Eddy Snijders

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Richenel Edgar „Eddy“ Snijders (* 12. Mai 1923 in Paramaribo; † 19. Januar 1990 daselbst) war ein surinamischer Komponist, Dirigent und Musiker (Flöte, Klarinette, Kornett).

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Snijders erhielt als Kind durch seinen Vater, den Kontrabassisten des Symphonieorchesters von Surinam, Flötenunterricht. Gemeinsam mit seinem Bruder Frank wurde er 1942 Mitglied der Militärkapelle von Surinam. Er spielte auch im daraus entstandenen Jazzorchester Bios Surinam Boys und in der Latinband Sonora Panamarera. 1958 wurde er Leiter und Dirigent des Polizeiorchesters von Paramaribo. Seit 1964 war Snijders auch in der Nachwuchsbildung tätig und leitete das neu gegründete Jugendorchester der Musikvolkshochschule seiner Heimatstadt. 1974 wurde er der letzte Kapellmeister der niederländischen Troepenmacht in Suriname Militaire Kapel. Mit diesem Blasorchester, in dem er zuvor als Flötist und als stellvertretender Leiter tätig war, war er 1969 auf Tournee durch die Niederlande und Deutschland. Als Komponist verfasste er Werke für Kammerorchester, Harmonieorchester (etwa die auf karibischen Volksliedern beruhende Surinaamse rapsodie) und 1959 das Ballett Anansie torie.

Snijders wurde 1976 mit dem Gouverneur-Currie-Preis ausgezeichnet; auch wurde er zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt. In Fort Zeelandia erinnert seit 2003 eine durch Präsident Ronald Venetiaan enthüllte Bronzebüste an den Komponisten; seit dem gleichen Jahr wird der nach ihm benannte Eddy Snijders Award verliehen.

Der Jazzflötist Ronald Snijders ist sein Sohn.

Kompositionen[Bearbeiten]

Werke für Orchester

  • 1944 Avondlied, Nocturne, op. 5
  • 1963 Suite uit het ballet "Anansi torie" in 5 Teilen
  • 1965 Vlaggenlied
  • 1966 Fo lobi tori, Balletsuite
  • 1970 La village Russe, Suite für Kammerorchester

Tonträger[Bearbeiten]

  • The Music of Eddy Snijders (BSM)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]