Eckhard Freise

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Eckhard Freise während einer Umbrien-Exkursion im Lago di Trasimeno, 2006
Eckhard Freise, Chess Classic 2002

Eckhard Freise (* 30. November 1944 in Erfurt) ist ein deutscher Historiker und Hochschullehrer im Ruhestand.

Eckhard Freise machte 1964 in Bielefeld Abitur, war Zeitsoldat, studierte Latein, Geschichte und Philosophie, Pädagogik, Geographie, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft sowie nicht-numerische Informatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1970 legte er seine 1. Philologische Staatsprüfung mit Auszeichnung ab. Er blieb als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Münster. Freise wurde 1979 in Münster mit einer magna cum laude beurteilten Arbeit über die Anfänge der Geschichtsschreibung im Kloster Fulda promoviert. Seine Habilitation erfolgte 1987. Freise war zunächst Professor an der Universität Mannheim. 1989 wurde er zum Hochschuldozenten ernannt. Von 1996 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 war er Inhaber des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal.

Freise lebt in Münster, ist Mitglied der Emanuel-Lasker-Gesellschaft, Mitglied des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands und seit 1990 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen. In seiner Freizeit spielt er Schach. Mit 20 Jahren war Freise Schach-Westfalenmeister, heute spielt er beim Schachverein SK Münster. 1995 besiegte er das aufstrebende Schachprogramm Fritz beim NRW-Cup. 2001 bezwang er bei einer Simultanschach-Veranstaltung in Berlin den Großmeister Viktor Kortschnoi, 2004 bei einem Simultan-Turnier in Mainz den späteren Weltmeister Viswanathan Anand. Seine internationale Fernschach-Elo-Zahl beträgt 2245, im ersten Halbjahr 2001 hatte er seine höchste Wertung von 2405.[1] Seine Elo-Zahl im Nahschach beträgt 2003 (Stand: Dezember 2014).

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Freise am 2. Dezember 2000 bekannt, als er im Fernsehquiz Wer wird Millionär? alle 15 Fragen richtig beantwortete. Er war damit der Erste, der den Hauptpreis von 1.000.000 DM gewinnen konnte. 2002 wurde Freise in der RTL-Sendung Der große IQ-Test ein Intelligenzquotient von 132 bescheinigt. Er schnitt damit als Bester der teilnehmenden Prominenten ab. Am 20. Januar 2008 spielte der Professor in der RTL-Show Die Weisheit der Vielen als Experte drei Quiz-Fragen gegen ganz Deutschland. Ziel der Sendung war es, in Anlehnung an das Buch The Wisdom of Crowds von James Surowiecki zu überprüfen, ob die Masse klüger ist als der einzelne Experte. Außerdem trat er bei der ZDF-Quizsendung Der Super Champion 2012 am 14. April 2012 auf. Er besiegte hier drei Experten und scheiterte an Hellmuth Karasek in der vierten Runde.

Im November 2013 trat er in der ARD-Sendung Die Show der unglaublichen Helden mit Matthias Opdenhövel auf.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Anfänge der Geschichtsschreibung im Kloster Fulda. Münster 1979. (Dissertation)
  • Das Martyrolog-Necrolog von St. Emmeram zu Regensburg. Hahn, Hannover 1986, ISBN 3-7752-5145-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karteikarte bei der International Correspondence Chess Federation (englisch)