Edith Stein

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Edith Stein (um 1920)
Edith Stein auf einer bundesdeutschen Briefmarke (1983)

Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz (* 12. Oktober 1891 in Breslau; † 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau), war eine deutsche Philosophin, Nonne und Märtyrin der katholischen Kirche.[1] Der evangelischen Kirche gilt sie ebenfalls als Märtyrin der Kirche. Papst Johannes Paul II. sprach Teresia Benedicta vom Kreuz am 1. Mai 1987 selig und am 11. Oktober 1998 heilig. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9. August.

Leben

Kindheit und Ausbildung

Breslau 2006, Nowowiejska-Str. 38:
das Haus in der ehemaligen Michaelisstraße, in dem die Familie Stein wohnte.

Edith Stein wurde als jüngstes von elf Kindern[2] in eine jüdische Familie geboren. Vierzehnjährig unterbrach sie den Gymnasiumsbesuch in Breslau und lebte fast ein Jahr bei ihrer Schwester Else Gordon in Hamburg. Zu der jüdischen Tradition ihres Elternhauses entwickelte die junge Edith Stein ein kritisches Verhältnis und bekannte sich zeitweilig zum Atheismus.

Ediths Vater starb, als sie etwa ein Jahr alt war. Die früh verwitwete Mutter ermöglichte allen Kindern eine solide Ausbildung. An den Universitäten Breslau, Göttingen und Freiburg im Breisgau studierte Edith Stein vor allem Philosophie, Psychologie und Geschichte. Nach ihrer Doktorarbeit 1916 mit dem Thema Zum Problem der Einfühlung war sie bis 1918 wissenschaftliche Assistentin ihres Doktorvaters, des Philosophen Edmund Husserl in Freiburg. Obwohl mit Auszeichnung promoviert, wurde sie nicht zur Habilitation zugelassen. An der Universität Göttingen legte sie 1919 erfolglos die Habilitationsschrift Psychische Kausalität vor; in Breslau und Freiburg im Breisgau bewarb sie sich vergebens mit der philosophischen Abhandlung Potenz und Akt. Alle vier Versuche zur Habilitation zugelassen zu werden, scheiterten an dem Faktum, dass sie eine Frau war. Edith Stein überarbeitete und beendete die Schrift 1936 unter dem Titel Endliches und ewiges Sein; allerdings konnte sie erst 1950 veröffentlicht werden.[3] Die Schrift ist ein Grundriss der Ontologie. Edith Stein setzte sich darin mit dem Denken von Thomas von Aquin, Husserl und Heidegger auseinander.

Konversion und Arbeit als Lehrerin

Den Wendepunkt im Leben Edith Steins bildete die Lektüre der Autobiographie der hl. Teresa von Ávila. Am 1. Januar 1922 wurde Edith Stein in Bad Bergzabern durch die Taufe in die römisch-katholische Kirche aufgenommen. Ostern 1923 siedelte Edith Stein in die Pfalz über, wo sie durch Vermittlung ihres geistlichen Begleiters Joseph Schwind, Domkapitular, eine Stelle als Lehrerin an den Schulen der Dominikanerinnen von St. Magdalena in Speyer übernahm.

Gedenktafel für Edith Stein in Beuron

Zwischen 1927 und 1933 hatte sie intensiven Kontakt zur Erzabtei Beuron; fünfzehn Aufenthalte sind nachgewiesen. Der Beuroner Erzabt Raphael Walzer hielt sie über Jahre von ihrem Plan ab, in den Karmel einzutreten, und bat sie, weiterhin und verstärkt in der Öffentlichkeit zu wirken. Daher wechselte Edith Stein 1932 zum katholischen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster (Westfalen), wo sie besonders gern die Kirche St. Ludgeri besuchte. In Münster beschäftigte sie sich u. a. mit Thomas von Aquin. In dieser Zeit begegnete sie dem Philosophen Peter Wust. Sie hielt Vorträge zur Frauenfrage und zu Problemen der neueren Mädchenbildung.

Beginn der Verfolgung und Eintritt in den Orden

Die immer häufigeren Ausschreitungen der Nationalsozialisten gegen die Juden seit Januar 1933 gipfelten am 1. April 1933 im Aufruf zum Boykott jüdischer Geschäfte und der dadurch erzeugten Pogromstimmung. Mitte April schrieb Edith Stein einen Brief an den damaligen Papst Pius XI., mit der Bitte, öffentlich gegen die Judenverfolgung zu protestieren:

„… Alles, was geschehen ist, und noch täglich geschieht, geht von einer Regierung aus, die sich ‚christlich‘ nennt. Seit Wochen warten und hoffen nicht nur die Juden, sondern Tausende treuer Katholiken in Deutschland – und ich denke, in der ganzen Welt – darauf, daß die Kirche Christi Ihre Stimme erhebe, um diesem Mißbrauch des Namens Christi Einhalt zu tun. (…) Wir alle, die treue Kinder der Kirche sind und die Verhältnisse in Deutschland mit offenen Augen betrachten, fürchten das Schlimmste für das Ansehen der Kirche, wenn das Schweigen noch länger anhält.“[4]

Eine direkte Antwort aus dem Vatikan erhielt Edith Stein zwar nicht, aber der Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli (der spätere Papst Pius XII.) schrieb dem Erzabt Walzer, dass der Brief pflichtgemäß dem Papst vorgelegt worden sei.[4] Die Hoffnungen Edith Steins auf eine öffentliche Stellungnahme seitens des Vatikans wurden enttäuscht. Die Gründe dafür sind vielschichtig und können hier nur skizziert werden: Nur wenige Tage zuvor hatten die Verhandlungen über das Reichskonkordat begonnen, das von Hitler zwar später laufend gebrochen wurde, Hitlers Vorgehen gegen die Kirche in Deutschland jedoch auch bis zu einem gewissen Grad wirksam einschränken konnte. Die erste Welle der Gewalt gegen die Juden war zudem zum Zeitpunkt des Briefes bereits wieder im Abklingen. Erst 1937, also vier Jahre später, wurde Edith Steins Wunsch in Form der Enzyklika Mit brennender Sorge erfüllt.[4][5]

Auf Druck des Naziregimes gab Edith Stein schließlich Ende April 1933 ihre Stelle in Münster auf, um das Institut vor Schaden zu bewahren, wie er bei weiterer Anstellung einer gebürtigen Jüdin zu erwarten gewesen wäre. Ein dezidiertes Lehrverbot oder ein Kündigungsschreiben erhielt sie nicht.[6]

Am 14. Oktober 1933, zur ersten Vesper des Hochfests ihrer Namenspatronin Teresa von Ávila, trat Edith Stein mit 42 Jahren als Postulantin in den Kölner Karmel Maria vom Frieden ein und nahm zur Einkleidung ein halbes Jahr später den Ordensnamen Teresia Benedicta a Cruce (d. h. „die vom Kreuz Gesegnete“) an. Zwei Jahre später, 1936, ließ sich auch Ediths ältere Schwester Rosa Stein (1883–1942) taufen. Rosa Stein lebte später als Gast und Tertiarin im Karmel in Köln und betreute die Pforte.

Übersiedlung nach Echt und Ermordung

Um den Kölner Karmel zu schützen, siedelte Edith Stein mit ihrer Schwester Rosa 1938 in den Karmel im niederländischen Echt über. Als während der deutschen Besatzung der Niederlande die Deportation von Juden begann, baten katholische, protestantische und calvinistische Vertreter den Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart, diese einzustellen. Insbesondere baten sie darum, die getauften Juden zu verschonen. Darauf hin bot Seyß-Inquart an, alle vor 1941 getauften Juden zu verschonen, wenn die Kirchen auf einen Protest von der Kanzel verzichteten. Der katholische Erzbischof von Utrecht, Johannes de Jong, veröffentlichte am 26. Juli 1942 einen Hirtenbrief gegen das Vorgehen der Deutschen gegen die Juden. Als Reaktion darauf wurden 244 zum Katholizismus konvertierte ehemalige Juden, darunter auch Edith und Rosa Stein, am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und in das Durchgangslager Westerbork gebracht.[7][8]

Von dort wurden die beiden Schwestern Stein am 7. August mit der Reichsbahn in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet. Ein letztes Lebenszeichen Edith Steins stammt vom Bahnhof Schifferstadt, wo der Transport am 7. August gegen 13 Uhr kurz hielt.[9] Es war Edith und Rosa Stein nicht mehr möglich gewesen, aus Echt in den Schweizer Karmel Le Pâquier zu fliehen. Anscheinend hatte der Konvent von Le Pâquier die Gefährdung nicht klar genug erkannt, so dass zu viel Zeit mit der Beschaffung der notwendigen Dokumente und der Unterkünfte verstrich. Es wird aber auch berichtet, dass Edith Stein eine privilegierte Rettung für sich selbst ablehnte. Aus ihrem Testament vom 9. Juni 1939:

„Schon jetzt nehme ich den Tod, den Gott mir zugedacht hat, in vollkommener Unterwerfung unter Seinen heiligsten Willen mit Freuden entgegen. Ich bitte den Herrn, daß Er mein Leben und Sterben annehmen möchte zu seiner Ehre und Verherrlichung, für alle Anliegen der heiligsten Herzen Jesu und Mariä und der Heiligen Kirche, insbesondere für die Erhaltung, Heiligung und Vollendung unseres heiligen Ordens, namentlich des Kölner und Echter Karmels, zur Sühne für den Unglauben des jüdischen Volkes und damit der Herr von den Seinen aufgenommen werde und sein Reich komme in Herrlichkeit, für die Rettung Deutschlands und den Frieden der Welt, schließlich für meine Angehörigen, lebende und tote und alle, die Gott mir gegeben hat: Dass keines von ihnen verloren gehe.“

Verehrung

Die hll. Edith Stein und Maximilian Kolbe, Glasfenster von Alois Plum
Reliquie vom Gewand der hl. Edith Stein im Speyrer Dom

Bedeutung

Edith Stein wurde am 1. Mai 1987 von Papst Johannes Paul II. in Köln seliggesprochen. Die Heiligsprechung fand am 11. Oktober 1998 in Rom statt. 1999 wurde Edith Stein – zusammen mit der hl. Birgitta und der hl. Katharina von Siena – zur Patronin Europas erklärt. Ihr Gedenktag am 9. August ist in den Regionalkalendern der europäischen Länder daher ein Fest. Der 9. August ist auch ihr Gedenktag im Evangelischen Namenkalender der Evangelischen Kirche in Deutschland.[10].

Edith Stein fühlte sich auch nach ihrer Konversion als zum jüdischen Volk gehörend. Die Taufe und der Ordenseintritt elf Jahre später rief auch Spannungen in der Familie hervor, vor allem mit ihrer Mutter, die ihre Konversion zum Katholizismus nicht als frohe Botschaft begrüßen konnte. Edith Stein sah es als ihre Bestimmung, in ihrem Herzen die Leiden ihres Volkes anzunehmen, um sie Gott als Sühne anzubieten: „Ich muss immer wieder an die Königin Ester denken, die gerade darum aus ihrem Volk genommen wurde, um für das Volk vor dem König zu stehen. Ich bin eine sehr arme und ohnmächtige kleine Esther, aber der König, der mich erwählt hat, ist unendlich groß und barmherzig.“[11] Wie sehr Edith Stein sich ihrer Herkunft bis zuletzt verbunden fühlen musste, zeigt eine der letzten von ihr überlieferten Äußerungen: „Komm, wir gehen für unser Volk!“, als sie und ihre Schwester aus dem Karmel in Echt von der Gestapo zur Vernichtung abgeholt wurden.[12]

Gedenken

Edith-Stein-Denkmal in Köln, Bert Gerresheim, 1999

Der 1978 errichtete Edith-Stein-Karmel in Tübingen hatte Edith Stein zum Patrozinium. Diverse Straßen, Schulen, Gebäude, Kliniken und öffentliche Einrichtungen in deutschen und österreichischen Städten sind nach Edith Stein benannt. In der niederländischen Stadt Hengelo führt die Pädagogische Hochschule den Namen Hogeschool Edith Stein.

Gedenktafeln wurden an dem Haus in der Dürener Straße in Köln, an dessen Stelle der damalige Karmel gestanden hatte, sowie an einer Innenwand der Katharinen-Kapelle des Speyerer Domes angebracht. Im Toni-Schröer-Haus in Lambrecht (Pfalz) wurde eine Edith-Stein-Gedenkstätte eingerichtet. Eine Dauerausstellung über Edith Stein wird im Kloster der Dominikanerinnen zur hl. Maria Magdalena in Speyer gezeigt. In Hamburg-Allermöhe gibt es einen Edith-Stein-Platz sowie die Edith-Stein-Kirche, in Freiburg in Breisgau gibt es in der Zasiustraße einen Stolperstein.

Der Edith-Stein-Preis wird vom Göttinger Edith-Stein-Kreis alle zwei Jahre an Persönlichkeiten, Gruppierungen und Institutionen verliehen, die sich grenzüberschreitend sozial engagieren. Er besteht aus einer Medaille mit der Inschrift „Unsere Menschenliebe ist das Maß unserer Gottesliebe“ und ist mit 5.000 € dotiert.

Darstellung in der Kunst

Büste der hl. Teresia Benedicta vom Kreuz in der Walhalla, Johann Brunner, 2009

In der Edith Stein geweihten Kirche in Wachenheim an der Weinstraße befindet sich eine von Leopold Hafner geschaffene Skulptur. Der Bildhauer Bert Gerresheim schuf zwei Darstellungen Edith Steins in Bronze. 1999 entstand das Edith-Stein-Denkmal für den Platz vor dem Priesterseminar des Erzbistums Köln. Im März 2009 wurde Edith Stein in Berlin durch die Ernst-Freiberger-Stiftung mit einer Bronzeplastik des Künstlers Bert Gerresheim geehrt. Die Büste ist Teil der „Straße der Erinnerung“ im Stadtteil Moabit am Spreebogen.

Rechts des südlichen Chorportals am Freiburger Münster schuf Hans-Günther van Look, ein Schüler Georg Meistermanns, ein farbiges Glasfenster (2001), das Edith Stein im Habit der unbeschuhten Karmelitinnen zeigt. Der Künstler betonte die Spannung zwischen Natur und Vision, indem er das Antlitz der Heiligen fotorealistisch darstellte, während vier abstrakte Segmente eines Nimbus die Heilige wie ein Firmament umstrahlen. Das Porträt in Grisaille-Technik gestaltete van Look nach Vorlage eines Schwarz-Weiß-Passfotos aus dem Jahr 1938.[13]

Ebenfalls in einem Fenster hat der Kölner Künstler Clemens Hillebrand Edith Stein in der Kirche „Maria Heimsuchung“ in Wadgassen dargestellt.[14]

Im Vatikan segnete Papst Benedikt XVI. am 11. Oktober 2006 eine Statue der Heiligen, die anschließend in einer der Außennischen der vatikanischen Petersbasilika aufgestellt wurde. Die 5,80 m hohe Skulptur aus weißem Carrara-Marmor, die Edith Stein als Patronin Europas darstellt und ein Kreuz und eine Thorarolle trägt, schuf der Künstler Paul Nagel.[15][16]

In Landau (Pfalz) wurde im November 2008 im Rahmen der Einweihung des Edith-Stein-Platzes eine Skulptur des Künstlers Peter Brauchle aufgestellt. 2006 beschloss die Bayerische Staatsregierung, Edith Stein in die Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf aufzunehmen. In der Walhalla wurde am 25. Juni 2009 eine von dem Traunsteiner Bildhauer Johann Brunner geschaffene Marmorbüste enthüllt.

In dem Roman Gruppenbild mit Dame von Heinrich Böll ist die Figur der Nonne Rahel, genannt Haruspika, deutlich an Edith Stein angelehnt.[17]

Schriften (Auswahl)

  • Das Einfühlungsproblem in seiner historischen Entwicklung und in phänomenologischer Betrachtung. Phil. Diss., Freiburg 1917.
  • Zum Problem der Einfühlung. Halle (Saale), 1917. (Teile II und IV aus o.g. Diss.) Neuausgabe in Edith-Stein-Gesamtausgabe, Bd. 5, Herder, Freiburg 2008, ISBN 978-3-451-27375-9.
  • Potenz und Akt. Studien zu einer Philosophie des Seins (1931), posthum erschienen 1988; NA in Edith-Stein-Gesamtausgabe, Bd. 10, Freiburg 2006, ISBN 3-451-27380-2.
  • Endliches und ewiges Sein (1937), postum erschienen Freiburg: Herder, 1950; NA (incl. Anhängen) in Edith-Stein-Gesamtausgabe, Bd. 11/12, Freiburg 2006, ISBN 3-451-27381-0.
  • Kreuzeswissenschaft. Studie über Joannes a Cruce (1942). Louvain: Nauwelaerts, 1950; NA in Edith-Stein-Gesamtausgabe, Bd. 18, Freiburg, 2. Auflage. 2004, ISBN 3-451-27388-8.
  • Aus dem Leben einer jüdischen Familie und weitere autobiographische Beiträge. Neu bearbeitet und eingeleitet von Maria Amata Neyer. Edith-Stein-Gesamtausgabe, Bd.1, Freiburg 2002, ISBN 3-451-27371-3.

Die Werkausgabe liegt vor als Edith Steins Werke bei Herder, Freiburg in 18 Bänden, seit 2000 auch als Edith-Stein-Gesamtausgabe ebendort in 26 Bänden. Das Edith-Stein-Archiv befindet sich im Karmel „Maria vom Frieden“ in Köln. Dort befinden sich ca. 25.000 Handschriften von Edith Stein und auch ein kleines Museum. Die Einweihung des Neubaus des Edith-Stein-Archives fand am 7. Februar 2010 statt.

Filme, Dokumentationen

Literatur

Bibliographien

  • Edith Stein. Eine Bibliographie. 10. überarb. u. erw. Auflage. Stand: Mai 2010. Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars St. German, Speyer 2010. Online
  • Sarah Borden, Kevin Jones: 2008 Edith Stein Bibliography. Baltimore Carmel, Baltimore 2008.

Sammelbände

  • Edith-Stein-Jahrbuch. Hrsg. im Auftrag des Teresianischen Karmels in Deutschland durch das Internationale Edith-Stein-Institut Würzburg. Echter Verlag, Würzburg. Band 1: 1995; Band 18: 2012. ISSN 0948-3063
  • Reto Luzius Fetz, Matthias Rath, Peter Schulz (Hrsg.): Studien zur Philosophie von Edith Stein: Internationales Edith-Stein-Symposion, Eichstätt 1991. Alber, Freiburg i. Br./ München 1993, (Phänomenologische Forschungen, Bd. 26/27), ISBN 3-495-47765-9.
  • Jakobus Kaffanke, Katharina Oost (Hrsg.): „Wie der Vorhof des Himmels“. Edith Stein und Beuron. Beuroner Kunstverlag, Beuron 2003, In: Wegschritte. Tagungsberichte der Beuroner Tage für Spiritualität und Mystik Erzabtei St. Martin Beuron. ISBN 3-87071-110-8.

Monographien

  • Christof Betschart: Christliche Philosophie nach Edith Stein. Aufgezeigt an Ort und Sinn der Trinitätstheologie in „Endliches und ewiges Sein“. Fribourg 2004.
  • Christof Betschart: Was ist Lebenskraft? Eine Auseinandersetzung mit Edith Steins Untersuchung „Psychische Kausalität“. Rom 2008.
  • Matthias Böckel: Edith Stein und das Judentum. 2. Auflage. Paqué, Ramstein 1991, ISBN 3-88765-022-0.
  • Elisabeth Endres: Edith Stein. Christliche Philosophin und jüdische Märtyrerin. Piper, München 1987, ISBN 3-492-02779-2.
  • Joachim Feldes: Auf den Spuren Edith Steins durch Köln. Frankenthal/ Köln 2005.
  • Christian Feldmann: Edith Stein. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-50611-4.
  • Francisco Xavier Sancho Fermin: Loslassen – Edith Steins Weg von der Philosophie zur karmelitischen Mystik. Stuttgart 2007, ISBN 978-3-17-019980-4.
  • Zdzislaw Florek: Der mystische Läuterungsprozess – ein Weg in die Freiheit. Tiefenphänomenologie des Leidens nach Edith Stein. Dissertation. Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018221-8.
  • Peter Freienstein: Sinn verstehen. Die Philosophie Edith Steins. ISBN 978-1-903343-95-1.
  • Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Unerbittliches Licht. Edith Stein: Philosophie, Mystik, Leben. Grünewald, Mainz 1991.
  • Inge Moossen: Das unselige Leben der 'seligen' Edith Stein - Eine dokumentarische Biographie. Verlag: Haag + Herchen, 1987, ISBN 9783892281412.
  • Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Wolfdietrich von Kloeden: Edith Stein. be.bra, Reihe Helden ohne Degen. Berlin 2009, ISBN 978-3-937233-52-9.
  • Cordula Haderlein: Individuelles Mensch-Sein in Freiheit und Verantwortung. Die Bildungsidee Edith Steins. University of Bamberg Press, Bamberg 2009, ISBN 978-3-923507-46-7.
  • Irene Heise: Einfühlung bei Edith Stein. Überraschende Einblicke in die Doktorarbeit einer sensiblen Heiligen. 2. Auflage. 2006, ISBN 3-9500649-4-X.
  • Waltraud Herbstrith: Edith Stein. Jüdin und Christin. Ein Porträt. 4. Auflage. Neue Stadt Verlag, München 2004, ISBN 3-87996-338-X.
  • Maria Adele Herrmann: Edith Stein. Ihre Jahre in Speyer. Media-Maria-Verlag, Illertissen 2012, ISBN 978-3-9814444-5-2.
  • Norbert Huppertz: Der Brief der hl. Edith Stein. Von der Phänomenologie zur Hermeneutik. PAIS-Verlag, Oberried bei Freiburg im Breisgau 2010, ISBN 978-3-931992-26-2.
  • Robert M. W. Kempner: Edith Stein und Anne Frank. Zwei von Hunderttausend. Die Enthüllungen über die NS-Verbrechen in Holland vor dem Schwurgericht in München. Die Ermordung der „nicht-arischen“ Mönche und Nonnen. Freiburg 1968, DNB 457181761.
  • Marcus Knaup: Begegnung mit Edith Stein. Fragen und Antworten zu aktuellen kirchlich-gesellschaftlichen Themen. PAIS-Verlag, Oberried bei Freiburg i. Br. 2011, ISBN 978-3-931992-31-6.
  • Daniela Köder: Daß keiner von ihnen verloren gehe: Zur Spiritualität der stellvertretenden Sühne bei Edith Stein.AV Akademikerverlag, Saarbrücken 2012, ISBN 978-3639387742
  • Elisabeth Lammers: Als die Zukunft noch offen war. Edith Stein – das entscheidende Jahr in Münster. dialogverlag, Münster 2003, ISBN 3-933144-65-5.
  • Andreas Uwe Müller, Maria Amata Neyer: Edith Stein – das Leben einer ungewöhnlichen Frau. Düsseldorf 2002.
  • Teresia Renata de Spiritu Sancto (Teresia Renata Posselt): Edith Stein: Schwester Teresia Benedicta a cruce, Philosophin und Karmelitin; ein Lebensbild, gewonnen aus Erinnerungen und Briefen. Nürnberg 1950.
  • Giovanni Paolo: Canonizzazione della Beata Teresa Benedetta della Croce, Edith Stein. Piazza San Pietro, Roma 1998.[18]
  • Wolfgang Rieß: Der Weg vom Ich zum Anderen - Die philosophische Begründung einer Theorie von Individuum, Gemeinschaft und Staat bei Edith Stein.
  • Francesco V. Tommasi: L´analogia della persona in Edith Stein. Fabrizio Serra Editore, Pisa-Roma 2012.
  • Bernd Urban: Edith Stein und die Literatur. Lektüren, Rezeptionen, Wirkungen. Bd. 19 der Reihe Ursprünge des Philosophierens hrsg. von José Sánchez de Murillo und Martin Thurner, 2010 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart, ISBN 978-3-17-021499-6
  • Katharina Westerhorstmann: Selbstverwirklichung und Pro-Existenz. Frausein in Arbeit und Beruf bei Edith Stein. Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-71337-X.
  • Reiner Wimmer: Vier jüdische Philosophinnen: Rosa Luxemburg, Simone Weil, Edith Stein, Hannah Arendt. Reclam-Bibliothek, 1575. 2. Aufl. Reclam, Leipzig 1999, ISBN 3-379-01575-X.[19]

Artikel

  • Anna Jani: Die Suche nach der modernen Metaphysik. Edith Steins Heidegger-Exzerpte, eine Kritik der Metaphysik des Daseins. In: Edith-Stein-Jahrbuch 2012. Echter Verlag, Würzburg 2012, ISBN 978-3-429-03493-1, S. 81–109.
  • Anette Klecha: Engel, Lokomotiven und die Unmöglichkeit, „Frau Professor“ zu werden. Ein Blick auf die Welt der Edith Stein (1891–1942). In: Angela Dinghaus (Hrsg.): Frauenwelten. Biographisch-historische Skizzen aus Niedersachsen. Hildesheim-Zürich-New York 1993, S. 284–293.
  • Wolfdietrich von Kloeden: Edith Stein. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8, Sp. 1318–1340.
  • Rainer Marten: Edith Stein und Martin Heidegger. In: Edith Stein Jahrbuch. 2 (1996), S. 347–360. (online) (PDF; 258 kB)
  • Maria Amata Neyer: Der Brief Edith Steins an Papst Pius XI. In: Edith-Stein-Jahrbuch. 2004. Echter, Würzburg 2004, S. 11–30.
  • Maria Amata Neyer: Heilige Schwester Teresia Benedicta a Cruce (Dr. Edith Stein). In: Helmut Moll: Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Bd. 2, Paderborn 1999, ISBN 978-3-506-75778-4, S. 892–897. (5., erweiterte und aktualisierte Auflage. 2010, S. 894–899)
  • Elisabeth Prégardier, Anne Mohr, unter Mitarbeit von Roswitha Weinhold: Edith Stein und ihre Gefährtinnen: Weg in Tod und Auferstehung, in: Zeugen der Zeitgeschichte, Bd. 5, Annweiler ²1998.
  • Konrad Repgen: Hitlers „Machtergreifung“, die christlichen Kirchen, die Judenfrage und Edith Steins Eingabe an Pius XI. vom [9.] April 1933. In: Edith-Stein-Jahrbuch. 2004. Echter, Würzburg 2004, S. 31–64
  • Johannes Schaber: Phänomenologie und Mönchtum. Max Scheler, Martin Heidegger, Edith Stein und die Erzabtei Beuron. In: Holger Zaborowski, Stephan Loos (Hrsg.): Leben, Tod und Entscheidung. Studien zur Geistesgeschichte der Weimarer Republik. Duncker & Humblot, Berlin 2003, S. 71–100. (Beiträge zur Politischen Wissenschaft Bd. 127)
  • Katharina Westerhorstmann: „In den Flammen der Liebe entbrennen…“ Mystik bei Edith Stein. In: A. Middelbeck-Varwick, M. Thurau (Hrsg.): Mystikerinnen der Neuzeit und der Gegenwart. Peter Lang, Frankfurt 2009, S. 109–139.

Weblinks

 Commons: Edith Stein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Edith Stein – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Johannes Paul II.: Ansprache bei der Seligsprechung, publiziert u.a. als „Komm, wir gehen für unser Volk“. Ansprache bei der Seligsprechung von Edith Stein in Köln, in: Christliche Innerlichkeit 22/3-5 (1987) (Transkript Online); auch z.B. in: L’osservatore romano 127/106 (4. Mai 1987), S. 4–5; Ders.: Edith Stein: Jüdin, Philosophin, Ordensfrau, Märtyrin, in: Ordenkorrespondenz 28/3 (1987), S. 260–266. Gedenktag ist am 9. August, vgl. Schott, Die Feste und Gedenktage im Lauf des Jahres (Online).
  2. Vier Geschwister waren allerdings schon vor Edith Steins Geburt verstorben; vgl. [1].
  3. Webseite der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Edith Stein. „Endliches und Ewiges“,zuletzt abgerufen am 15. August 2010.
  4. a b c Der Text des Briefes von Edith Stein, des Begleitschreibens von Erzabt Raphael Walzer (Beuron), der den Brief nach Rom gebracht hat, und die Antwort des Staatssekretärs Eugenio Kardinal Pacelli finden sich bei M. Amata Neyer: Der Brief Edith Steins an Papst Pius XI. In: Edith Stein-Jahrbuch 2004 (PDF; 9,2 MB), Würzburg 2004, S. 18–22.
  5. siehe auch Konrad Repgen: Hitlers „Machtergreifung“, die christlichen Kirchen, die Judenfrage und Edith Stein. Eingabe an Pius XI. vom 9. April 1933. In: Edith Stein-Jahrbuch 2004, S. 31–68.
  6. M. Amata Neyer: Der Brief Edith Steins an Papst Pius XI. In: Edith Stein-Jahrbuch 2004 (PDF; 9,2 MB), Würzburg 2004, S. 15.
  7. Lukas Mihr: [www.ibka.org/files/niederlande.pdf‎ Ad maiora mala vitanda - Das Beispiel der Niederlande] (abgerufen 23. Juni 2013)
  8. Michael Hesemann: Der Papst, der Hitler trotzte. Die Wahrheit über Pius XII. Augsburg 2008, S. 176.
  9. Joachim Feldes: Edith Stein und Schifferstadt. 2. aktual. Auflage. 2011, S. 57–75.
  10. Edith Stein im Ökumenischen Heiligenlexikon
  11. Brief vom 31. Oktober 1938, in: ESW IX, 121
  12. Laut Aussage der Nachbarin des Echter Karmels und Augenzeugin Marike Delsing, die die Geschwister Stein zum Polizeiauto begleitete (Müller, Andreas/Neyer, Amata: Edith Stein, S. 279, Anm. 26).
  13. Website des Freiburger Münsters
  14. Webseite der Kirche Maria Heimsuchung Wadgassen mit Fensterausschnitt, abgerufen am 3. Oktober 2011.
  15. „Edith Stein aus Carrara-Marmor...", Pressemitteilung des Erzbistums Köln, 3. Dezember 2007
  16. Heinz-Günther Schöttler: Jüdische und christliche Symbolik unglücklich vermischt. Die neue Edith-Stein-Statue am Petersdom. Bamberg 2007. (Freiburger Rundbrief Nr. 2)
  17. "Die zur Figur Rahel im Text verstreut mitgeteilten Details zeigen vielfach Übereinstimmungen mit Lebensdaten und -umständen der […] Nonne Edith Stein (1891–1942; Teresia Benedicta a cruce)." (Heinrich Böll, Gruppenbild mit Dame (1971). In: Schnell, Ralf / Schubert, Jochen (Hg.): Heinrich Böll. Werke. Kölner Ausgabe Band 17. Mit Kommentar und Anhang. Köln 2005: Kiepenheuer & Witsch, Seite 538, Kommentar)
  18. in Deutsch, Italienisch, Lateinisch und Englisch, 198 Seiten
  19. weitere Auflagen im Attempto-Verlag, mit versch. ISBNs. Alle Aufl. seit 1995 mit bibliographischen Anmerkungen, vorherige Aufl. nicht. Zuerst Vorlesungsreihe an den Universitäten Konstanz und Tübingen