Ebon-Atoll

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Ebon
NASA-Bild von Ebon
NASA-Bild von Ebon
Gewässer Pazifischer Ozean
Archipel Marshallinseln
Geographische Lage 4° 38′ N, 168° 43′ O4.6333333333333168.71666666667Koordinaten: 4° 38′ N, 168° 43′ O
Ebon (Marshallinseln)
Ebon
Anzahl der Inseln 22
Hauptinsel Jitoen
Landfläche 5,7 km²
Lagunenfläche 108,4 km²
Einwohner 741 (1999)
Karte des Ebon-Atolls
Karte des Ebon-Atolls

Ebon (deutsch veraltet: Bostoninseln[1]) ist das südlichste Atoll der Ralik-Kette der Marshallinseln. Das Atoll hat eine Landfläche von 5,7 km², die eine Lagune von 108,4 km² umschließt. Das Atoll hat im Südwesten einen schiffbaren Zugang zum Meer.

Ebon war das erste Atoll der Marshall-Inseln, das missioniert wurde (1852).

Das Atoll hatte 1999 eine Bevölkerung von 741. Während auf den übrigen 23 bewohnten Inseln oder Atollen die Inselräte gewählt werden und je nach Atoll eine Stärke zwischen fünf (Likiep) und 25 (Ailinglaplap) haben, hat das Ebon Atoll Council 83 Mitglieder, da jede Familie ein Mitglied entsendet.[2]

Fünf der 22 Inseln des Atolls sind bewohnt. Die Volkszählung von 1999 weist sieben Orte auf, zu denen drei auf der Hauptinsel Jitoen (Jittoen) liegen, die 402 der 741 Einwohner des Atolls auf sich vereinigt. Der größte Ort mit 267 Einwohnern ist jedoch Toka auf der gleichnamigen, westlichsten Insel des Atolls. Die langgezogene, geschwungene Hauptinsel nimmt den gesamten Süden und Südosten des Atolls ein. Die Insel ist rund 12 Kilometer lang und im Westen bis zu 900 Meter breit, stellenweise jedoch nur gut 40 Meter.

Auf dem Atoll sind zahlreiche Vogelarten heimisch, u.a. Fregattvögel und Seeschwalben.

Am 30. Januar 2014 wurde der Salvadorianer José Salvador Alvarenga von Einheimischen am Strand einer Insel in der unmittelbaren Umgebung des Ebon-Atoll aufgefunden. Er gab an, nach einer mehr als 13 Monate dauernden unfreiwilligen Reise in seinem Fischerboot durch die Meeresströmungen von Chiapas in Mexiko hierhergelangt zu sein. Die Entfernung zwischen beiden Punkten beträgt 10.800 km.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Koloniallexikon. Quelle & Meyer, Leipzig 1920. (3 Bde)
  2. Marshall Islands Statistical Yearbook 2002. (PDF; 1,9 MB), S. 6.
  3. Sandra Weiss: Mexikanischer Fischer schildert 14-monatige Odyssee auf hoher See. auf: derstandard.at, 4. Februar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]