Ecole d’Humanité

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Ecole d’Humanité

BW

Schulform Internat / Landerziehungsheim
Ort Hasliberg
Kanton Bern
Staat Schweiz
Koordinaten 658028 / 17676846.7395833333338.1979166666667Koordinaten: 46° 44′ 22,5″ N, 8° 11′ 52,5″ O; CH1903: 658028 / 176768
Schüler etwa 150
Leitung Ashley Curtis
Barbara Hanusa
Geschäftsführer: Enrico Simen
Website www.ecole.ch

Die Ecole d’Humanité ist eine Schweizer Internatsschule in der Gemeinde Hasliberg im Kanton Bern.

Die Ecole d’Humanité wurde 1934 von dem deutschen Reformpädagogen Paul Geheeb und seiner Ehefrau Edith Geheeb-Cassirer gegründet. Die Geheebs hatten 1910 bereits die Internatsschule Odenwaldschule im hessischen Heppenheim errichtet. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland emigrierten die Geheebs 1934 mit einigen Mitarbeitern und Schülern der Odenwaldschule in die Schweiz und gründeten hier die Ecole d’Humanité, zunächst in Versoix im Kanton Genf und 1946 dann an ihrem jetzigen Standort in Goldern-Hasliberg.

Der Schulkomplex besteht aus 20 Familienhäusern und Chalets, in denen die meisten Schüler und Lehrer in einer Großfamilien ähnlichen Gemeinschaft zusammenleben. Einzelne Schüler und Lehrer wohnen auch außerhalb der Schule in den benachbarten Ortschaften.

Unterrichtspraxis[Bearbeiten]

In der Schule leben derzeit etwa 150 Schüler im Alter von 10 bis 20 Jahren. Etwa die Hälfte der Schüler kommen aus der Schweiz, die übrigen aus derzeit etwa 25 verschiedenen Ländern, darunter haben viele Englisch als Muttersprache, etwa 20 Prozent der Schüler kommen aus den USA. Die Schule ist unterteilt in ein deutsch- und ein englischsprachiges System, in denen die jeweilige Sprache Unterrichtssprache ist.

Unterrichtet wird in Kleingruppen von etwa acht Schülern, die in etwa leistungshomogen sind, aber auch jahrgangsübergreifend sein können. Am Vormittag werden täglich drei gleiche Fächer in Einheiten von 60 bis 75 Minuten Länge über etwa sechs Wochen in Epochenform unterrichtet. Am Nachmittag finden musisch-künstlerische, handwerkliche und sportliche Aktivitäten statt, die häufig besonderen Projekt- und Erlebnischarakter haben. Darunter sind viele alpine Sportaktivitäten.

Die Schüler sind intensiv mitbestimmend am Schulgeschehen beteiligt. Sie vertreten ihre Interessen in richtungsweisenden Gremien und entscheiden selbst über die Wahl vieler Unterrichtsinhalte.

Schulleiter[Bearbeiten]

  • Paul Geheeb
  • Armin Lüthi, Natalie Lüthi
  • Frederic Bächtold, Sarah Hudspith, Kathleen Hennessy, Kenneth Christopher Hill
  • Barbara Hanusa, Ashley Curtis
  • Barbara Hanusa, Enrico Simen, Mike May

Bekannte Alumni der Ecole d’Humanité[Bearbeiten]

Weiteres[Bearbeiten]

Die Schule ist Mitglied im Schulverbund Blick über den Zaun und in der Internate Vereinigung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Hanusa: Ecole d’Humanité. In: Brückel, Frank und Schönberger, Ute (Hrsg.): Querblick. Alternative Schulen in privater Trägerschaft in der Schweiz. Zürich 2009
  • Frank Brückel, Saskia Kobler: Schule einmal anders erleben: die Ecole d’Humanité (Schülerinnen und Schüler beschreiben ihr Leben im Internat), Freiburg im Breisgau 2002, ISBN 3-925416-25-0
  • Hans Näf: Eine menschliche Schule. Die Ecole d’Humanité von innen gesehen. Zytglogge 2009. ISBN 978-3-7296-0784-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Köppel:Stephan Eicher, Reisender. In: Neue Zürcher Zeitung, Oktober 1992. Zuletzt abgerufen am 16. Februar 2014.