Economiesuisse

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Economiesuisse (Marke: economiesuisse) ist ein Dachverband der Schweizer Wirtschaft.

Dieser ist die grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft. Als Verband der Schweizer Unternehmen stehen hinter der Organisation rund 100'000 Unternehmen verschiedener Grössen mit insgesamt zwei Millionen Beschäftigten. Mitglieder von Economiesuisse sind 100 Branchenverbände, 20 kantonale Handelskammern sowie Einzelfirmen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Economiesuisse wurde am 15. September 2000 in Lausanne gegründet. Als Verband der Schweizer Unternehmen ging sie aus dem Schweizerischen Handels- und Industrieverein (Vorort)[2] und der wf, Gesellschaft zur Förderung der schweizerischen Wirtschaft[3] hervor. Der Name ist zusammengesetzt aus den französischen Worten «économie» (Wirtschaft) und «suisse» (schweizerisch).

Organisation[Bearbeiten]

Die Organisation versteht sich als Interessenvertreter der Wirtschaft im politischen Prozess, sie vertritt die angeschlossenen Mitglieder sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Als Lobby-Organisation versucht Economiesuisse Einfluss auf das Parlament auszuüben. Klassischerweise vertritt der Verband dabei wirtschaftsliberale Anliegen: mehr Eigenverantwortung, weniger Sozialstaat, freier Handel, tiefere Steuern, weniger Eingriffe durch den Staat.

Präsident ist seit 1. September 2013 Heinz Karrer, er löste Rudolf Wehrli ab.[4] Vorgänger von Wehrli war Gerold Bührer. Direktor war bis am 18. Juni 2013 Pascal Gentinetta; interimistisch leitet seither Chefökonom Rudolf Minsch die Geschäfte. Spätestens im September 2014 wird die gewählte Monika Rühl ihre Stelle als Direktorin antreten.[5]

Bearbeitet werden nach eigenen Angaben folgende Themen:[6]

  • Allgemeine Wirtschaftspolitik
  • Aussenwirtschaft
  • Steuern
  • Finanzen
  • Infrastrukturen
  • Energie und Umwelt
  • Bildung
  • Regulatorisches
  • Wettbewerb

Die klassischen Fragen der Sozialpartnerschaft werden vom Schweizerischen Arbeitgeberverband thematisiert.

Kritik[Bearbeiten]

Economiesuisse wird vorgeworfen, bestehende Fakten opportunistisch wiederzugeben. Der Artikel Trauen Sie keiner Verbandsstatistik auf Tages-Anzeiger-Online vom 3. April 2012 beschäftigt sich mit diesem Thema.[7]

Andere Dachverbände der Schweiz[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitglieder, abgerufen am 8. März 2013
  2. Archiv des Schweizerischen Handels- und Industrie-Vereins (SHIV, Vorort) von 1870–2000
  3. Andrea Weibel: Gesellschaft zur Förderung der schweizerischen Wirtschaft im Historischen Lexikon der Schweiz
  4. Heinz Karrer ist neuer Chef von Economiesuisse. In: 20 Minuten/sda vom 29. August 2013
  5. economiesuisse-Vorstand wählt Monika Rühl als neue Direktorin. Medienmitteilung vom 21. Februar 2014 (PDF-Datei)
  6. Themen, Website von Economiesuisse, abgerufen am 1. November 2011.
  7. Simon Schmid: Trauen Sie keiner Verbandsstatistik In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 3. April 2013