Echinopsis backebergii

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Echinopsis backebergii
Echinopsis backebergii Succu.jpg

Echinopsis backebergii

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Trichocereeae
Gattung: Echinopsis
Art: Echinopsis backebergii
Wissenschaftlicher Name
Echinopsis backebergii
Werderm.

Echinopsis backebergii ist eine Pflanzenart aus der Gattung Echinopsis in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton backebergii ehrt den deutschen Kakteenspzialisten Curt Backeberg.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Echinopsis backebergii wächst einzeln oder bildet Gruppen. Die kugelförmigen bis kurz zylindrischen, hellgrünen Triebe erreichen Durchmesser von 4 bis 5 Zentimeter. Es sind etwa 15 scharfe Rippen vorhanden, die gekerbt und spiralförmig angeordnet sind. Die darauf befindlichen Areolen sind anfangs wollig behaart und stehen 1 bis 1,5 Zentimeter voneinander entfernt. Aus ihnen entspringen ein bis elf Dornen, die sich nicht immer in Mittel- und Randdornen unterscheiden lassen. Sie sind anfangs braun und vergrauen im Alter. Die schlanken Dornen sind gebogen, an ihrer Spitze fast hakig und 0,5 bis 5 Zentimeter lang.

Die hell- bis dunkelroten Blüten besitzen oft einen bläulichen Schein und einen weißen Schlund. Sie erscheinen seitlich in der Nähe des Triebscheitels und öffnen sich am Tag. Die Blüten werden bis zu 5,5 Zentimeter lang und weisen Durchmesser von 4 Zentimeter auf. Ihre Blütenröhre ist schlank. Die kleinen, kugelförmigen Früchte sind halbtrocken und reißen senkrecht auf.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Echinopsis backebergii ist in den bolivianischen Departamentos La Paz und Cochabamba sowie den peruanischen Regionen Ayacucho, Cusco und Huancavelica in der Puna-Vegetation in Höhenlagen von 3200 bis 3900 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung durch Erich Werdermann wurde 1931 veröffentlicht.[2] Echinopsis backebergii ist offenbar eng mit Echinopsis hertrichiana verwandt.

Synonyme sind Lobivia backebergii (Werderm.) Backeb. (1935), Echinopsis boedekeriana Harden (1936), Lobivia rossii var. boedekeriana (Harden) Backeb. (1951), Lobivia boedekeriana (Harden) Backeb. (1960, nom. inval. ICBN-Artikel 33.3), Cinnabarinea boedekeriana (Harden) F.Ritter (1980), Lobivia pugionacantha var. boedekeriana (Harden) J.Ullmann (1992), Lobivia wrightiana Backeb. (1937), Neolobivia wrightiana (Backeb.) Y.Itô (1957), Lobivia backebergii var. wrightiana (Backeb.) Rausch (1975), Lobivia backebergii subsp. wrightiana (Backeb.) Rausch ex G.D.Rowley (1982), Lobivia wrightiana var. brevispina Backeb. (1957), Lobivia oxyalabastra Cárdenas & Rausch (1966), Lobivia backebergii var. oxyalabastra (Cárdenas & Rausch) Rausch (1975), Lobivia winteriana F.Ritter (1970), Lobivia backebergii var. winteriana (F.Ritter) Rausch (1975), Neolobivia winteriana (F.Ritter) F.Ritter (1981), Lobivia wrightiana var. winteriana (F.Ritter) Rausch (1987), Lobivia zecheri Rausch (1971), Lobivia backebergii var. zecheri (Rausch) Rausch (1975), Lobivia backebergii subsp. zecheni (Rausch) Rausch ex G.D.Rowley (1982) und Lobivia backebergii var. capinotensis hort. ex E.Herzog (1991, nom. inval. ICBN-Artikel 36.1, 37.1).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Vulnerable (VU)“, d.h. als gefährdet geführt.[3]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 21.
  2. Neue Kakteen. Jagden, Arten, Kultur. Trowitzsch & Sohn, Berlin 1931, S.83–84.
  3. Echinopsis backebergii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Lowry, M. & Ostalaza, C., 2011. Abgerufen am 28. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echinopsis backebergii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien