.B. in der Nord- und Dammstraße, um die Kirche herum und am Tie.

Sport[Bearbeiten]

Als bedeutender Fußballverein in der Region ist der TSV Eberholzen seit Jahren in der Kreisliga aktiv. Vor einigen Jahren war er bundesweit das kleinste Dorf mit einem Verein in einem Bezirk, nachdem der Aufstieg 2003 gelungen war.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Hildesheimer Allgemeine Zeitung, S. 21. 27. Februar 2010.
  3. Neumanns Orts- und Verkehrslexikon, S. 216. Leipzig 1905.
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  5. Informationstafel im Vorraum der Kirche.
  6. Kurt Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bremen, Niedersachsen, S. 414. München 1992.
  7. Sanierungsbericht [1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eberholzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien