Edi Rama
Edi Rama (* 4. Juli 1964 in Tirana) ist ein albanischer Politiker und Künstler. Seit Oktober 2005 ist er Vorsitzender der Sozialistischen Partei (PS). Zwischen 2000 und 2011 war er Bürgermeister von Tirana.
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Frühes Leben [Bearbeiten]
Edi Rama wurde als Sohn von Kristaq Rama, einem Bildhauer aus Durrës, und Aneta Rama (geboren Koleka), einer Medizinerin, am 4. Juli 1964 geboren. Als Jugendlicher war er Mitspieler beim Basketballclub Dinamo und in den späten 1980er Jahren auch beim Nationalteam. Zur Zeit des Sturzes der kommunistischen Diktatur war er als Lektor an der Akademie der Künste tätig, wo er bereits zum Maler ausgebildet worden war.[1] Zu dieser Zeit heiratete er Matilda Makoci, mit der er einen Sohn hat, Gregor Rama. 1994 schieden sich die beiden voneinander und Edi Rama wanderte nach Frankreich aus. Dort nahm er – hauptsächlich in Paris – zusammen mit seinem nahestehenden Freund Anri Sala an verschiedenen Kunstausstellungen teil.[2]
Politische Karriere [Bearbeiten]
Edi Rama beteiligte sich aktiv an den ersten Demokratiebewegungen in Albanien. Er kritisierte die regierende Demokratische Partei unter Sali Berisha wegen Korruption und begann seine Karriere als international anerkannter Künstler. 1998 war Rama anlässlich der Beerdigung seines Vaters wieder in Albanien. Der neue sozialistische Ministerpräsident Fatos Nano berief ihn zum Minister für Kultur, Jugend und Sport in die Regierung.
Im Oktober 2000 zog er als neuer Bürgermeister ins Rathaus von Tirana ein. Als unabhängiger Kandidat hatte er mit Unterstützung der Sozialistischen Partei 57 % der Stimmen auf sich vereinigen können. Seit der Übernahme des Oberbürgermeisteramtes ließ er illegal errichtete Gebäude wie Kioske und Nachtclubs abreißen und nahm Maßnahmen zur Müllentsorgung und Begrünung vor. Für sein Projekt „Clean and Green“ wurde er von den Vereinten Nationen ausgezeichnet.[3] Im Herbst 2003 trat Rama der Sozialistischen Partei bei. Er kandidierte erfolglos gegen den Amtsinhaber Fatos Nano als Parteivorsitzenden. Erst im Oktober 2005 wurde er in dieses Amt gewählt, nachdem Nano sich aus der Politik zurückgezogen hatte.
Am 28. Dezember 2003 wurde Rama mit 59 % der Stimmen zum Bürgermeister wiedergewählt. Seither lag ein Schwerpunkt seiner Tätigkeiten in der Erstellung einer Stadtplanung für Tirana, deren Bevölkerung sich seit 1990 mehr als verdoppelt hatte. Auch im Februar 2007 wurde er mit 56 % der Stimmen wiederum im Amt bestätigt. Im Herbst 2004 wählten 35.000 Teilnehmer der Internet-Community City Mayors Rama zum World Mayor 2004.
Bei den Kommunalwahlen 2011 verlor Edi Rama ganz knapp mit 95 Stimmen im Rückstand gegen den Kandidaten der Demokraten, Lulzim Basha. Nach knapp elf Jahren endete somit seine Karriere als Oberbürgermeister der albanischen Hauptstadt.[4]
Zum ersten Mal in seiner politischen Karriere wird Edi Rama bei den Parlamentswahlen 2013 als Kandidat der Sozialistischen Partei für den Qark Vlora antreten, um als Abgeordneter dieser Partei ins Kuvendi i Shqipërisë einziehen zu können.[5]
Buchveröffentlichungen [Bearbeiten]
- Kurban. Botimet Dudaj, Tirana 2011[6]
Literatur [Bearbeiten]
- Beat Bieri, Velvet Creative Office GmbH: Tirana in Farbe, Luzern 2003.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Jane Kramer: Painting the Town – How Edi Rama Reinvented Albanian Politics. In: Art in America. 27. Juni 2005 (PDF).
- ↑ Edi Rama im Munzinger-Archiv, abgerufen am 4. Juli 2011
- ↑ Edi räumt auf. Tagesspiegel, 28. November 2002, abgerufen am 3. Mai 2013.
- ↑ KQZ: Lulzim Basha kryetar i Bashkisë së Tiranës (KQZ: Lulzim Basha Präsident der Bashkia Tirana). peshku pa ujë, 23. Juni 2011, abgerufen am 3. Mai 2013 (albanisch).
- ↑ Listat e PS, Rama i pari në Vlorë? (Listen der PS, Rama der erste in Vlora?). Top Channel, 2. Mai 2013, abgerufen am 3. Mai 2013 (albanisch).
- ↑ Confession about “Kurban”. Top Channel, 9. November 2011, abgerufen am 11. November 2011 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rama, Edi |
| KURZBESCHREIBUNG | albanischer Politiker und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 4. Juli 1964 |
| GEBURTSORT | Tirana |