Edmond Kapllani

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Edmond Kapllani
Spielerinformationen
Geburtstag 31. Juli 1982
Geburtsort DurrësAlbanien
Größe 185 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1990–1998 KS Teuta Durrës
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1998–1999
1999–2003
2003–2004
2004–2009
2009–2012
2010
2010–2011
2012–
NK Orijent Rijeka
FK Partizani Tirana
KS Besa Kavaja
Karlsruher SC
FC Augsburg
TuS Koblenz (Leihe)
SC Paderborn 07 (Leihe)
FSV Frankfurt
7 0(3)
33 0(6)
35 (12)
118 (26)
8 0(1)
17 0(5)
23 0(8)
47 (21)
Nationalmannschaft2
2004– Albanien 38 0(6)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 2. März 2014
2 Stand: 5. März 2014

Edmond Kapllani (* 31. Juli 1982 in Durrës) ist ein albanischer Fußballspieler. Seit Juli 2012 spielt er beim FSV Frankfurt.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Der 1,85 m große und beidfüßig starke Stürmer begann seine Karriere in Albanien bei KS Teuta Durrës. Über den kroatischen Verein NK Orijent Rijeka landete Kapllani beim Hauptstadtclub FK Partizani Tirana. 2003 wechselte er zu KS Besa Kavaja. Hier schaffte er mit zwölf Toren in 35 Spielen den Durchbruch und wurde erstmals in die zum damaligen Zeitpunkt vom Deutschen Hans-Peter Briegel trainierte Nationalmannschaft berufen. Briegel war es letztlich auch, der Kapllani den Weg nach Deutschland ebnete.

Im Jahr 2004 unterschrieb Kapllani einen Vertrag beim Zweitligisten Karlsruher SC. Bei den Badenern hatte er zunächst einen schweren Stand. In seinem ersten Jahr kam er durch Anpassungsschwierigkeiten nur zu 15 Einsätzen, wobei er lediglich ein Tor erzielte. Ein Jahr später kämpfte er sich in die Stammformation des Vereins, absolvierte 25 Ligaspiele und erzielte sechs Tore. In der Saison 2006/07 war Kapllani mit 17 Toren am Aufstieg der Karlsruher in die Bundesliga beteiligt. Nur Teamkollege Giovanni Federico war in dieser Spielzeit als Torschütze erfolgreicher. Trotz lukrativer Angebote aus Deutschland und Frankreich verlängerte Kapllani seinen Kontrakt im Anschluss bis 2010.[1] In seiner ersten Bundesligasaison 2007/08 gelang es Kapllani lange nicht, sich als einzige Sturmspitze im neuen 4-2-3-1 System von Trainer Edmund Becker zurechtzufinden. Im Schatten von Sebastian Freis und Winterneuzugang Joshua Kennedy blieb ihm häufig nur ein Platz auf der Ersatzbank. Erst nachdem sich Kennedy gegen Ende der Rückrunde eine Verletzung zugezogen hatte, rückte Kapllani an den letzten fünf Spieltagen wieder in die Startformation auf. Daraufhin erzielte er gegen Werder Bremen und Hertha BSC seine ersten Bundesligatore. In der Saison 2008/09 kam Kapllani mit lediglich sechs Startelfeinsätzen jedoch erneut nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. Der Karlsruher SC stieg am Saisonende wieder in die 2. Bundesliga ab.

Auf Grund einer Vertragsklausel ablösefrei wechselberechtigt, unterschrieb Kapllani zur Saison 2009/10 einen Zweijahresvertrag beim damaligen Zweitligisten FC Augsburg.[2] Nachdem er dort in der Hinrunde nur zweimal zum Einsatz gekommen war, wechselte er in der Winterpause auf Leihbasis zum Ligakonkurrenten TuS Koblenz.[3] Am Oberwerth war Kapllani Stammspieler und mit fünf Treffern erfolgreichster Rückrundentorjäger der TuS, die am Ende der Spielzeit in die 3. Liga abstieg. In der Saison 2010/11 spielte Kapllani im Zuge eines weiteren Leihgeschäfts für den Zweitligisten SC Paderborn 07.[4] Zu Beginn der Rückrunde zog er sich einen Kreuzbandriss zu und fiel zwei Monate aus.[5] Am Saisonende war er mit acht Toren in 23 Ligaspielen der vereinsintern beste Torschütze der Paderborner.[6]

Zur Saison 2011/12 kehrte Kapllani nach Augsburg zurück, nachdem sein Vertrag durch den zwischenzeitlichen Aufstieg des FCA automatisch um ein weiteres Jahr verlängert worden war. Im November 2011 erzielte er gegen den VfL Wolfsburg im Rahmen des ersten Augsburger Bundesligaheimsieges nach über drei Jahren wieder ein Bundesliga-Tor.[7] Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde allerdings nicht verlängert; er wurde am letzten Spieltag verabschiedet.[8]

Zur Saison 2012/13 schloss sich Kapllani dem Zweitligisten FSV Frankfurt an.[9] In der Winterpause verletzte er sich während eines Hallenturniers erneut am Kreuzband und verpasste die ersten sieben Rückrundenspiele.[10] Nach seiner Genesung gehörte er wieder zur Stammformation der Bornheimer. Insgesamt bestritt er im Saisonverlauf 26 Ligaspiele. Mit elf Toren und fünf Vorlagen war er der beste Torschütze und -vorbereiter des Vereins, der mit dem vierten Tabellenplatz die beste Platzierung der Vereinsgeschichte erreichte. In der Saison 2013/14 markierte Kapllani im Rahmen eines 3:0-Auswärtssieges gegen Dynamo Dresden den ersten Hattrick seiner Profikarriere in Deutschland und zugleich sein 50. Zweitligator.[11] Am 25. November 2013 wurde Kapllani vom Verein bis zum Jahresende vom Spielbetrieb ausgeschlossen, nachdem er vier Tage zuvor im Auswärtsspiel gegen Energie Cottbus kurz vor Spielende einen Elfmeter zum 4:1-Endstand verwandelt hatte, obwohl Trainer Benno Möhlmann Kapllanis Mitspieler Denis Epstein als Schütze auserkoren hatte.[12] Auf Initiative des Mannschaftsrates wurde die Sperre bereits am 11. Dezember wieder aufgehoben, nachdem der FSV infolge zweier Niederlagen auf den Relegationsplatz abgerutscht war.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Kapllani debütierte am 28. April 2004 während eines Freundschaftsspiels gegen Estland in der Nationalmannschaft Albaniens. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 schoss er am 2. Juni 2007 gegen Luxemburg sein erstes Länderspieltor. Mit insgesamt fünf Treffern, drei gegen Luxemburg und jeweils einer gegen Weißrussland und Rumänien, war er in der Qualifikation der erfolgreichste Torjäger seines Landes. Sein sechstes Länderspieltor schoss Kapllani am 20. August 2008 im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen Liechtenstein.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Aufstieg in die Bundesliga mit dem Karlsruher SC (2007)
  • Zweitbester Torjäger der Zweitligasaison 2006/07
  • Albaniens Topscorer in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008

Privates[Bearbeiten]

Kapllani ist Vater einer Tochter (* 2009) und eines Sohnes (* 2012).[14][15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker.de: Dohmen traut Kapllani viel zu: "Edmond wird ein Großer" (5. Juli 2007)
  2. FC-Augsburg.de: FCA verpflichtet Edmond Kapllani (27. Mai 2009)
  3. FC-Augsburg.de: Kapllani nach Koblenz (7. Januar 2010)
  4. FC-Augsburg.de: Kapllani geht nach Paderborn (31. August 2010)
  5. kicker.de: Kapllani erleidet Kreuzbandriss (7. Februar 2011)
  6. kicker.de: Kapllanis Doppelpack stellt die Weichen auf Sieg (15. Mai 2011)
  7. kicker.de: FC Augsburg - VfL Wolfsburg 2:0 (26. November 2011)
  8. fcaugsburg.de: FC Augsburg - Hamburger SV (5. Mai 2012)
  9. fsv-frankfurt.de: Edmond Kapllani verstärkt FSV Frankfurt (24. Mai 2012)
  10. kicker.de: Kapllanis Kreuzband ist lädiert (11. Januar 2013)
  11. faz.net Kapllani schießt Dynamo Dresden ab (18. August 2013)
  12. kicker.de: Elfmeterstreit: FSV suspendiert Kapllani (25. November 2013)
  13. kicker.de: FSV hebt Kapllanis Suspendierung auf (11. Dezember 2013)
  14. ka-news.de: Vaterstolz soll Kapllani zum ersten Saisontreffer führen (3. April 2009)
  15. fnp.de: Aufatmen beim FSV: Kapllani ist Vater geworden (7. November 2012)