Ebershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebershausen
Ebershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebershausen hervorgehoben
48.20472222222210.316666666667541Koordinaten: 48° 12′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Krumbach
Höhe: 541 m ü. NHN
Fläche: 9,09 km²
Einwohner: 605 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86491
Vorwahl: 08282
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 129
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Webpräsenz: www.ebershausen.de
Bürgermeister: Herbert Kubicek (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Ebershausen im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild
Ebershausen von Süden

Ebershausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und Mitglied der Verwaltungsmeinschaft Krumbach.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ebershausen liegt im Bezirk Schwaben in der Region Donau-Iller.

Zu der Gemeinde gehören folgende Orte und Gemarkungen: Ebershausen, Seifertshofen und Waltenberg; Ebershausen liegt am westlichen Talrand des Haselbachtals in dem Bereich, in dem die Gutnach in den Haselbach mündet. Nördlich von Ebershausen, ebenfalls am westlichen Talrand des Haselbachtals liegt Seifertshofen. Waltenberg dagegen liegt nordöstlich von Ebershausen am westlichen Rand des Riedels zwischen dem Tal der Gutnach und des Krumbächles.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Breitenthal, im Osten die Stadt Krumbach, im Südosten die Gemeinde Waltenhausen, im Süden die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Kirchhaslach und im Westen die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Gemeinde Kettershausen. Im Osten grenzt die Gemeinde außerdem an das gemeindefreie Gebiet Ebershauser-Nattenhauser Wald, von dem das Dorf Waltenberg fast vollständig umgeben ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Ebershausen gehörte zum Stiftungsgut des Reichsstifts Roggenburg und war seit dem 15. Jahrhundert Lehensbesitz des Hochstifts Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Ebershausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Seifertshofen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 607 Einwohner[2]
  • 1970: 603 Einwohner[2]
  • 1987: 582 Einwohner
  • 2000: 628 Einwohner
  • 2011: 613 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2008 entfielen alle 8 Sitze auf die Freie Wählergemeinschaft. Bürgermeister ist seit 1990 Herbert Kubicek (Freie Wählergemeinschaft). Davor war Adolf Albrecht Bürgermeister von Ebershausen.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 230 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 20 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt die Hebezange aus dem Wappen des Ulmer Bürgers Ulrich Schappran, der im Jahr 1425 in Ebershausen Grundbesitz hatte. Die Farben des Wappens sind rot und silber[3].

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und im 18. Jahrhundert umgebaut. Im Jahr 1913 wurde die Kirche im Stil des Neubarock ausgestattet. Seit einer Purifizierung in den 1970er Jahren ist der Innenraum sehr schlicht gehalten. Die am höchsten Punkt des Ortes liegende Kirche ist von den Tälern des Haselbachs und der Gutnach weithin sichtbar[4].

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 21 und im Bereich Handel und Verkehr 10 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 5 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 215. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 566 ha, davon waren 375 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 300 (Memmingen - Krumbach) von Südwest nach Nordost und die Kreisstraße GZ 13 von Norden nach Süden entlang der Täler des Haselbachs im Norden und der Gutnach im Süden.

Seit Juli 2009 sind die Orte der Gemeinde an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des Bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 46 Kindern

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Nordwesten grenzt das Gemeindegebiet an das beliebte Naherholungsgebiet Oberrieder Weiher.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ebershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  3. Seite über das Wappen der Gemeinde Ebershausen auf der Internetseite der Gemeinde Ebershausen
  4. von Hagen, B. & Wegener-Hüssen, A. 2004: Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. - Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München, ISBN 3-87490-589-6, 600 S. (S. 124 f.)