Echtzeitbetriebssystem

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Ein Echtzeitbetriebssystem (englisch real-time operating system, kurz RTOS genannt) ist ein Betriebssystem das in der Lage ist, Echtzeit-Anforderungen der Anwendungen zu erfüllen. Das bedeutet das sofortige Verarbeiten von Anfragen, d. h. das Garantieren von Verzögerungs- bzw. Bearbeitungszeiten.

Anforderungen an Echtzeitbetriebssysteme[Bearbeiten]

Vorhersagbares Zeitverhalten[Bearbeiten]

Während auch gängige Desktop-Betriebssysteme ein weiches Echtzeitverhalten für hochprioritäre Prozesse garantieren können, kann durch das nicht exakt berechenbare Zeitverhalten durch Swapping, Speicherzugriffe, Hardwareinterrupts usw. in Worst-Case-Szenarien kein hartes Echtzeitverhalten garantiert werden.

Echtzeitbetriebssysteme müssen im Gegensatz dazu auch im ungünstigsten Fall die Einhaltung definierter Antwortzeiten garantieren können. Dies betrifft vor allem die Bereiche Scheduling und Speicherverwaltung.

Außerdem müssen sie zusätzliche Fehlererkennungsmechanismen unterstützen.

Gängige Architekturen[Bearbeiten]

Micro-Kernel[Bearbeiten]

Bei dieser Architektur läuft der eigentliche Kernel als Task mit niedrigster Priorität und der Echtzeit-Kernel übernimmt das Scheduling. Dabei besitzen die Echtzeit-Prozesse die höchste Priorität. Das bringt minimale Latenzzeiten mit sich.[1]

Nano-Kernel[Bearbeiten]

Ähnlich dem Micro-Kernel-Ansatz, jedoch besteht hier die Möglichkeit, neben dem eigentlichen Echtzeit-Kernel eine beliebige Anzahl anderer Betriebssystem-Kernel laufen zu lassen.

Pico-Kernel, Femto-Kernel, Atto-Kernel, usw.[Bearbeiten]

Sind praktisch nichts anderes als Nano-Kernel, nur wollen deren Entwickler mit immer niedrigeren SI-Präfixen in der Bezeichnung explizit die Winzigkeit ihrer Kernel herausstellen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Linux als Echtzeitbetriebssystem

Weblinks[Bearbeiten]