Edguy

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Edguy
Edguy-logo.svg
Edguy Gods.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Power Metal
Gründung 1992
Website www.edguy.net
Aktuelle Besetzung
Tobias Sammet
Jens Ludwig
Gitarre
Dirk Sauer
Tobias Exxel (seit 1998)
Felix Bohnke (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Dominik Storch (bis 1999)

Edguy ist eine deutsche Power-Metal-Band aus Fulda.

Geschichte[Bearbeiten]

Edguy wurde im Februar 1992 von den damals 14-jährigen Schülern Tobias Sammet, Jens Ludwig, Dirk Sauer und Dominik Storch gegründet. Der Name ist eine Anspielung auf einen ihrer Lehrer (Edgar). Anfangs spielten sie Cover-Versionen von AC/DC und Kiss, begannen aber bald eigene Songs zu schreiben. Da sie zunächst keinen Bassisten hatten, spielte Sammet den Bass (anfangs auf dem Keyboard, ab Dezember 1992 auf der Gitarre).[1]

Die erste Demo "Evil Minded" wurde im Februar 1994 aufgenommen, die zweite Demo "Children of Steel" im Juli 1994. Nach den beiden Kassetten folgten im Juni 1995 die Aufnahmen für eine CD, welche ebenfalls von den Musikern selbst finanziert und nicht kommerziell vermarktet wurde ("Savage Poetry"). Durch diese erhielten sie schließlich im April 1996 einen Plattenvertrag bei AFM Records. Ihr offizielles Debütwerk Kingdom of Madness (1997) war nur mäßig erfolgreich. Auch gab es in diesem Jahr personelle Änderungen: im September übernahm Felix Bohnke das Schlagzeug von Storch, einen Monat später wurde Tobias "Eggi" Exxel das fünfte Bandmitglied. Da die Aufnahmen für das zweite Album jedoch bereits abgeschlossen waren, spielt Sammet auch bei "Vain Glory Opera" (1998) nach wie vor den Bass und Frank Lindenthal als Gastmusiker das Schlagzeug. Zum ersten Mal spielten Edguy als Headliner in Schweden und auf dem Wacken_Open_Air.

Mit ihrem dritten Album "Theater of Salvation" gelang ihnen dann schließlich der Einstieg in die Charts. Da sich Tobias Sammet zu dieser Zeit bereits mit seinem Solo-Projekt Avantasia beschäftigte und viele Songs schrieb, beschlossen Edguy ihr damaliges Demo-Album "Savage Poetry" auch aufgrund großer Nachfrage der Fans neu aufzunehmen und zu veröffentlichen ("The Savage Poetry"). Nach dem fünften Studioalbum "Mandrake" und dem dazugehörigen Live-Album Burning Down the Opera wechselten sie im Oktober 2003 zum deutschen Label Nuclear Blast.

Durch die Vertriebs- und Promotion-Möglichkeiten des neuen Labels stellten sich weitere Chart-Erfolge ein. Die Single "King of Fools" und das Album "Hellfire Club" erreichten hohe Platzierungen und es folgten ein paar TV-Auftritte. Auch das Nachfolge-Album "Rocket Ride" und die dazugehörige Single "Superheroes" konnten an den Erfolg anknüpfen. Spätestens mit dem Album "Tinnitus Sanctus" gingen Edguy dann einen deutlichen Schritt Richtung Hard Rock, was bei den Fans nicht immer positiv aufgenommen wurde. Deswegen wollte man mit "Age of the Joker" ein Zeichen setzen. Das Cover sollte bewusst an "Mandrake" erinnern. Zur Promotion des Albums Age of the Joker entstand unter der Regie von Oliver Sommer das Musikvideo Robin Hood, in dem der Comedian Bernhard Hoëcker die Lady Marian und Bruder Tuck spielt.[2] Ende 2012 waren sie in Deutschland bei der Deep-Purple-Tournee die Vorgruppe.[3] Zusätzlich spielten sie noch im Vorprogramm von Slash und Motörhead. Im Jahr 2013 folgten keine Auftritte, da Sammet mit Avantasia auf Tour war.

Das jüngste Album der Band Space Police - Defenders of the Crown ist am 18. April 2014 erschienen und verzeichnete mit Platz 2 den bis dahin höchsten Chart-Erfolg von Edguy in Deutschland.

2007 spielten sie als Vorgruppe von Aerosmith und den Scorpions. Auch 2010 spielten sie bei 12 Deutschlandshows der Scorpions als Vorband. Des Weiteren hatten Edguy einige Auftritte auf großen Festivals wie das Progpower Festival (USA), Rock am Ring, Rock im Park, Gods of Metal (IT), Downland Festival (UK), Masters of Rock (CZ), Bang Your Head, Sweden Rock Festival und das Wacken Open Air (6 Auftritte gesamt).

Stil[Bearbeiten]

Mit ihren eingängigen Melodien und Sammets hoher Stimme sind Edguy typische Vertreter des europäischen Power Metal. Ihre Texte setzen sich häufig in metaphorischer Art und Weise mit metaphysischen oder auch sozialen Themen auseinander, etwa Konformismus und Anbiederung an die Massen, Bevormundung des Menschen durch die Kirche und den Gefahren der modernen Zivilisation. Eigenen Aussagen zufolge verfechten Edguy aber keine bestimmte Weltanschauung. Einige Lieder sind auch rein scherzhaft gemeint.

Auf Hellfire Club band Edguy ein Orchester in die Produktion ein. Auf den Stil der Band hatte dies allerdings keine nennenswerten Auswirkungen. Mit Rocket Ride wandte sich die Band jedoch vom klassischen Power Metal ab und orientierte sich stattdessen mehr in Richtung 80er Rock/Metal, um allerdings mit dem zwei Jahre später folgenden Album Tinnitus Sanctus wieder zu einer etwas härteren Gangart zurückzukehren.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH
1997 Kingdom of Madness
Erstveröffentlichung: 8. Februar 1997
1998 Vain Glory Opera
Erstveröffentlichung: 15. Januar 1998
1999 Theater of Salvation 66
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Februar 1999
2000 The Savage Poetry 79
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Juli 2000
2001 Mandrake 19
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. September 2001
2004 Hellfire Club 26
(5 Wo.)
68
(1 Wo.)
81
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. März 2004
2006 Rocket Ride 8
(5 Wo.)
50
(2 Wo.)
50
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Januar 2006
2008 Tinnitus Sanctus 19
(3 Wo.)
50
(2 Wo.)
41
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 2008
2011 Age of the Joker 3
(6 Wo.)
30
(2 Wo.)
13
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 2011
2014 Space Police – Defenders of the Crown 2
(… Wo.)
27
(… Wo.)
13
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. April 2014

Livealben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH
2003 Burning Down the Opera 57
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2003
2009 Fucking with F*** - Live 35
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2009

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2004 Hall of Flames Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2004
2008 The Singles Erstveröffentlichung: 17. November 2008

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH
2001 Painting on the Wall
Mandrake


Erstveröffentlichung: 27. August 2001
2004 King of Fools
Hellfire Club
39
(7 Wo.)
67
(2 Wo.)
98
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2004
Lavatory Love Machine
Hellfire Club
74
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2004
2005 Superheroes
Rocket Ride
25
(9 Wo.)
52
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. September 2005
2011 Robin Hood
Age of the Joker


Erstveröffentlichung: 5. August 2011 (Download und Vinyl)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Edguy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edguy - Space Police (Limited Digibook Edition), 18. April 2014
  2. EDGUYS ROBIN HOOD - DER FILM...
  3. http://powermetal.de/news/news-EDGUY__Live-Support_von_DEEP_PURPLE_im_Nov__2012,29156.html
  4. a b c Chartquellen: DE AT CH