Edmond Rostand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Edmond Rostand

Edmond Eugène Alexis Rostand [rɔ'stã](* 1. April 1868 in Marseille; † 2. Dezember 1918 in Paris) war ein französischer Theaterschriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Rostand stammte aus einer wohlhabenden provenzalischen Familie. Nach juristischer Ausbildung widmete er sich ganz der Dichtung. 1890 heiratete er die ebenfalls als Schriftstellerin tätige Rosemonde Gérard und hatte mit ihr zwei Söhne; allerdings verließ er sie 1915 für seine letzte Geliebte, Mary Marquet.

Rostand wurde 1903 in die Académie française aufgenommen. 1918 erlag er der damals weltweit grassierenden Spanischen Grippe.

Er ist der Vater des Biologen und Schriftstellers Jean Rostand, der ebenfalls Mitglied der Academie francaise wurde.

Werke[Bearbeiten]

Rostand verfasste neuromantische Versdramen, u.a. Die ferne Prinzessin (1895), eine für Sarah Bernhardt geschriebene Troubadourtragödie. Mit seiner heroischen Komödie von dem hochherzigen Dichter und Draufgänger Cyrano de Bergerac (1897) schuf er eine von Schauspielern begehrte Rolle und in seinem Lande ein echtes volkstümliches Stück, das weit über die Grenzen Frankreichs hinaus erfolgreich war. 1899 schrieb er Das Weib von Samaria, 1900 Der junge Adler, 1910 Chantecler. Eines der wenigen Werke aus dem Nachlass ist Don Juans letzte Nacht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Edmond Rostand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien