Ecgfrith von Mercien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ecgfrith († Dezember 796) war ein König des angelsächsischen Königreichs Mercia und Sohn Offas und Cynethryths. 787 wurde Ecgfrith zum Mitregenten seines Vaters und folgte ihm im Juli 796 auf den Thron.[1] Doch trotz Offas Bemühungen den Thron für seine Linie zu sichern, regierte Ecgfrith nur wenige Monate und starb am 14. oder 17. Dezember 796.

Offas Heiratspolitik in Bezug auf Ecgfrith hatte erhebliche Auswirkungen auf Offas Außen- und Wirtschaftspolitik und mittelbar auch auf seine Münzreform. Den Vorschlag Karls des Großen, dass eine von Offas Töchtern einen Sohn Karls heiraten solle, lehnte Offa ab und stellte die Bedingung, dass Ecgfrith dann auch eine Tochter Karls heiraten müsse. Dies führte zu einem dreijährigen Streit, in dessen Verlauf Karl seine Häfen für englische Händler schließen ließ. Dass hierbei die Bedeutung des Handels über den Ärmelkanal offenbar wurde, wird als einer der Gründe für die Münzreform Offas angesehen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. F. M. Stenton: Anglo-Saxon England. S. 218
  2. F. M. Stenton: Anglo-Saxon England. S. 220ff.

Literatur[Bearbeiten]

  • James Campbell (Hrsg): The Anglo-Saxons. Phaidon, London 1982, ISBN 0-7148-2149-7.
  • Frank M. Stenton: Anglo-Saxon England. 3. Auflage, Oxford University Press, Oxford 1971, ISBN 0-19-280139-2.


Vorgänger Amt Nachfolger
Offa König von Mercien
787–796
Cenwulf