Edertal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Edertal
Edertal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Edertal hervorgehoben
51.1666666666679.1226Koordinaten: 51° 10′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 226 m ü. NN
Fläche: 117,4 km²
Einwohner:

6477 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34549
Vorwahlen: 05623, 05621
Kfz-Kennzeichen: KB
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 25
34549 Edertal
Webpräsenz: www.edertal.de
Bürgermeister: Klaus Gier (parteilos)
Lage der Gemeinde Edertal im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Edertal ist eine an der Eder gelegene Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland).

Überregional bekannt ist die Gemeinde durch den Edersee und den Naturpark Kellerwald-Edersee, der den Nationalpark Kellerwald-Edersee einschließt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Edertal liegt etwa 30 km (Luftlinie) südwestlich von Kassel am Nord- und Nordostrand des Kellerwalds und breitet sich am Südufer des Edersees und östlich und südöstlich seiner Staumauer aus. Sie liegt mit ein paar Gemeindeteilen im Naturpark Kellerwald-Edersee bzw. größtenteils knapp außerhalb von dessen östlicher Begrenzung; Teil dieses Naturparks ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Edertal wird von der Eder, dem größten Fließgewässer der Gemeinde, in Nordwest-Südost-Richtung durchflossen; in diese mündet − flussabwärts betrachtet − beim Ortsteil Lieschensruh (Teil des Gemeindeteils Mehlen) die Netze, beim Gemeindeteil Bergheim der Wesebach und unweit nördlich davon der Böhner Bach. Der Affolderner See, der sich unweit südöstlich des Edersees im Gemeindegebiet ausbreitet, ist ein weiterer Stausee, der wie der Edersee zur Energieerzeugung und Naherholung dient, so dass die Nutzung von Wasserkraft am hiesigen Ederabschnitt stark ausgeprägt ist.

Der höchste Berg unweit der Gemeinde Edertal ist der Traddelkopf, der mit 626 m ü. NN zugleich den höchsten Berg des Nationalparks Kellerwald-Edersee darstellt. Weithin bekannt ist der Peterskopf („Energieberg“), weil er Ort der Pumpspeicherwerke Waldeck mit ihren Oberbecken ist, und zudem der Uhrenkopf mit Aussichtsmöglichkeit auf die Edersperrmauer und der Hammerberg mit dem Wildpark Edersee.

Nachbargemeinden und -kreise[Bearbeiten]

Die 11.740 Hektar große Gemarkung der Gemeinde Edertal grenzt an die Städte Waldeck und Naumburg (Landkreis Kassel) im Norden, Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis) im Osten, Bad Wildungen im Süden sowie Frankenau und die Gemeinde Vöhl im Westen (alle drei im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Bergheim und Giflitz zur Gemeinde Edertal zusammen. Am 1. Oktober 1971 traten Gellershausen, am 1. Januar 1972 Affoldern, Anraff, Böhne, Bringhausen, Buhlen, Hemfurth-Edersee, Königshagen, Mehlen und Wellen der neuen Großgemeinde Edertal bei. Schließlich wurde am 1. Januar 1974 auch das bis dahin noch selbständige Kleinern der Gemeinde Edertal zugeordnet. Somit besteht die Gemeinde Edertal heute aus 13 Ortsteilen:

Sitz der Gemeindeverwaltung ist Giflitz. Mit dem nordöstlich benachbarten Gemeindeteil Bergheim bildet dieser Ort das Gemeindezentrum und ist dementsprechend im Regionalplan als Grundzentrum ausgewiesen.

Geologie[Bearbeiten]

Das Gebiet gehört zu den Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges. Ausgangsgestein ist hier hauptsächlich Tonschiefer und Grauwacke.

Geschichte[Bearbeiten]

1908 fand man bei Straßenbauarbeiten ein Rentiergeweih und weitere Funde in einer Lehmgrube bei Buhlen. 1967 wurden diese nochmals untersucht, wobei sich die Vermutung bestätigte, dass in der Gegend des heutigen Buhlen eine Siedlung der Neandertaler existierte. Dieser Fundort zählt zu den anthropologisch bedeutsamsten Siedlungplätzen der Neandertaler im heutigen Deutschland. Einzigartig sind dort gefundene zahlreiche Tierknochen, Keilmesser und Artefakte aus Knochen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [2]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,8 %
20,2 %
15,5 %
13,7 %
5,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-1,7 %p
-7,6 %p
+15,5 %p
-3,8 %p
-2,3 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,8 14 46,5 14 49,5 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,2 6 27,8 9 25,6 8
WIR WIR Edertaler 15,5 5 - - - -
FWG Freie Wählergemeinschaft 13,7 5 17,5 5 17,1 5
FDP Freie Demokratische Partei 5,8 2 8,1 3 7,8 3
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 64,3 61,8 65,3

Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mitten im Edertaler Gemeindeteil Bergheim befindet sich das Schloss Bergheim, das in den Jahren 1785/86 für Graf Josias II. von Waldeck-Bergheim im klassizistischen Stil umgebaut wurde. Das kulturgeschichtlich bedeutende Baudenkmal ist zurzeit ungenutzt und leer.

Radfernwege[Bearbeiten]

Entlang der Eder und am Südufer des Edersees führen folgende Radwanderwege:

Oranier-Fahrrad-Route

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wahlergebnis auf hsl.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Edertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien