Edelgard Bulmahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bulmahn bei der Landesvertreterversammlung der niedersächsischen SPD zur Bundestagswahl 2009

Edelgard Bulmahn (* 4. März 1951 in Petershagen) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von 1998 bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung und von 2005 bis 2009 Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages. In der 17. Wahlperiode ist sie Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1972 am Aufbaugymnasium Petershagen verbrachte Edelgard Bulmahn zunächst ein Jahr im KibbuzBror Chail“ in Israel. Danach begann sie ein Lehramtsstudium der Politikwissenschaft und der Anglistik in Hannover. 1978 bestand sie das erste und 1980 das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Seitdem war sie als Studienrätin an der Lutherschule Hannover tätig.

Edelgard Bulmahn ist mit Joachim Wolschke-Bulmahn verheiratet.

[Bearbeiten] Partei

Seit 1969 ist Edelgard Bulmahn Mitglied der SPD, Von 1993 bis 2011 Mitglied im SPD-Parteivorstand. Des Weiteren ist sie seit 1995 Vorsitzende des Wissenschaftsforums für Sozialdemokratie. Von 1998 bis 2003 war sie SPD-Landesvorsitzende in Niedersachsen. Von 2001 bis 2011 war sie Mitglied im Präsidium der SPD.

[Bearbeiten] Abgeordnete

Von 1981 bis 1986 war Bulmahn Bezirksratsfrau im Stadtbezirk Linden-Limmer. Seit 1987 ist Edelgard Bulmahn Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war sie seit 1991 Mitglied im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1995 bis 1996 war sie Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Technikfolgenabschätzung und von 1996 bis 1998 Fraktions-Sprecherin für Bildung und Forschung. 2005 bis 2009 war sie Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages. Derzeit ist die ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Edelgard Bulmahn ist stets als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Stadt Hannover II in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte sie hier 54,3 % der Erststimmen. Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte sie hier 39,8 % der Erststimmen.

[Bearbeiten] Öffentliche Ämter

Seit dem 27. Oktober 1998 war sie in der von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführten Bundesregierung Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Im Januar 2004 verkündete die Bundesministerin das Vorhaben, einige wenige deutsche Hochschulen zu Eliteuniversitäten auszubauen. Die Ankündigung erfolgte unter dem Titel „Brain up – Deutschland sucht die Superuniversität“. Dafür sollen über fünf Jahre jeweils 50 Millionen Euro an ausgewählte Hochschulen gezahlt werden. Im Gegenzug wurden aber erhebliche Mittelkürzungen für alle Hochschulen angekündigt. Am 18. Oktober 2005, dem Tag der Konstituierung des 16. Deutschen Bundestages, wurde sie gemeinsam mit den übrigen Bundesministern aus dem Amt entlassen.

Gegenwärtig ist sie auch Mitglied des Stiftungsrates[1] der von Georg Zundel gegründeten Berghof Foundation for Conflict Studies.

[Bearbeiten] Kabinette

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bulmahn im Stiftungsrat

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Edelgard Bulmahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen