Edenkoben
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südliche Weinstraße | |
| Verbandsgemeinde: | Edenkoben | |
| Höhe: | 149 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,89 km² | |
| Einwohner: |
6658 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 372 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67480 | |
| Vorwahl: | 06323 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÜW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 37 020 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Poststraße 23 67480 Edenkoben |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Werner Kastner (FWG) | |
| Lage der Stadt Edenkoben im Landkreis Südliche Weinstraße | ||
Edenkoben ist eine Stadt im Landkreis Südliche Weinstraße im Süden von Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Edenkoben ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Der Weinort Edenkoben liegt am Ostrand des Pfälzer Waldes am Ausgang des Edenkobener Tals. Die Deutsche Weinstraße führt direkt durch den Stadtkern. Etwa acht Kilometer nördlich liegt Neustadt an der Weinstraße und zehn Kilometer südlich Landau in der Pfalz.
Zu Edenkoben gehören auch die Wohnplätze Forsthaus Heldenstein, Ludwigshöhe, Rosengärtchen, Waldhaus und Wappenschmieden.[3]
Die Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn): Maikammer im Norden, Kirrweiler, Venningen, Großfischlingen, Edesheim, Rhodt unter Rietburg und Sankt Martin.
Geschichte [Bearbeiten]
Edenkoben wurde im Lorscher Codex im Jahr 769 als Zotingkowe erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert gelangte es zur Kurpfalz. 1541 wird in Edenkoben die erste Wasserleitung verlegt. Knapp 20 Jahre später, im Jahre 1560, erhält der Ort das Recht, Märkte abhalten zu dürfen. Nach der französischen Revolution wurde der Ort 1802 eine der Kantonshauptorte des Donnersbergdepartements bis er 1816 bayerisch wurde. Städtisches Wahlrecht gibt es in Edenkoben seit 1818. In den Jahren zwischen 1846 bis 1852 wird durch König Ludwig I. das Schloss Villa Ludwigshöhe als Sommerresidenz der bayrischen Könige erbaut. Die Bedeutung Edenkobens zeigt sich an der Errichtung eines "königlichen" Bahnhofs, der allerdings 90 Jahre später gegen Ende des Zweiten Weltkriegest bei einem Luftangriff im Januar 1945 zerstört wird. 1862 wird mit Unterstützung König Ludwig der I. das Krankenhaus "Ludwigsstift" errichtet. Ein weiterer Schritt in die Neuzeit ist Elektrifizierung Edenkobens durch den Bau eines Elektrizitätswerkes. Auch die Zeit des Nationalsozialismus geht an Edenkoben nicht spurlos vorbei. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde während der Novemberpogrome die 1827 erbaute Synagoge zerstört. Bedeutung erlangt Edenkoben 1954 durch die Errichtung der Finanzschule(heute Fachhochschule für Finanzen und Landesfinanzschule)sowie die Begründung der Sportschule des Südwestdeutschen Fußballverbandes. In das gleiche Jahr fällt auch der Bau der ersten (und bislang einzigen) pfälzischen Sesselbahn. Wichtiges Datum für Edenkoben ist auch das Jahr 1972, als es zum Sitz der neugeschaffenen Verbandsgemeinde bestimmt wurde. Vorläufiger Abschluss in der Stadtgeschichte Edenkobens sind der Erhalt eines Autobahnanschlusses in den Jahren von 1986 bis 1990.
Religion [Bearbeiten]
2012 waren 35,2 Prozent der Einwohner evangelisch und 34,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Evangelischen gehören zur Protestantischen Landeskirche Pfalz, die Katholiken gehören zum Bistum Speyer.
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat in Edenkoben besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:[5]
| Wahl | SPD | CDU | FDP | LINKE | FWG | GBE | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 3 | 6 | 1 | 1 | 9 | 2 | 22 Sitze |
| 2004 | 4 | 6 | 1 | – | 9 | 2 | 22 Sitze |
Bürgermeister [Bearbeiten]
Seit 1999 ist Werner Kastner (FWG) Stadtbürgermeister.
Wappen [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In gespaltenem Schild eine eingepfropfte rote Spitze, darin ein goldenes mit je vier Spitzen versehenes O, in dessen Höhlung ein goldenes Majuskel-E schwebt, oben rechts in Schwarz ein linksgewendeter, rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, oben links von Silber und Blau gerautet“.
Es wird seit 1938 benutzt und wurde 1952 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Der Pfälzer Löwe und die Wittelsbacher Rauten erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit zur Kurpfalz.[6]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Étang sur Arroux, (Frankreich)
- Bexbach (Saarland)
- Dinkelsbühl (Bayern)
- Radeburg (Sachsen)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Sieges- und Friedensdenkmal
- Schloss Villa Ludwigshöhe, ehemaliges Sommerschloss von König Ludwig I. von Bayern und der Pfalz
- Rietburg
- Rietburgbahn, Sesselbahn
- Lederstrumpfbrunnen
- Künstlerhaus Edenkoben. Es hat die Aufgabe, Kunst und Kultur zu fördern. Dies geschieht durch ein Veranstaltungsprogramm, durch die Vergabe von Stipendien und die Edition von Buchreihen.
Museen [Bearbeiten]
- Museum für Weinbau- und Stadtgeschichte
- Freilichtmuseum Weinlehrpfad
- Mühlenmuseum
- Villa Ludwigshöhe mit Dauerausstellung des Malers Max Slevogt
Bauwerke [Bearbeiten]
- Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck
- Katholische Kirche St. Ludwig
- Protestantische Kirche am Marktplatz
- Kurpfalzsaal
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Edenkoben
Sport [Bearbeiten]
- Der Leichtathletik-Club Oberhaardt 1954 (LCO Edenkoben) e. V. betreibt neben leichtathletischer Jugendförderung aktiv Breitensport (Laufen). Er umfasst über 700 Mitglieder und wurde 2006 mit dem Preis „Beste Jugendförderung 2006“ des Kreises Südliche Weinstraße ausgezeichnet.
- Die Fußballmannschaft des SV Edenkoben spielte mehrere Jahre auf dritthöchster Ebene im deutschen Ligensystem und klopfte in den 1980er Jahren sogar ans Tor zur 2. Bundesliga. Der Verein ist heute in der Bezirksliga zu finden und firmiert unter dem Namen Spvgg. Edenkoben 1920 e. V.
- Der Tennisclub Grün Weiß Edenkoben liegt am Waldrand des Pfälzer Waldes. Auf den sechs Freiplätzen werden von Mai bis Ende Juni die Medenspiele des TCE ausgetragen.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Weinbau [Bearbeiten]
Edenkoben ist eine der größten Weinbaugemeinden in Deutschland.
Verkehr [Bearbeiten]
An Edenkoben führt die Bundesautobahn 65 vorbei. Die Anschlussstelle Edenkoben hat die Nummer 14. Edenkoben liegt an der Eisenbahnstrecke Neustadt - Karlsruhe und ist in den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden. Über die Maximiliansbahn besteht eine Zugverbindung ins elsässische Weißenburg. Edenkoben war an die Pfälzer Oberlandbahn (Die Schneck) seit deren Eröffnung bis zur Stilllegung angeschlossen und Standort des Betriebsbahnhofs. Außerdem gibt es eine Buslinie vom Bahnhof Edenkoben bis zur Talstation zur Rietburgbahn (Bedienung von Ostern bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen). Die Buslinie ist auf die Zugfahrzeiten abgestimmt
Behörden [Bearbeiten]
Als Sitz der Verbandsgemeinde beherbergt Edenkoben deren Verwaltung. Seit 2005 hat der Südwestdeutsche Fußballverband seinen Sitz in Edenkoben. Er ist der Dachverband von mehr als 1000 Vereinen mit 240.000 Mitgliedern.
Bildung [Bearbeiten]
- Grundschule Edenkoben
- Kooperative Realschule Edenkoben (Realschule plus)
- Gymnasium Edenkoben
- Fachhochschule für Finanzen/Landesfinanzschule des Landes Rheinland-Pfalz
- Berufsbildende Schule Edenkoben
- Außenstelle der Paul-Moor-Schule Landau (Förderschule)
- Sportschule des Südwestdeutschen Fußballverbandes e. V. Ludwigshöhe (SWFV)
- Volkshochschule Edenkoben e. V.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
siehe Liste Edenkobener Persönlichkeiten
Sonstiges [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 101 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
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