Eckersdorf

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Dieser Artikel beschreibt die oberfränkische Gemeinde Eckersdorf; zu anderen Bedeutungen siehe Eckersdorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eckersdorf
Eckersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eckersdorf hervorgehoben
49.93276944444411.501230555556416Koordinaten: 49° 56′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 416 m ü. NN
Fläche: 36,19 km²
Einwohner:

5110 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95488
Vorwahl: 0921
Kfz-Kennzeichen: BT
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 131
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile [2]
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bamberger Str. 30
95488 Eckersdorf
Webpräsenz: www.eckersdorf.de
Bürgermeisterin: Sybille Pichl (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Eckersdorf im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Löhlitzer Wald Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Eckersdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und liegt unmittelbar westlich von Bayreuth.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Geographische Lage [Bearbeiten]

Die Großgemeinde Eckersdorf befindet sich am Nordrand der Fränkischen Schweiz unweit der Festspielstadt Bayreuth. Der Sophienberg bildet mit 593 m ü. NN die höchste Erhebung in der Umgebung.

Offizielle Ortsteile [Bearbeiten]

Ortsteil Oberwaiz: Forsthaus, ehemaliges Jagdschloss der "Plassenberger", erbaut 1776

Die neue Gemeinde Eckersdorf entstand am 1. Mai 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform.

Sie besteht gemäß Angaben der Gemeindeverwaltung aus den 22 verwaltungstechnischen Ortsteilen): [2]

Ortsteil Einwohnerzahl
Busbach 227
Donndorf 2110
Eckersdorf 1952
Eschen 130
Forst 149
Hardt 31
Heisenstein 3
Lahm 29
Lochau 23
Lohe 24
Melkendorf 14
Neustädtlein am Forst 165
Oberwaiz 359
Pleofen 33
Schanz 19
Simmelbuch 70
Stein 1
Tröbersdorf 64
Vorlahm 19
Waldhütte 1
Windhof 9
Wolfsgraben 3

Weitere Ortsteile [Bearbeiten]

Als weitere Ortsteile sind zu nennen:[3]

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Thurnau, Bayreuth, Mistelbach und Mistelgau.

Geschichte [Bearbeiten]

Wappen der Familie von Lüchau am Taufbecken der Eckersdorfer Kirche

Eckersdorf wurde urkundlich das erste Mal im Jahre 1149 im Giechburgvertrag erwähnt. Die Grafen von Andechs-Meranien waren bis zu ihrem Aussterben 1248 im Besitz des heutigen Gemeindegebiets. Die Herren von Plassenberg erwarben 1420 erste Güter in Eckersdorf und waren hundert Jahre später in dessen vollständigem Besitz. Nach ihrem Aussterben 1552 kam Eckersdorf an die Herren von Lüchau, bis es 1757 an das Markgraftum Bayreuth fiel. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth kam Eckersdorf im Frieden von Tilsit zu Frankreich und 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Neustädtlein am Forst eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Busbach, Donndorf, Eschen und Oberweiz hinzu.[5]

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeister [Bearbeiten]

Die frühere Verwaltungsleiterin Sybille Pichl (Freie Wählergemeinschaft) wurde am 9. Mai 2010 mit einem Ergebnis von 54,7 % der Wählerstimmen zur Bürgermeisterin gewählt. Der Kontrahent Manfred Präcklein (SPD) erreichte in der Stichwahl 45,3 %. [6] Stellvertreter sind Winfried Parchent (CSU) und Wolfgang Haida (SPD). Pichls Vorgänger war Klaus Hümmer (Freie Wählergemeinschaft).

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder:

Partei Sitze
Freie Wähler 7
SPD 6
CSU 7

(Stand: Kommunalwahl 2008)

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Evang.-Luth. St.Ägidius-Kirche

Bildung [Bearbeiten]

Bauwerke [Bearbeiten]

  • Siegesturm im Ortsteil Donndorf gegenüber dem Schloss Fantaisie.
  • Die Eckersdorfer evangelisch-lutherische Kirche St. Ägidius stammt in ihrer heutigen Form mit dem hohen spitzen Turm aus dem Jahr 1791. Die Sakristei am Ostende der Kirche ist jedoch viel älter (11. Jahrhundert) und war als Kapelle ursprünglich dem heiligen Kilian geweiht. Bis zur Umgestaltung 1791 diente die Kilianskapelle als Altarraum, einige alte Fresken sind erhalten.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eckersdorf

Museen [Bearbeiten]

Schloss Fantaisie (nördliche Seite)

Das Schloss beherbergt ein Museum für Gartenkunst, das von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betrieben wird und zahlreiche Skulpturen und Gemälde der Deutschen Gartenkunst zeigt. Im Schlosspark von 200 Hektar Größe sind die drei wichtigsten Stile der deutschen Gartenkunst zu finden. Der älteste Teil der Anlage geht auf das Jahr 1763 zurück.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmale [Bearbeiten]

  • Felsengruppe Philippstein, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R029)
  • Oertelfelsen, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R027)
  • Schlucht Salamandertal, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R026)
  • Sandsteinblock im Schlossgarten Fantasie (Ortsteil Donndorf)
  • Teufelsloch im Ortsteil Oberwaiz

Vereine [Bearbeiten]

In Eckersdorf gibt es mit über 60 Vereinen ein reges Vereinsleben. [7]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]

  • Peter Glotz (1939–2005), deutscher Politiker (SPD), Publizist und Kommunikationswissenschaftler, lebte von 1945 bis 1959 in Eckersdorf.
  • Richard Wagner (1813–1883) lebte von April bis September 1872 im Hotel Fantaisie neben dem gleichnamigen Schloss, um von dort aus Grundsteinlegung und Baubeginn seines Festspielhauses sowie seines Wohnhauses (Haus Wahnfried) in Bayreuth zu überwachen.
  • Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth (1738–1780) Prinzessin von Brandenburg-Bayreuth und Herzogin von Württemberg.

Literatur [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. a b Daten/Zahlen/Fakten Internet-Angebot der Gemeinde Eckersdorf.. Abgerufen am 23. April 2012
  3. Suchergebnis alle Orte in der Gemeinde Eckersdorf Internet-Angebot der Bayerische Landesbibliothek. Abgerufen am 13. August 2010
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 431 und 432.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676.
  6. Wahl der ersten Bürgermeister, Wahlergebnisse 2010. Internet-Angebot des Bayerisches Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Abgerufen am 19. März 2010
  7. Vereinsverzeichnis Internet-Angebot der Gemeinde Eckersdorf.. Abgerufen am 5. Januar 2011

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Eckersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Eckersdorf – Reiseführer