Edmund Kretschmer

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Edmund Kretschmer
Grab Edmund Kretschmers auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden.

Carl Franz Edmund Kretschmer (* 31. August 1830 in Ostritz/Lausitz; † 13. September 1908 in Dresden) war ein deutscher Organist und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Kretschmer studierte bei Ernst Julius Otto und Johann Gottlieb Schneider in Dresden. Er arbeitete erst als Lehrer, bevor er 1854 Organist der Katholischen Hofkirche wurde. Im Jahr 1863 wurde er Hoforganist und Instruktor des Kapellknabeninstituts und 1880 Chordirigent der Hofkirche. Er komponierte rund 80 Bühnenwerke und zahlreiche Orchesterwerke, darunter vier Opern und vier Messen.

Kretschmer starb 1908 als Hofrat, sein Grab befindet sich auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden. Zu Lebzeiten wurde er Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Ostritz, in der heute eine Straße seinen Namen trägt.

Werke[Bearbeiten]

  • Oper in 5 Akten: Die Folkunger, Uraufführung am 21. März 1874 an der Hofoper Dresden
  • Oper in 4 Akten: Heinrich der Löwe, 8. Dezember 1877 in Leipzig
  • Oper in 3 Akten: Der Flüchtling, (begonnen 1870, vollendet 1880; Uraufführung 1881 Ulm)
  • Oper in 4 Akten: Schön Rotraut, Uraufführung 1887 Dresden
  • op. 1 – Diebstahl: für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1890)
  • op. 3 – Frühlingslied : für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1870)
  • op. 4 – Die Geisterschlacht: in Musik gesetzt für Männergesang und Orchester (1865)
  • op. 8 – Du bist wie eine stille Sternennacht: Lied für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte (1880)
  • op. 9 – Novelletten : 4 Klavierstücke (1870)
  • op 10 – Der Himmel hat eine Thräne geweint: für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1890)
  • op 11 – Gebt mir vom Becher nur den Schaum: für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1890)
  • op. 14 – Nachts am See: Lied für eine tiefe Stimme mit Begleitung des Pianoforte (1870)
  • op. 15 – Missa a cappella (1870)
  • op. 17 – Zwei Motetten: Laudate Dominum; Oster-Motette; für achtstimmigen gemischten Chor (1877)
  • op. 18 – 4 Hymnen für gemischten Chor (1871)
  • op. 20 – Ave Maria: Lied für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte oder des Harmonium oder der Orgel (1875)
  • op. 25 – Drei Gesänge für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1877)
  • op. 32 – Dramatisches Tongedicht, g-moll, für Grosses Orchester (1882)
  • op 34 – Fünf Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte (1885)
  • op. 40 – Sextett in vier Sätzen für Flöte, 2 Violinen, Viola, Violoncell u. Contrabass (1888)
  • op. 50 – Missa a 8 voci (1896)
  • op. 62 – Ländlicher Tanz, Liebe und trübe Gedanken
  • Pilgerfahrt
  • Festgesang
  • Sieg im Gesang

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Schmid: Edmund Kretschmer. Sein Leben, Schaffen und Wirken. Hönsch & Tiesler, Dresden 1890.
  • Michael Heinemann: Was Messen auszeichnet: Edmund Kretschmers Beitrag zu einem Preisausschreiben für Kirchenmusik, in: Die Dresdner Kirchenmusik im 19. und 20. Jahrhundert, hrsg. von Matthias Herrmann, Laaber 1998, S. 171–180 (Musik in Dresden 3), ISBN 3-89007-331-X

Weblinks[Bearbeiten]