Echinopsis pampana

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Echinopsis pampana
Echinopsis pampana1PCJO.jpg

Echinopsis pampana

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Trichocereeae
Gattung: Echinopsis
Art: Echinopsis pampana
Wissenschaftlicher Name
Echinopsis pampana
(Britton & Rose) D.R.Hunt

Echinopsis pampana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Echinopsis in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton pampana verweist auf das Vorkommen der Art in der peruanischen Pampa de Arrieros.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Echinopsis pampana wächst in der Regel einzeln und sprosst nur selten. Die kugelförmigen, blaugrünen bis graugrünen Triebe erreichen Durchmesser von 10 Zentimeter und eine Wuchshöhe von bis zu 7,5 Zentimeter. Sie besitzen eine große Pfahlwurzel. Es sind 18 bis 30 an ihrer Basis breite, scharfkantige, wellige Rippen vorhanden, die spriralförmig angeordnet und mit schief versetzten Höckern gehöckert sind. Die auf ihnen befindlichen Areolen stehen 1 bis 2 Zentimeter voneinander entfernt. Die aus ihnen entspringenden nadeligen bis elastischen Dornen sind gelblich rosafarben bis braun bis schwärzlich. Die ein bis zwei aufwärts gebogenen Mitteldornen sind bis zu 7 Zentimeter lang. Die neun bis zehn etwas gebogenen Randdornen weisen eine Länge von 1 Zentimeter auf.

Die kurz trichterförmigen Blüten sind am Tag geöffnet. Sie sind rosa-beige bis orangerot bis gelb gefärbt. Die Blüten werden 3 bis 5 Zentimeter (selten bis zu 7 Zentimeter) lang und weisen ebensolche Durchmesser auf. Die eiförmigen bis kugelförmigen Früchte sind saftig und erreichen einen Durchmesser von 2 Zentimeter.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Echinopsis pampana ist in den peruanischen Regionen Arequipa und Moquegua in Höhenlagen von 3500 bis 4100 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Lobivia pampana durch Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose wurde 1922 veröffentlicht.[2] David Richard Hunt stellte die Art 1991 in die Gattung Echinopsis.[3]

Folgende Taxa wurden als Synonym in die Art einbezogen: Echinopsis mistiensis Werderm. & Backeb. (1931), Lobivia mistiensis (Werderm. & Backeb.) Backeb. (1934), Lobivia mistiensis var. brevispina Backeb. (1936, nom. inval. ICBN-Artikel 36.1), Lobivia mistiensis var. leucantha Backeb. (1936, nom. inval. ICBN-Artikel 36.1), Lobivia aureosenilis Kníže (1969), Lobivia glaucescens F.Ritter (1981), Lobivia pampana var. borealis Rausch (1987), Lobivia scheeri var. borealis (Rausch) Rausch (1992) und Lobivia moqueguana Kníže ex Rausch (1992, nom. inval. ICBN-Artikel 34.1c).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Endangered (EN)“, d.h. als stark gefährdet geführt.[4]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 177.
  2.  N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band III, The Carnegie Institution of Washington, Washington 1922, S. 56 (online).
  3. David Hunt, Nigel Taylor (Hrsg.): Notes on miscellaneous genera of Cactaceae. In: Bradleya. Band 9, 1991, S. 88.
  4. Echinopsis pampana in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Cáceres, F., Roque, J. & Ostalaza, C., 2011. Abgerufen am 1. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echinopsis pampana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Fotos von Echinopsis pampana