Edige Mustafa Kirimal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Edige Mustafa Kirimal (* 1911 in Bachtschyssaraj, Krim; † 1980 in München) war ein türkischer Politiker krim-tatarischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Er war ab 1941 in Deutschland als Repräsentant der Krim-Tataren tätig im Zuge der Einbindung muslimischer Sowjets, größtenteils Kriegsgefangene, als Kämpfer in die Waffen-SS und die Wehrmacht. Von Mende verlieh ihm 1945 im Namen des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete Papiere mit dem Titel „Präsident des Krim-Tatarischen Nationalen Zentralkomitees“, um ihm die Flucht aus Berlin und die Übersiedlung nach München zu ermöglichen.[1] Er starb in der Nähe Münchens.

Werke[Bearbeiten]

  • Der nationale Kampf der Krimtürken mit besonderer Berücksichtigung der Jahre 1917-1918. Vorwort Gerhard von Mende. Lechte, Emsdetten 1952.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ian Johnson: A Mosque in Munich. Nazis, the CIA, and the Muslim Brotherhood in the West. Melia, 2010 ISBN 0151014183; TB Mariner, 2011 ISBN 0547423179. Beide engl. Ausgaben sind im Online-Handel les- und durchsuchbar
    • in Deutsch: Übers. Claudia Campisi, Die vierte Moschee. Nazis, CIA und der islamische Fundamentalismus. Klett-Cotta, Stuttgart 2011 ISBN 3608946225.

Notizen[Bearbeiten]

  1. Johnson, engl. Fass. S. 274f.

Weblinks[Bearbeiten]